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Emil Nolde und die Südsee
 
 
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Emil Nolde und die Südsee [Taschenbuch]

Emil Nolde , Ingried Brugger , Johann G. Prinz Hohenzollern , Manfred Reuther


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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Das Buch zu den Ausstellungen"Nolde und die Südsee"in Wien und München zeigt fast das ganze in den damaligen Kolonien entstandene Werk in sehr guter Druckqualität - gerade die Stärken des Koloristen Emil Nolde sind so nach zu vollziehen. Die begleitenden Aufsätze von Manfred Reuther, Andreas Fluck, Christiane Lange und Ingried Brugger erlauben tiefe Einblicke in diese nicht allzu bekannte Seite des Werks Emil Nolde." (Lübecker Nachrichten)

"Das Katalogbuch bietet ein einzigartiges Panorama der Kunst Noldes und des Primitivismus." (lesen&leute)

Kurzbeschreibung

Noldes Reise in die Südsee (1913/14) ist mehr als eine biographische Episode des Künstlers. Das Katalogbuch bietet mit seinen in diesem Zusammenhang entstandenen Arbeiten, kombiniert mit selbstgesammelten Objekten, ein einzigartiges Panorama der Kunst Noldes und des Primitivismus.

Im Oktober 1913 brach Emil Nolde zu einer Reise in die Südsee auf. Gemeinsam mit seiner Frau Ada schloß er sich der offiziellen „Medizinisch-demographischen Deutsch-Neuguinea-Expedition“ des Reichskolonialamtes an. Die Route führte über Moskau durch Sibirien, die Mandschurei, Korea, Japan, China, über Manila und die Palau-Inseln nach Neuguinea. Diese Reise prägt Nolde nachhaltig und bedeutet gleichzeitig einen Höhepunkt in seinem künstlerischen Schaffen. Höhepunkt der Ausstellung ist der Aufenthalt in der Südsee. Dort sah Nolde alle Objekte in ihrer ureigensten, unverfälschten Umgebung. Vor allem interessierte ihn das Studium des ursprünglichen Menschen: „Als ich in fremden Ländern reiste und bei den Urvölkern der Südsee war, war es mein besonderes Verlangen, einige ganz von jeder Zivilisation unberührte Erstheiten der Natur und Menschen kennenzulernen...“, äußerte sich Nolde später. Er dokumentierte in Zeichnungen, Aquarellen, Pastellen und Gemälden neben den Eingeborenen auch die Flora und Fauna der Südsee. Seit 1909 war Nolde fasziniert von der Kunst der „primitiven“ Völker und ihrer authentischen Ausstrahlung. Ab 1911 setzte er sich auch künstlerisch mit dieser auseinander. So tauchen auch vor der Reise, vermehrt aber danach exotische Motive immer wieder in seinen Bildern auf. Nolde erkannte in den Kunstwerken der „Primitiven“ den Einklang von Natur und Umwelt, eine Einheit, die er auch in seinem eigenen Schaffen als den grundlegenden Bestandteil sah.

Aus dem Inhalt:

Manfred Reuther „Zu der unbeschreiblich schönen, wilden Südseereise“. Noldes Beweggründe und die Bedeutung für sein Werk

Andreas Fluck „Absolute Ursprünglichkeit“. Emil Noldes Studienzeichnungen im Berliner Völkerkundemuseum

Christian Lange „Diese eigentümlichen Tropenbilder“. Über Noldes in der Südsee entstandene Gemälde

Ingried Brugger Emil Nolde – Primitivismus auf höchster Stufe. „Der ganze Reichtum des während dieser Reise sehend Erlebten bleibt einem für immer.“

Katalogbuch zur Ausstellung: Kunstforum Bank Austria Wien 13.12.2001–3.3.2002 Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung München 23.3.–26.5.2002

Autorenporträt

Emil Nolde, 1867-1956, Hauptvertreter des deutschen Expressionismus. Nach einer Ausbildung als Möbelzeichner und Holzschnitzer arbeitete Nolde als Lehrer an der Kunstgewerbeschule in St. Gallen. Von 1906 bis 1907 Mitglied der Brücke in Dresden. Im Dritten Reich war Nolde als "entarteter" Künstler verfemt und wurde 1941 mit einem Malverbot belegt.
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