Aus der Amazon.de-Redaktion
"Kaffeekocher ist ein guter Name. Heute wohl eher selten. Aber in alten Zeiten war es ganz üblich, seine Kinder Kaffeekocher oder so ähnlich zu nennen." -- Als Emil das hört, ist er ja schon ein wenig skeptisch. "Lies doch einfach mal Bücher aus alten Zeiten. Kaffeekocher und Bierkeller und Badewanne und so ähnlich hießen ganz viele", behauptet der Junge, den alle Kaffeekocher nennen.
Der spinnt, der Kaffeekocher, der neue Freund von Emil. Emil ohne Detektive. Denn seit Emil mit dem komischen Jungen namens Kaffeekocher die Tage verbringt, wollen seine alten Freunde nichts mehr mit Emil zu tun haben. Emil weiß selber nicht so genau, was er davon halten soll. Dauernd erzählt der Kaffeekocher komische Geschichten, vom Pferd im Apfelbaum zum Beispiel. Aber als Emil nachsehen will, ob das Pferd von Bauer Haugen tatsächlich im Apfelbaum sitzt, ist es natürlich schon weg. Jetzt sitzt es in der Speisekammer von Emils Eltern und schlägt sich dort den Wanst voll. Sagt der Kaffekocher.
Aus dem Kaffeekocher wird man nicht schlau. Irgendwie ist er ein ganz normaler Junge, der Emil zu wilden Abenteuern überredet, wie einer Flussfahrt mit einem geklauten Boot oder dass sie die Hühner von Bauer Bakke freilassen, weil die ja früher einmal in den Bergen in den Wäldern gelebt haben und dorthin zurückwollen. Aber irgendwie ist er auch undurchschaubar, der Junge namens Kaffekocher. Eines Tages war er einfach da, saß auf einer Anhöhe und schaute Emil und seinen Freunden beim Spielen zu -- und genau so ist er auch eines Tages plötzlich wieder weg, verschwindet zwischen den Bäumen. Und dann bekommt Emil einen geheimnisvollen Brief...
Die wundervoll skurril-lustige Geschichte von Ragnar Hovland erzählt in kurzen Kapiteln von manchmal nur drei Seiten Länge die Geschichte von Emils Freundschaft mit dem Kaffeekocher. Versponnene Episoden mit cartoonhaften Illustrationen in gelb-weiß. Die sind bestimmt mit ein Grund, warum das Buch von der Stiftung Buchkunst als eines der schönsten Bücher 1999 ausgewählt worden ist. --Heike Reher