Das Buch "Embryologie der Haustiere" ist primär für Tiermediziner gedacht, stellt aber auch für Humanmediziner eine wertvolle Hilfe dar; denn die Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten von tierischer und menschlicher Ontogenese sind sehr gut herausgearbeitet. In den meisten medizinischen Embryologielehrbüchern wird beispielsweise gar nicht erklärt, dass die menschliche Plazenta eine Plazenta haemomomochorialis ist im Ggs. zu Pacentae haemodi- oder sogar trichorialis anderer Säugetierspezies. Die Erläuterungen sind sehr anschaulich und mit Zeichnungen, z.T. in Farbe, verständlich untermalt. Das Lehrbuch liest sich insgesamt flüssig und stellt anspruchsvolle Sachverhalte nachvollziehbar dar. Über vergleichende Embryologie sind mir - zumindest im deutschsprachigen Raum - keine weiteren neuen Bücher bekannt. Das Buch "Embryologie: Ein Lehrbuch auf allgemein biologischer Grundlage" von "Dietrich Starck", welches ebenfalls von vergleichender Embryologie handelt, ist jedoch älteren Datums (3. Auflage, 1975), stellt aber die morphologischen Entwicklungsschritte auch für heutige Ansprüche noch sehr gut dar; aus dem "Starck" finden sich auch einige Bilder in der "Embryologie der Haustiere". Auch die Ontogenese der Vögel (Stichwort: Hausgeflügel)wird in diesem Werk nicht ausgelassen. Alles in allem ist die "Embryologie der Haustiere" aus meiner Sicht für Biologen, Tiermediziner und interessierte Humanmediziner (v.a. für Toxikologen auf dem Gebiet der Teratologie) sehr zu empfehlen!