Vom letzten EISHEILIG Album "Die Gärten des Herrn" war ich ja schon relativ enttäuscht, da es an das geniale selbstbetitelte Debut Album nicht wirklich heran kam. Dafür schließt das aktuelle Werk "Elysium" wieder qualitativ nahtlos an das 2001er Werk heran. Bereits der Opener "Sturm" präsentiert wieder genial düsteren und brachialen Metal, der mit äußerster Intension dargeboten wird. Beim Titelstück zeigt man sich auch stilistisch vielseitiger und bietet gegen Schluss sogar Doublebass Parts, die sich sehr gut in die Musik von EISHEILIG einfügen. Beim sehr düsteren "Lucifer", das mit genialen Chören im Refrain eine besondere Bedrohlichkeit erreicht, zeigt Sänger Dennis Mikus, dass er auf seinem Bereich eine einzigartige Stimme besitzt. Des weiteren wird auf "Elysium" durchgehend Abwechslung geboten, wobei mich das sehr treibende und für EISHEILIG Verhältnisse sehr schnelle "Flug der Möwen" doch etwas irritierte. Allerdings gewöhnt man sich da auch schnell dran, zumal der Song dennoch unverkennbar der Band zuzuschreiben ist. "Fährmann" hat mich dann irgendwie an das geniale "Die Brücken" vom Debutalbum erinnert, auch wenn der Gänsehautfaktor hier nicht ganz so hoch liegt. Ein wenig ROB ZOMBIE meets "Königin der Verdammten"-Soundtrack like zeigt sich dafür "König der Planeten" während sich "Märchenreich" und "Morgendrot" sogar leicht verträumt präsentieren. Unterm Strich bleibt ein verdammt starkes EISHEILIG Album, das erfreulicherweise da weitermacht, wo das Debutalbum aufgehört hatte.