Kaum zwei Jahre nach dem großartigen Come-Back-Album - Polaris - stehen Stratovarius bereits mit einem neuen und absolut hörenswerten Album in den Startlöchern, dem sie den hoffnungsvollen Namen - Elysium - geben. Die enormen Turbulenzen des schwierigen Jahrzehnts mit - Polaris - erfolgreich hinter sich gebracht, wird die Band vor der Veröffentlichung ihres neuen Longplayers erneut mit einer ganz schweren Hiobsbotschaft konfrontiert, denn die Fachärzte diagnostizierten bei dem Schlagzeuger Jörg Michael eine schwere Krebserkrankung.
Vielleicht oder desterwegen beginnt - Elysium - mit dem Titel - Darkest Hour - äußerst düster, ohne dass die Band dabei ihre klassischen und bekannten musikalischen Erkennungsmerkmale vermissen lassen. Das Album ziert, ähnlich wie bereits der Vorgänger, einen großen raumschiffähnlichen Stern, auf dem Cover und macht musikalisch eigentlich genau dort weiter, wo - Polaris - aufhörte, wobei Stratovarius in den Songs - Under Flaming Skies, The Game Never Ends, Event Horizon, und besonders auf dem Titeltrack wieder eine Schippe Bombast und Härte drauflegen. So erwarten uns auf - Elysium - neun sehr abwechslungsreiche Songs, die dieses Mal vor allem von dem großartigen Gesang von Timo Kotipelto geprägt sind, der auf - Elysium - durchweg kristallklar in allen Höhen und Tiefen singt. Darkest Hour, Fairness Justified, Lifetime In A Moment - und - Move The Moutain - bleiben mir bereits beim ersten Hören im Ohr hängen, und erzeugten automatisch eine große Vorfreude auf das nochmalige Hören. Der 18-minütige Titeltrack ist allerdings, wie der Engländer zu sagen pflegt "Not A Cup Of Tea For Everyone", denn Stratovarius präsentieren uns in dem längsten Song ihrer bisherigen Karriere einen sehr komplexen Titel, der erst nach mehrmaligem Hören seine eigentliche Klasse entfaltet. Das epische Stück, indem Sänger Timo Kotipelto eine sehr lehrreiche Geschichte erzählt, enthält viele unterschiedliche musikalische Fassetten, wobei der Prog-Metal überwiegt, und das Stück von seiner Struktur ein wenig an Dream Theater erinnert.
Fazit: Mit - Elysium - sind Stratovarius genau den Weg weitergegangen, den ich mir nach - Polaris - gewünscht habe. Bleibt an dieser Stelle nur noch zu Hoffen, dass die Band einen würdigen Nachfolger für Jörg Michael finde, dem ich hier an dieser Stelle noch alles Gute wünschen möchte.