Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die 2. CD macht's!, 8. Dezember 2008
CD 1 dieser anlässlich von Elvis' 30. Todestag erschienenen Doppel-CD steht unter dem Motto "The Best of Elvis - Live in Las Vegas 1970-1972". Sie beginnt witzig mit der etwas deplatzierten '63er Studioversion von Viva Las Vegas und leitet dann über zu 13 Live-Klassikern von Februar und August 1970 und 5 weiteren vom Februar 1972. Diese CD war nicht wirklich nötig; alle Live-Songs erschienen bereits auf "On Stage" ('70), der vorzüglichen CD "Burning Love" ('99) sowie der 4-CD-Box "Live in Las Vegas". Von den '72er Aufnahmen hätten (bei einer Laufzeit von 64 Minuten) die vier fehlenden Songs It's impossible, Hound Dog, Little Sister/Get back und A big Hunk o'Love die CD ohne weiteres komplettieren können. Und das Konzept, "Das Beste von Elvis - live" auf CD zu pressen, ist - bei großen Überschneidungen - bereits anderswo ähnlich ausprobiert worden, z.B. auf der "Elvis Presley Show" (CD 5 des "Walk a Mile in my Shoes"-Box Sets) oder 2006 auf "Elvis Live"; nur dass dort die Songs zu einem durchgehenden Konzerteindruck zusammengemischt wurden, während sie hier leider alle ein- und ausgeblendet werden. Nun ja.
Kaufgrund ist zweifelsohne CD 2, die erstmals einen weiteren unveröffentlichten, erstklassigen Livemitschnitt (68:34) vom 21.8.1969 bringt, also vom ersten der sechs Tage, die am Ende von Elvis' erster Saison im International Hotel mitgeschnitten wurden (21.-26.8.'69). Die offizielle Veröffentlichung aus dieser Periode war bereits 1969 die LP "In Person" gewesen; ein Mitschnitt vom 24.8.1969 findet sich auf "Live in Las Vegas" (s.o.). Dieser Auftritt steht den anderen in nichts nach: Elvis ist energiegeladen, voller Selbstvertrauen und noch hörbar heiß auf Liveauftritte. Seine Band (die er später passenderweise "TCB" - Takin' Care of Business - taufte) ist super eingespielt und routiniert.
Ein Vergleich mit den beiden genannten Alternativveröffentlichungen zeigt zwar, dass Elvis' Scherze keineswegs spontan, sondern ziemlich geplant waren und sich wiederholten: Beispielsweise seine Witze über das Wasser, das er auf der Bühne trinkt, sowie sein Wortspiel mit "Gatorade" / "gator-ate"; wie er am Anfang von Baby what you want me to do den Vibratohebel seiner E-Gitarre betätigt und behauptet, er könne das Ding immer noch nicht spielen (was er im Anschluss daran sofort selber Lügen straft); oder etliche Pointen seines "Lifestory"-Monologs, die im Vergleich recht einstudiert wirken. Das tut dem Konzerterlebnis jedoch keinerlei Abbruch, da Elvis all dies mit schauspielerischem Talent darbietet. Und kleine Einlagen wie sein Geburtstagsständchen für Gitarrist James Burton zeugen immer noch von Spontaneität.
Wer viel von Elvis hat, wird CD 1 nicht brauchen; der klasse Mitschnitt auf CD 2 ist jedoch ein Muss für Elvis-Fans!
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40 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Viva Las Vegas, 8. August 2007
Endlich bekommt man mal wieder etwas wirklich Großartiges aus dem Hause BMG/RCA was Elvis betrifft. Zum 30-jährigen Jubiläum seines Todes sind hoffentlich die Zeiten von halbherzigen Veröffentlichung und Best-ofs gefüllt mit alternativen Takes (welche nunmal nicht auf eine Best-of gehören) vorbei. Diese Doppel-CD bietet einiges und glücklicherweise sogar etwas Unveröffentlichtes.
Die erste CD dient als Soundtrack zu einem TV-special über Elvis und Las Vegas, welches später in diesem Jahr ausgestrahlt werden soll (ob es einen Deutschlandtermin gibt weiß ich leider nicht), und beinhaltet Liveaufnahmen aus Las Vegas von 1970-1972. Gerade diese Jahre (plus 1969) dürften Elvis' beste als Livekünstler darstellen und somit ist auch jeder Track ein Knüller. Zwar schon alles vorher veröffentlicht, aber als Überblick in super Qualität eine großartige Sache. Es wurden sogar die Originalmixe, denen Elvis damals für seine Albumveröffentlichungen sein "OK" gab, verwendet, sofern möglich (nicht alle Tracks hier wurden schon zu Lebzeiten von Elvis auf einem seiner Livealben veröffentlicht).
Eine Sache die ich nicht als so gelungen ansehe ist, dass die '63er Studiofassung von "Viva Las Vegas" als Eröffnungsnummer auf der CD ist. Als Anfang des TV-Specials mag dies durchaus wirken, ist hier, neben den ganzen Liveaufnahmen von wesentlich besserer Qualität, aber total fehl am Platze. Wie gesagt kann ich jedoch drüber hinwegsehen, wenn ich diese CD als Soundtrack ansehe (was sie ja auch ist), genauso geht es mir bei den Ausblendungen nach jedem Track.
Auf der zweiten CD liegt das Hauptaugenmerk der Fans, die schon die Aufnahmen der Ersten kennen. Hier bekommen wir ein komplettes Konzert aus dem jahre 1969, das erste Konzert, welches aus der Comebackzeit überhaupt mitgeschnitten wurde, zu hören. Nun muss man eines wissen um es einordnen zu können; Elvis live 1969 stellt den Höhepunkt dar, den die Rockmusik jemals erreicht hat. Das damals veröffentlichte Livealbum "In person" (original als Doppelalbum mit dem "Back in Memphis"-Album veröffentlicht) is eines der besten Livealben überhaupt. Das Elvis-Sammlerlabel FTD (Follow that dream) hat bereits einige '69er Konzerte veröffentlicht und auch auf der RCA-Box "Live in Las Vegas" finden wir ein weiteres. Elvis besticht in diesen Konzerten durch einen harten, frischen Beat und Spielfreude sowie Hingabe zur Musik in purster Form. Das hat sich so noch bis ins Jahr '71 hingezogen, während ihm danach speziell die Oldies langweilig wurden. Aber um nicht weiter abzuschweifen, dieses Konzert ist nicht das Beste '69er welches veröffentlicht wurde, aber dennoch ein tolles. Von daher sehe ich es auch als am besten wirkend in der Zusammenstellung mit der ersten CD. (Noch gar nicht erwähnt habe ich, dass er sich eine der besten Bands die man sich nur wünschen kann zusammengestellt hat. Allesamt totale A-Musiker)
Ein kleiner Wehrmutstropfen sind für mich die etwas unausführlichen Linernotes von Collin Escott. Einiges was hier steht wurde einfach übernommen von anderen Veröffentlichungen und seine Äußerung dass "Walk a mile in my shoes" von Elvis an dessen Kritiker gesungen wurde, ist absoluter Blödsinn. Die paar Kritiker, die Elvis zu dieser Zeit überhaupt hatte, scherten ihn relativ wenig und wenn man über ihn bescheid weiß, dann weiß man dass Elvis Lieder sang, weil sie ihn ansprachen, nicht um irgendeine Botschaft rüberzubringen.
Eine klasse Veröffentlichung, die sich auf Elvis den Musiker konzentriert, so wie es sein sollte, denn heutzutage wird dieses Genie (ja, richtig gelesen) zu oft von seinem eigenen Mythos überschattet und "Elvis Presley Enterprises" tut nicht unbedingt etwas dagegen.
Diese CD ist ein Muss für Musiker und Elvis-Fans. Auch Neueinsteiger dürften die Münder nicht mehr schließen können nach dem Genuss des Hörens dieser Perlen großartiger Musik.
In den USA ist übrigens nur die erste CD erhältlich, die Doppel-Version kann man nur als Import kaufen. Verstehe das wer will, aber vielleicht ändert RCA seine Verkaufsstrategie ja noch.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Geburt eines Mythos, 5. September 2007
Diese CD trägt den falschen Titel. Eigentlich müßte sie THE VEGAS MASTERS heißen. Denn nichts anderes findet sich auf diesem Tonträger. Ein wirklich interessanter Ansatz, der so bisher nie dagewesen ist. Auf CD1 finden sich die wichtigsten Vegas-Aufnahmen, vorrangig Songs, von denen es eben nur die Aufnahme aus Las Vegas gibt. Zusammen zeigen sie sehr deutlich, was die Elvis-Show im Zockerparadies ausmachte: große Orchestrierung gepaart mit einer gropßartigen Stimme. CD2 ist ein Bonus und präsentiert ein bisher unveröffentlichtes Konzert von Elvis' Bühnenrückkehr 1969, die gleichzeitig als Neuerfindung von Vegas angesehen werden darf. Kritiker sind sich mittlerweile einig, daß diese Show den Standard für das neue" Las Vegas setzte. Mit Elvis' Auftritt im International Hotel 1969 begann die moderne Ära von Las Vegas als Hochburg des Showbusiness. Was Celine Dion, Elton John oder Britney Spears heute in Vegas präsentieren, findet seinen Ursprung in dieser Show. Deshalb mein Fazit: eine durchaus würdige Veröffentlichung zum 30. Todestag.
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