Elton John

 

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On Thursday, Elton and Bernie were honored at the Songwriters Hall of Fame ceremony in NYC. Read their acceptance... http://t.co/igWw8B2LGn


Biografie

Am 5. Juli 2010 hat sich Sir Elton John an der schicken Portobello Road in London eingefunden, um in einer exklusiven Listening-Session sein neues Album The Union vorzustellen: Auf dem kommenden Longplayer, den der 63-Jährige gemeinsam mit seinem größten Vorbild, dem renommierten Pianisten und Songschreiber Leon Russell aufgenommen hat, kehren die beiden (mit der Unterstützung diverser hochkarätiger Gäste) zum eigentlichen Kern ihres Schaffens zurück und zeigen eindrucksvoll, was sie an den unterschiedlichen Spielarten des Rock & Roll so sehr schätzen und lieben.

Medienvertreter aus aller ... Lesen Sie mehr

Am 5. Juli 2010 hat sich Sir Elton John an der schicken Portobello Road in London eingefunden, um in einer exklusiven Listening-Session sein neues Album The Union vorzustellen: Auf dem kommenden Longplayer, den der 63-Jährige gemeinsam mit seinem größten Vorbild, dem renommierten Pianisten und Songschreiber Leon Russell aufgenommen hat, kehren die beiden (mit der Unterstützung diverser hochkarätiger Gäste) zum eigentlichen Kern ihres Schaffens zurück und zeigen eindrucksvoll, was sie an den unterschiedlichen Spielarten des Rock & Roll so sehr schätzen und lieben.

Medienvertreter aus aller Welt kamen in den Genuss einer einzigartigen Albumpräsentation: Nachdem zunächst ein EPK des international bekannten Regisseurs Cameron Crowe gezeigt wurde, das den Anwesenden exklusive Einblicke ins Studio gewährte, präsentierte Elton John die 16 Songs der kommenden LP dem erwartungsvollen Publikum im majestätischen Ambiente des Electric Cinema, das trotz einiger Krisen im Verlauf des letzten Jahrhunderts noch immer zu den prunkvollsten Veranstaltungshallen im Stadtteil Notting Hill zählt. Wie viel ihm The Union und die Arbeit mit Russell bedeutet, beweist allein die Tatsache, dass Elton John an diesem Abend nicht nur eines seiner seltenen Live-Interviews auf der Bühne gibt, sondern sich gleich im Anschluss auch noch auf eine spontane und lockere Frage- und Antwort-Runde mit den Journalisten einlässt – denn damit hätte wohl kaum einer der Anwesenden gerechnet.

Elton schwärmt so sehr von Leon Russell, dass von Beginn an klar ist, wie sehr ihm die Arbeit mit der bärtigen Südstaatenlegende am Herzen liegt: Den jüngeren Medienvertretern erklärt er, dass Russell mit ziemlicher Sicherheit an diversen ihrer Lieblingsplatten mitgewirkt hat – seien es nun Aufnahmen von Phil Spector, den Beach Boys oder Alben aus dem Hause Stax. Zudem sei er für zeitlose Hits wie Masquerade oder Song For You verantwortlich. „Die Arbeit mit ihm war einfach umwerfend“, so Elton John. „Ich nenne ihn ‘Master’ und er sagt ‘Guvnor’ zu mir. Auch wenn es damals diverse grandiose Keyboarder gab, war Leon stets derjenige, der mich am meisten beeindruckt hat. Und dazu kommt, dass er immer noch wie eine Kreuzung aus Gott und Moses aussieht! Für mich ist er ganz klar ein Ausnahmemusiker, dessen Werk niemals in Vergessenheit geraten darf.“

Dann gesteht Elton, dass in diesem Fall alles von ihm ausging: Er machte gerade eine Safari in Afrika, als ihm die Idee für die Zusammenarbeit kam, woraufhin er kurzerhand Leon anrief und fragte, ob dieser an einem Duett-Album der beiden interessiert sei. Mit gewohnter Lässigkeit sagte Leon sofort zu, und so begannen also die Aufnahmen für The Union, die zwei Jahre dauern und in deren Rahmen sie nicht nur zu zweit ins Studio gehen sollten, denn während der Sessions gesellten sich diverse hochkarätige Musiker, Songschreiber und Produzenten zu ihnen: Neil Young, Brian Wilson, Jim Keltner, Booker T. und Tata Vega schauten allesamt im Studio vorbei, womit sie sich nicht nur vor Elton, sondern auch vor Leon Russell verneigten: „Alle großen Musiker, die noch am Leben sind, vergöttern Leon regelrecht. Leute wie Grace Jones, Paul McCartney und Stevie Nicks schauten ebenfalls im Studio vorbei, und zwar nur, weil sie ihm einen Besuch abstatten wollten. Ich kann mich noch daran erinnern, wie Grace Jones schließlich eine halbe Stunde lang auf Leons Schoß saß – schließlich steht er bekanntermaßen auf die Ladys. Ich konnte daher miterleben, wie vor meinen Augen eine Legende aus der Versenkung zurückkehrte, und das fühlte sich einfach nur großartig an.“

The Union wurde komplett live eingespielt, also ohne Overdubs oder Studiotricks, und der Mann, der all diese gestandenen Musikergrößen mit ihren Launen zu bändigen hatte, war eine weitere Legende: der Oscar-Gewinner T-Bone Burnett nämlich, der erst vor wenigen Monaten den Grammy für seine Arbeit an Raising Sand von Robert Plant und Alison Krauss in Empfang nehmen konnte. Laut Elton war T-Bone „ehrlich gesagt der einzige Produzent auf der ganzen Welt, der das Zeug dazu hat, eine Platte wie diese mit uns aufzunehmen.“

Verglichen mit seinen eher kommerziellen Veröffentlichungen, bricht Elton John mit The Union nunmehr in eine vollkommen andere Richtung auf: Er hat ein Album aufgenommen, bei dem sich alles um seine persönlichen Helden und Vorbilder dreht, während er hin und wieder sogar an die jugendlichen Anfänge seiner Karriere zurückdenkt. In Stücken wie Hey Ahab oder Hearts Have Turned To Stone verschmelzen rockige Honky-Tonk-Melodien und Gospel-Anflüge perfekt zu einer Einheit, während er mit der Soul-Ballade The Best Part Of The Day noch einmal unterstreicht, wie prägend der Memphis-Sound und das Label Motown für ihn als Teenager waren. „Ich musste erst einen Schritt zurückgehen, um vorwärts zu kommen und den Tracks dieses Live-Feeling verpassen zu können. Ich will keine glatten Pop-Singles mehr aufnehmen. Ich liebe es zwar, Songs für die Scissor Sisters zu schreiben oder auf einem Tupac-Album als Gast aufzutreten, doch davon abgesehen bin ich nur noch daran interessiert, wirklich gute Alben aufzunehmen, die meinem Alter entsprechen und zu dem Punkt passen, an dem ich in meinem Leben stehe.“

„Ich dachte mir also, wenn ich eine neue Platte mache, dann will ich mich eher an Modern Times von Bob Dylan orientieren“, so Elton weiterhin. „Sie sollte zeitgenössisch und zugleich alt und einfach nur klassisch klingen – ein Rezept übrigens, das mir Neil Young schon seit Ewigkeiten ans Herz gelegt hat. Alben wie Exile On Main St. von den Rolling Stones klingen so schön kantig, weil sie genauso aufgenommen wurden: live und in lockerer Atmosphäre.“

Es ist hinreichend bekannt, dass Leon Russell zuletzt für mehrere Jahre von der Bildfläche verschwunden war – auch wenn ihn Kenner und eingeschworene Fans natürlich niemals vergessen haben. Schuld daran sei eine Mischung aus Pech, schlechtem Gesundheitszustand und, wie er selbst einräumt, der einen oder anderen falschen Entscheidung gewesen, wobei Elton und sein Team ab sofort alles dafür tun wollen, dass die Südstaaten-Legende nicht noch einmal in der Versenkung abtaucht: „Ich will mit ihm auftreten und weitere Alben aufnehmen; und ich werde alles dafür tun, dass er in Zukunft ein etwas besseres Leben führen kann. Als nächstes ist ein Konzert im Beacon Theatre in New York geplant und dann noch eine Show mit T-Bone Burnett –, und kommendes Jahr werde ich Leon dann auf meine nächste große Tour mitnehmen.“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Am 5. Juli 2010 hat sich Sir Elton John an der schicken Portobello Road in London eingefunden, um in einer exklusiven Listening-Session sein neues Album The Union vorzustellen: Auf dem kommenden Longplayer, den der 63-Jährige gemeinsam mit seinem größten Vorbild, dem renommierten Pianisten und Songschreiber Leon Russell aufgenommen hat, kehren die beiden (mit der Unterstützung diverser hochkarätiger Gäste) zum eigentlichen Kern ihres Schaffens zurück und zeigen eindrucksvoll, was sie an den unterschiedlichen Spielarten des Rock & Roll so sehr schätzen und lieben.

Medienvertreter aus aller Welt kamen in den Genuss einer einzigartigen Albumpräsentation: Nachdem zunächst ein EPK des international bekannten Regisseurs Cameron Crowe gezeigt wurde, das den Anwesenden exklusive Einblicke ins Studio gewährte, präsentierte Elton John die 16 Songs der kommenden LP dem erwartungsvollen Publikum im majestätischen Ambiente des Electric Cinema, das trotz einiger Krisen im Verlauf des letzten Jahrhunderts noch immer zu den prunkvollsten Veranstaltungshallen im Stadtteil Notting Hill zählt. Wie viel ihm The Union und die Arbeit mit Russell bedeutet, beweist allein die Tatsache, dass Elton John an diesem Abend nicht nur eines seiner seltenen Live-Interviews auf der Bühne gibt, sondern sich gleich im Anschluss auch noch auf eine spontane und lockere Frage- und Antwort-Runde mit den Journalisten einlässt – denn damit hätte wohl kaum einer der Anwesenden gerechnet.

Elton schwärmt so sehr von Leon Russell, dass von Beginn an klar ist, wie sehr ihm die Arbeit mit der bärtigen Südstaatenlegende am Herzen liegt: Den jüngeren Medienvertretern erklärt er, dass Russell mit ziemlicher Sicherheit an diversen ihrer Lieblingsplatten mitgewirkt hat – seien es nun Aufnahmen von Phil Spector, den Beach Boys oder Alben aus dem Hause Stax. Zudem sei er für zeitlose Hits wie Masquerade oder Song For You verantwortlich. „Die Arbeit mit ihm war einfach umwerfend“, so Elton John. „Ich nenne ihn ‘Master’ und er sagt ‘Guvnor’ zu mir. Auch wenn es damals diverse grandiose Keyboarder gab, war Leon stets derjenige, der mich am meisten beeindruckt hat. Und dazu kommt, dass er immer noch wie eine Kreuzung aus Gott und Moses aussieht! Für mich ist er ganz klar ein Ausnahmemusiker, dessen Werk niemals in Vergessenheit geraten darf.“

Dann gesteht Elton, dass in diesem Fall alles von ihm ausging: Er machte gerade eine Safari in Afrika, als ihm die Idee für die Zusammenarbeit kam, woraufhin er kurzerhand Leon anrief und fragte, ob dieser an einem Duett-Album der beiden interessiert sei. Mit gewohnter Lässigkeit sagte Leon sofort zu, und so begannen also die Aufnahmen für The Union, die zwei Jahre dauern und in deren Rahmen sie nicht nur zu zweit ins Studio gehen sollten, denn während der Sessions gesellten sich diverse hochkarätige Musiker, Songschreiber und Produzenten zu ihnen: Neil Young, Brian Wilson, Jim Keltner, Booker T. und Tata Vega schauten allesamt im Studio vorbei, womit sie sich nicht nur vor Elton, sondern auch vor Leon Russell verneigten: „Alle großen Musiker, die noch am Leben sind, vergöttern Leon regelrecht. Leute wie Grace Jones, Paul McCartney und Stevie Nicks schauten ebenfalls im Studio vorbei, und zwar nur, weil sie ihm einen Besuch abstatten wollten. Ich kann mich noch daran erinnern, wie Grace Jones schließlich eine halbe Stunde lang auf Leons Schoß saß – schließlich steht er bekanntermaßen auf die Ladys. Ich konnte daher miterleben, wie vor meinen Augen eine Legende aus der Versenkung zurückkehrte, und das fühlte sich einfach nur großartig an.“

The Union wurde komplett live eingespielt, also ohne Overdubs oder Studiotricks, und der Mann, der all diese gestandenen Musikergrößen mit ihren Launen zu bändigen hatte, war eine weitere Legende: der Oscar-Gewinner T-Bone Burnett nämlich, der erst vor wenigen Monaten den Grammy für seine Arbeit an Raising Sand von Robert Plant und Alison Krauss in Empfang nehmen konnte. Laut Elton war T-Bone „ehrlich gesagt der einzige Produzent auf der ganzen Welt, der das Zeug dazu hat, eine Platte wie diese mit uns aufzunehmen.“

Verglichen mit seinen eher kommerziellen Veröffentlichungen, bricht Elton John mit The Union nunmehr in eine vollkommen andere Richtung auf: Er hat ein Album aufgenommen, bei dem sich alles um seine persönlichen Helden und Vorbilder dreht, während er hin und wieder sogar an die jugendlichen Anfänge seiner Karriere zurückdenkt. In Stücken wie Hey Ahab oder Hearts Have Turned To Stone verschmelzen rockige Honky-Tonk-Melodien und Gospel-Anflüge perfekt zu einer Einheit, während er mit der Soul-Ballade The Best Part Of The Day noch einmal unterstreicht, wie prägend der Memphis-Sound und das Label Motown für ihn als Teenager waren. „Ich musste erst einen Schritt zurückgehen, um vorwärts zu kommen und den Tracks dieses Live-Feeling verpassen zu können. Ich will keine glatten Pop-Singles mehr aufnehmen. Ich liebe es zwar, Songs für die Scissor Sisters zu schreiben oder auf einem Tupac-Album als Gast aufzutreten, doch davon abgesehen bin ich nur noch daran interessiert, wirklich gute Alben aufzunehmen, die meinem Alter entsprechen und zu dem Punkt passen, an dem ich in meinem Leben stehe.“

„Ich dachte mir also, wenn ich eine neue Platte mache, dann will ich mich eher an Modern Times von Bob Dylan orientieren“, so Elton weiterhin. „Sie sollte zeitgenössisch und zugleich alt und einfach nur klassisch klingen – ein Rezept übrigens, das mir Neil Young schon seit Ewigkeiten ans Herz gelegt hat. Alben wie Exile On Main St. von den Rolling Stones klingen so schön kantig, weil sie genauso aufgenommen wurden: live und in lockerer Atmosphäre.“

Es ist hinreichend bekannt, dass Leon Russell zuletzt für mehrere Jahre von der Bildfläche verschwunden war – auch wenn ihn Kenner und eingeschworene Fans natürlich niemals vergessen haben. Schuld daran sei eine Mischung aus Pech, schlechtem Gesundheitszustand und, wie er selbst einräumt, der einen oder anderen falschen Entscheidung gewesen, wobei Elton und sein Team ab sofort alles dafür tun wollen, dass die Südstaaten-Legende nicht noch einmal in der Versenkung abtaucht: „Ich will mit ihm auftreten und weitere Alben aufnehmen; und ich werde alles dafür tun, dass er in Zukunft ein etwas besseres Leben führen kann. Als nächstes ist ein Konzert im Beacon Theatre in New York geplant und dann noch eine Show mit T-Bone Burnett –, und kommendes Jahr werde ich Leon dann auf meine nächste große Tour mitnehmen.“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Am 5. Juli 2010 hat sich Sir Elton John an der schicken Portobello Road in London eingefunden, um in einer exklusiven Listening-Session sein neues Album The Union vorzustellen: Auf dem kommenden Longplayer, den der 63-Jährige gemeinsam mit seinem größten Vorbild, dem renommierten Pianisten und Songschreiber Leon Russell aufgenommen hat, kehren die beiden (mit der Unterstützung diverser hochkarätiger Gäste) zum eigentlichen Kern ihres Schaffens zurück und zeigen eindrucksvoll, was sie an den unterschiedlichen Spielarten des Rock & Roll so sehr schätzen und lieben.

Medienvertreter aus aller Welt kamen in den Genuss einer einzigartigen Albumpräsentation: Nachdem zunächst ein EPK des international bekannten Regisseurs Cameron Crowe gezeigt wurde, das den Anwesenden exklusive Einblicke ins Studio gewährte, präsentierte Elton John die 16 Songs der kommenden LP dem erwartungsvollen Publikum im majestätischen Ambiente des Electric Cinema, das trotz einiger Krisen im Verlauf des letzten Jahrhunderts noch immer zu den prunkvollsten Veranstaltungshallen im Stadtteil Notting Hill zählt. Wie viel ihm The Union und die Arbeit mit Russell bedeutet, beweist allein die Tatsache, dass Elton John an diesem Abend nicht nur eines seiner seltenen Live-Interviews auf der Bühne gibt, sondern sich gleich im Anschluss auch noch auf eine spontane und lockere Frage- und Antwort-Runde mit den Journalisten einlässt – denn damit hätte wohl kaum einer der Anwesenden gerechnet.

Elton schwärmt so sehr von Leon Russell, dass von Beginn an klar ist, wie sehr ihm die Arbeit mit der bärtigen Südstaatenlegende am Herzen liegt: Den jüngeren Medienvertretern erklärt er, dass Russell mit ziemlicher Sicherheit an diversen ihrer Lieblingsplatten mitgewirkt hat – seien es nun Aufnahmen von Phil Spector, den Beach Boys oder Alben aus dem Hause Stax. Zudem sei er für zeitlose Hits wie Masquerade oder Song For You verantwortlich. „Die Arbeit mit ihm war einfach umwerfend“, so Elton John. „Ich nenne ihn ‘Master’ und er sagt ‘Guvnor’ zu mir. Auch wenn es damals diverse grandiose Keyboarder gab, war Leon stets derjenige, der mich am meisten beeindruckt hat. Und dazu kommt, dass er immer noch wie eine Kreuzung aus Gott und Moses aussieht! Für mich ist er ganz klar ein Ausnahmemusiker, dessen Werk niemals in Vergessenheit geraten darf.“

Dann gesteht Elton, dass in diesem Fall alles von ihm ausging: Er machte gerade eine Safari in Afrika, als ihm die Idee für die Zusammenarbeit kam, woraufhin er kurzerhand Leon anrief und fragte, ob dieser an einem Duett-Album der beiden interessiert sei. Mit gewohnter Lässigkeit sagte Leon sofort zu, und so begannen also die Aufnahmen für The Union, die zwei Jahre dauern und in deren Rahmen sie nicht nur zu zweit ins Studio gehen sollten, denn während der Sessions gesellten sich diverse hochkarätige Musiker, Songschreiber und Produzenten zu ihnen: Neil Young, Brian Wilson, Jim Keltner, Booker T. und Tata Vega schauten allesamt im Studio vorbei, womit sie sich nicht nur vor Elton, sondern auch vor Leon Russell verneigten: „Alle großen Musiker, die noch am Leben sind, vergöttern Leon regelrecht. Leute wie Grace Jones, Paul McCartney und Stevie Nicks schauten ebenfalls im Studio vorbei, und zwar nur, weil sie ihm einen Besuch abstatten wollten. Ich kann mich noch daran erinnern, wie Grace Jones schließlich eine halbe Stunde lang auf Leons Schoß saß – schließlich steht er bekanntermaßen auf die Ladys. Ich konnte daher miterleben, wie vor meinen Augen eine Legende aus der Versenkung zurückkehrte, und das fühlte sich einfach nur großartig an.“

The Union wurde komplett live eingespielt, also ohne Overdubs oder Studiotricks, und der Mann, der all diese gestandenen Musikergrößen mit ihren Launen zu bändigen hatte, war eine weitere Legende: der Oscar-Gewinner T-Bone Burnett nämlich, der erst vor wenigen Monaten den Grammy für seine Arbeit an Raising Sand von Robert Plant und Alison Krauss in Empfang nehmen konnte. Laut Elton war T-Bone „ehrlich gesagt der einzige Produzent auf der ganzen Welt, der das Zeug dazu hat, eine Platte wie diese mit uns aufzunehmen.“

Verglichen mit seinen eher kommerziellen Veröffentlichungen, bricht Elton John mit The Union nunmehr in eine vollkommen andere Richtung auf: Er hat ein Album aufgenommen, bei dem sich alles um seine persönlichen Helden und Vorbilder dreht, während er hin und wieder sogar an die jugendlichen Anfänge seiner Karriere zurückdenkt. In Stücken wie Hey Ahab oder Hearts Have Turned To Stone verschmelzen rockige Honky-Tonk-Melodien und Gospel-Anflüge perfekt zu einer Einheit, während er mit der Soul-Ballade The Best Part Of The Day noch einmal unterstreicht, wie prägend der Memphis-Sound und das Label Motown für ihn als Teenager waren. „Ich musste erst einen Schritt zurückgehen, um vorwärts zu kommen und den Tracks dieses Live-Feeling verpassen zu können. Ich will keine glatten Pop-Singles mehr aufnehmen. Ich liebe es zwar, Songs für die Scissor Sisters zu schreiben oder auf einem Tupac-Album als Gast aufzutreten, doch davon abgesehen bin ich nur noch daran interessiert, wirklich gute Alben aufzunehmen, die meinem Alter entsprechen und zu dem Punkt passen, an dem ich in meinem Leben stehe.“

„Ich dachte mir also, wenn ich eine neue Platte mache, dann will ich mich eher an Modern Times von Bob Dylan orientieren“, so Elton weiterhin. „Sie sollte zeitgenössisch und zugleich alt und einfach nur klassisch klingen – ein Rezept übrigens, das mir Neil Young schon seit Ewigkeiten ans Herz gelegt hat. Alben wie Exile On Main St. von den Rolling Stones klingen so schön kantig, weil sie genauso aufgenommen wurden: live und in lockerer Atmosphäre.“

Es ist hinreichend bekannt, dass Leon Russell zuletzt für mehrere Jahre von der Bildfläche verschwunden war – auch wenn ihn Kenner und eingeschworene Fans natürlich niemals vergessen haben. Schuld daran sei eine Mischung aus Pech, schlechtem Gesundheitszustand und, wie er selbst einräumt, der einen oder anderen falschen Entscheidung gewesen, wobei Elton und sein Team ab sofort alles dafür tun wollen, dass die Südstaaten-Legende nicht noch einmal in der Versenkung abtaucht: „Ich will mit ihm auftreten und weitere Alben aufnehmen; und ich werde alles dafür tun, dass er in Zukunft ein etwas besseres Leben führen kann. Als nächstes ist ein Konzert im Beacon Theatre in New York geplant und dann noch eine Show mit T-Bone Burnett –, und kommendes Jahr werde ich Leon dann auf meine nächste große Tour mitnehmen.“

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