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Eltern an die Macht: Warum wir es besser wissen als Lehrer, Erzieher und Psychologen
 
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Eltern an die Macht: Warum wir es besser wissen als Lehrer, Erzieher und Psychologen [Taschenbuch]

Gerlinde Unverzagt
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (11. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548373917
  • ISBN-13: 978-3548373911
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 513.026 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gerlinde Unverzagt
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein starkes Pamphlet gegen politische und gesellschaftliche Bevormundung der Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder« FAZ, Christian Geyer, 17.03.10 »Kernbotschaft ist die Rückeroberung der Intuition. Eltern sollen das tun, was sie für richtig halten.« Welt am Sonntag, Katrin Weber-Klüver, 28.03.10 »Vergnüglich zu lesen. In geschliffener Polemik wendet sich die Autorin gegen die Tendenz, Eltern ›unter Generalverdacht‹ zu stellen und ans ›staatliche Gängelband‹ zu hängen, und trifft dabei oft pointiert ins Schwarze.« Die Presse, Bettina Balàka, 3.4.2010

Kurzbeschreibung

Der gesunde Menschenverstand hat bei Eltern längst abgedankt. Sie sind zutiefst verunsichert: Sollen sie autoritär erziehen oder ihre Kinder mitentscheiden lassen? Müssen sie Putzfrau, Chauffeur und Animateur in einem sein? Oder kann Überfürsorge schaden? Es reicht: Eltern dürfen sich nicht länger bevormunden lassen. Sie müssen wieder lernen, der eigenen Intuition zu vertrauen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gospelsinger TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Die Verfasserin des 'Lehrerhasser'-Buchs hat wieder zugeschlagen und erweitert ihre harsche Kritik auf die gesamte Schule, auf den Staat und auf Experten. Ihr provokativer Schreibstil würde sich in Form einer Glosse gut lesen, ist auf Buchlänge gestreckt jedoch ziemlich anstrengend.
Auch wenn ich ihr in ihrer Kernaussage, dass Intuition der beste Erziehungsratgeber ist, Recht gebe, bin ich mit Unverzagts Argumentationsweise nicht einverstanden. Unverzagt wiederholt sich oft, und ebenso oft widerspricht sie sich auch selbst. So beklagt sie sich, dass Eltern in der Schule keine wirklichen Mitspracherechte haben, gleichzeitig postuliert sie aber, dass Schule Sache der Lehrer und Erziehung Sache der Eltern sein sollte.
Ärgerlich finde ich, wie unsauber Unverzagt argumentiert und dass sie Behauptungen nicht belegt. Zum Beispiel wenn sie die Annahme, dass Erfahrungen in der Kindheit den Verlauf der weiteren Entwicklung bestimmen können, schlichtweg als 'falsch' abtut, ohne Gegenargumente zu bringen. Oder auch, wenn Unverzagt die fehlenden Mitsprachemöglichkeiten der Eltern in der Schule bei der Auswahl der Lehrer bemängelt, wobei sie übersieht, dass Personalentscheidungen in erster Linie nicht in der Schule, sondern im Schulamt getroffen werden.
Belegt wird auch nicht, dass angeblich alle Eltern unter Generalverdacht des Staates stehen. Auf die Zielgruppe dieses Buches wird das sicherlich nicht zutreffen. Unverzagt macht aber leider keinen Unterschied zwischen den unterschiedlichen Arten von Eltern. Sie konzentriert sich auf die Überbehütenden und lässt dabei die Gleichgültigen und Vernachlässigenden außer Acht.
Auch gegen Erziehungsratgeber zieht Unverzagt ins Feld. Die teilweise widersprüchlichen Vorschriften der jeweiligen Ratgeber führen ihrer Ansicht nach bei den Eltern zu Schuldgefühlen und Konkurrenzdenken. Das mag zutreffen. Aber war das denn früher anders? Da kamen die mehr oder weniger ungebetenen Ratschläge zwar nicht aus Büchern, sondern von Verwandten, Freunden und Nachbarn, die alles vermeintlich besser wussten, aber für die damaligen Eltern war das sicherlich nicht weniger verwirrend.
Einige Aussagen von Unverzagt finde ich berechtigt, zum Beispiel ihre Kritik an der Bildungs- und Familienpolitik, an der Frühförderungsmanie und an Eltern, die lieber Kumpel ihrer Kinder sein wollen, statt Regeln durchzusetzen. Diese Kritik kommt allerdings in Form von Gemeinplätzen daher, die keine vernünftige Diskussionsgrundlage bieten.
Wie schon im 'Lehrerhasser'-Buch polarisiert Unverzagt und negiert eine konstruktive Zusammenarbeit von Eltern und Schule. Positive Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Schule, wie ich sie als Elternvertreterin seit Jahren mache, kommen bei ihr einfach nicht vor. Dass sie darüber frustriert ist, merkt man beim Lesen.
Zur Anregung einer kontroversen Diskussion ist dieses Buch jedoch gut geeignet.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Überflüssig 13. Juli 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Buch, das die Welt nicht braucht. In bester Stammtischmanier wird argumentiert, undifferenziert werden Staat, Erzieher, Lehrer/Schulen angeklagt als Gegner der Eltern. Den massiven gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen der letzten 300 Jahre, die sich ohne Zweifel auf das heutige Familien- und Elternbild auswirken, widmet die Autorin gerade einmal vier Sätze. Verurteilt aber den Staat über Seiten für eine "schärfere" Gesetzgebung in Sachen Familie.
Die Autorin scheint es z.B. als Zumutung zu empfinden, wenn Lehrer an die Eltern appellieren, die Sauberkeit der Mappen-/Heftführung zu kontrollieren. Sie als Mutter muss es ja nicht machen und kann der Sache einfach ihren Lauf lassen. Als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb bin ich allerdings froh über jeden Azubi, der bereits eine gewisse Ordentlichkeit und Sauberkeit im Umgang mit Dokumenten an den Tag legt.
Ich kann mich nur anderen kritischen Rezensionen an dieser Stelle anschließen. Ein Buch, das die Welt nicht braucht.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Buch wie das vorliegende war lange überfällig. Nach all den Erziehungsratgebern a la Winterhoff und anderen, die die meisten Eltern gegen ihre Absicht noch mehr verunsichert haben, legt Gerlinde Unverzagt, alleinerziehende Mutter von vier Kindern unter dem Titel "Eltern an die Macht" ein Buch vor, in dem sie begründet, "warum wir es besser wissen als Lehrer, Erzieher und Pädagogen".

Das ist natürlich etwas überzogen, doch genauso wie bei ihrem unter dem Pseudonym Lotte Kühn 2006 veröffentlichten Bestseller "Das Lehrerhasserbuch" liebt es Gerlinde Unverzagt auch hier wieder, mit spitzer Feder zu schreiben.

Dabei kommt es ihr, berechtigterweise, nur auf folgendes an: Eltern dürfen sich von den massenhaft angebotenen Ratgebern von Pädagogen, Psychologen und Therapeuten nicht länger verunsichern lassen.
Sie müssen wieder lernen, ihren gesunden Menschenverstand einzusetzen, auf ihre eigenen Gefühle und Impulse zu achten. Sie müssen den Mut aufbringen zu eigenen Entscheidungen und nicht bei jeder kleinen "Abweichung" den hauptsächlich literarischen Rat von sogenannten Fachleuten einholen. Denn je mehr die Eltern verunsichert sind, schaden sie den eigenen Kindern. Denn die brauchen nichts weniger als das. Keine Entscheidung oder Intervention, weil ich unsicher bin, ist meistens schlechter als eine falsche. Und die Kinder verlieren auf die Dauer den Schutz und den Halt, den nur Eltern bieten können, wenn es geht, starke Eltern. Ihre Stärke wächst aber nicht mit der Zahl der von den Eltern konsumierten Erziehungsratgeber, sondern nur mit und durch erwachsene elterliche Gegenüber. Denn Kinder können nur wachsen an Menschen, die schon er- wachsen sind.

Gerlinde Unverzagt macht Eltern Mut, ihr Selbstvertrauen und ihr Selbstbewusstsein wieder zurückzugewinnen. Fehler werden Eltern immer machen, aber der größte Fehler ist, nichts zu machen oder etwas gegen die eigene Einsicht, auch wenn es ein Dutzend Ratgeber empfehlen. Durch meinen siebenjährigen Sohn hatte ich in den letzten Jahren im Kindergarten viele Gespräche mit Eltern, die unter der Flut von Ratgebern leiden und ihre Kinder noch mehr. Eltern, die ihre eigene Angst vor der Zukunft kompensieren, indem sie Kinder von einer Maßnahme in die anderen karren, bis dann überhaupt eine Zeit mehr bleibt, für den unendlich wichtigen Kontakt, den Kontakt zu meinem Kind, ohne irgendeine erzieherische Absicht. Einfach so.

Für mich persönlich haben Kinder und meine Beziehung zu ihnen noch eine andere Dimension. In einer Predigt an Pfingsten, wo ich versuchte, mich dem zu nähern, was die Bibel den Heiligen Geist nennt, habe ich das so beschrieben:

"Seit unser Sohn David auf der Welt ist, ja, eigentlich schon, als meine Frau und ich spürten, dass er zu uns gekommen war, einige Tage, bevor die Schwangerschaft durch den Test sozusagen amtlich war, vergeht kaum ein Tag, wo ich nicht für längere oder auch kürzere Zeit, manchmal sind es nur Sekundenaugenblicke, im Innersten berührt unser Kind anschaue, ihm zuhöre. Ich kann dann in diesem Sekundenaugenblick dieses Wunder immer noch nicht begreifen, dieses Gottesgeschenk und was es mit meinem Leben gemacht hat. Wie dieses Kind das eigene Kind in mir, das Wertvollste und Heiligste wachruft und am Leben hält. Wie es eine Liebe in mir weckt und erhält, wie es mein Leben, wie es das Leben in unserer Familie bereichert und begeistert - ich kann das manchmal mit meinem Verstand nicht fassen.
Und ich nenne das den Geist Gottes, der mir, der uns dieses Geschenk macht."

Mit oder ohne diese Dimension: Kinder sind ein Geschenk, wir brauchen und dürfen sie nicht dressieren. Indem wir auf uns selbst achten, erwachsen werden und bleiben, dabei dennoch nie das eigene innere Kind vergessen, werden wir diesem Geschenk gerecht.
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