Ich war auf der Suche nach einer preisgünstigen Nachfolger zu unserer AEG EA 150, die einen hervorragenden Espresso mit Crema zauberte (3 verschiedene Siebträger Einsätze) und zudem noch eine richtig druckvolle Dampfdüse zum Milchaufschäumen hatte. Nach ca. 5 Jahren gab leider die Pumpe ihren Geist auf.
Die ELTA EM300 kommt hier nicht annähernd ran. Sie ist zwar nett anzusehen, aber bereits beim auspacken stellt man fest, dass diese gewichtstechnisch viel zu leicht ist; dadurch steht das Teil relativ instabil - was sich bspw. beim festzurren des Siebträgers negativ bemerkbar macht.
Damit kommen wir gleich zum Hauptmanko: Der Siebträger ist für die Größe der Maschine viel zu überdimensioniert; zumal unter den Siebträger tatsächlich nur 2 kleine Espressotassen Platz haben. Normalerweise benötigt man pro Tasse Espresso 1 Messlöffel; wenn man sich an diese Menge hält, kommt eine schwarze Brühe raus die weit von einem guten Espresso ist; nimmt man mehr Pulver, dann wird das Gebräu bitter und ungenießbar. In mehreren Versuchen ist es nicht gelungen, eine Crema zu erzeugen - etwas, das unsere AEG EA 150 "blind" drauf hatte; egal welche Kaffeemarke/Sorte man genommen hat.
Sehr unpraktisch ist acuh, dass der Wasserbehälter nicht abnehmbar ist; und äußerst irritierend: Wenn man den Dampfdüsen-Knopf drückt, gelangt beim Aufheizen heisses Wasser zurück durch das Ventil in den Wasserbehälter.
Und der Milchaufschäumer ist ein totaler Witz: Es kommt im wahrsten Sinne des Wortes nur heisse Luft aus der Düse, ohne entsprechend hohen Druck, der zum Aufschäumen notwendig ist. Das laue Lüftchen erzeugt maximal Sprudelblasen, die man auch mit einem Trinkhalm machen kann. Und Ja: ich bin genau nach Anleitung vorgegangen! (zuerst vorheizen, warten bis Lämpchen erlischt, dann Dampf-Drehknopf leicht aufdrehen).
Bei dem günstigen Preis darf man sich keine Wundermaschine erwarten; und gutes Produktdesign reicht leider nicht für einen guten Espresso.