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Elric von Melnibone, Die Sage vom Ende der Zeit
 
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Elric von Melnibone, Die Sage vom Ende der Zeit [Broschiert]

Michael Moorcock
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Produktinformation

  • Broschiert: 1004 Seiten
  • Verlag: Heyne (1972)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453310608
  • ISBN-13: 978-3453310605
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,6 x 6,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (42 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 202.537 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eric von Melnibone von M. Moorcock, 16. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Elric von Melnibone, Die Sage vom Ende der Zeit (Broschiert)
Die schönsten Geschichten sind doch immer die düstersten...

Elric of Melnibone von Michael Moorcock, das erste Buch der Elric-Serie.

Vor dem Hintergrund des langsamen Zerfalls eines einst weltbeherrschenden Imperiums von Wesen, die dunkle, intrigante Elfen sein könnten, sucht Elric als Herrscher dieses Reiches seinen Weg. Er ist mehr nachdenklich und zynisch, wo er stolz und agressiv sein sollte. Durch eine schwere Geburt körperlich beeinträchtigt und nur durch Magie und Drogen fähig zu regieren ist er eigentlich mehr ein Anti-Held. Sein Widersacher Yyrcoon scheint manchmal mehr der typische Herrscher zu sein als Elric. Natürlich intrigiert er gegen Elric und versucht auch mehrmals, ihn zu töten, wie vom Leser erwartet. Doch Elric tötet ihn nicht, es gibt kein Happy End im klassischen Sinne und ich nehme die Spannung nicht aus der Geschichte, wenn ich verrate, daß Yyrcoon sein Ziel am Ende des Buches auf seltsame Art und Weise fast erreicht zu haben scheint.

Die Welt von Elric ist düster und herzlos. Elrics Volk wird von den jüngeren Königreichen als Dämonen angesehen und auch dementsprechend gehaßt. Gefangene werden vor dem Herrscher gefoltert und gequält, ohne daß es Elric berühren würde. Sklaven werden getötet und müssen als Strafe verspeist werden. Doch nie hat man den Eindruck, als würde Michael Moorcock die Szenen unnötig grausam gestalten, manchmal werden sie fast klinisch beschrieben, kurz und meist in einigen Sätzen und es wird dem Leser überlassen, sich das Bild in allen Farben auszumalen. Vielmehr dienen sie als Erklärung, wieso Elric seinen Hang zur Unabhängigkeit, dem Bruch mit Traditionen, zu Gefühlen wie Ehre und Vergebung so seltsam findet und wie er trotzdem versucht, diese in seine Welt zu implementieren, ohne auf seine Aufgaben als Herrscher vergessen zu können.

Die Götter und Wesen, die diese Welt bevölkern, sind egoistisch und manipulativ. Ihre Hilfe kostet immer etwas, meist einen Preis, den der Hilfesuchende nie bezahlen würde, wenn er die volle Tragweite erkennen würde und all die Probleme, die es mit sich bringt. Dennoch läßt sich Elric auf einen Handel mit einem der Chaos-Lords ein, um seine große Liebe zu retten. Er weiß, daß er damit etwas beginnt, was viel größere Dimensionen annehmen könnte. Er weiß auch, daß er manipuliert wird. Elric versucht, seine eigenen Entscheidungen zu treffen und sich nicht allzu leicht in eine Richtung drängen zu lassen. Ein weiteres gutes Element, daß in diesem Band anklingt, sind die zwei Schattenklingen, die die Macht haben, selbst Götter zu töten, doch auch ihren Preis fordern. Elric kann eine der Klingen finden, doch die andere verschwindet. Schließlich kommt es zwar zu einem Kampf zwischen Elric und Yyrcoon, doch Elric wählt nicht den offensichtlichen Ausweg, weder für seinen Feind, noch seine große Liebe...

Alles in allem ein sehr gutes Buch, daß durch sein feines Spiel mit der Frage, wer wen manipuliert und durch die Möglichkeit der Identifikation des Lesers mit allen, guten wie bösen Charakteren auf jeden Fall eine spannende Lektüre verspricht.

Bis jetzt gibt es acht Bücher in der Elric-Serie:

Elric of Melnibone
The Sailor on the Sea of Fate
The Weird of the White Wolf
The Vanishing Tower
The Bane of the Black Sword
The Stormbringer
Elric at the End of Time
The Fortress of the Pearl

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der Beginn einer neuen Fantasyära, 12. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Elric von Melnibone, Die Sage vom Ende der Zeit (Broschiert)
Mit diesem Buch hat Moorcock dem Fantasygenre ein neues Gesicht gegeben. Seine Art des Erzählens und die Art der Geschichten sind wohl einzigartig. Sein Stil ist es, Philosophie und Mythologie zu verschmelzen und zusätzlich ziemlich abgefahrene, manchmal absurde Stories aufzubauen. Mit Elric wurde der Beginn dessen geschaffen, was nun der Zyklus des Ewigen Helden ist.

Sicherlich ist Elric mit eines der besten Bücher, da es eben schließlich der Beginn ist. Auch sprachlich ist Moorcock wohl einer der begabtesten aus dem Fantasybereich. Was die Story betrifft, so stehen die anderen Bücher der Reihe Elric wohl in nichts nach, wohl aber was die Faszination für die Hauptfigur betrifft. Ich denke, das ist der Grund, warum viele dieses Buch für Moorcocks bestes halten.

Rein von der Geschichte her denke ich, wie oben schon erwähnt, hinken die anderen Bücher aber nicht hinterher. Vielmehr finde ich, merkt man an manchen Abläufen, dass Mr. Moorcock hier eben noch ein paar Jährchen jünger - also Anfang bis Mitte 20 - war. Speziell meine ich damit die extrem vielen Kämpfe. Trotz allem tut es den 5 Sternen keinen Abbruch, da Moorcocks geniales philosophisches Konzept von Ordnung, Chaos, dem Multiversum usw. voll durchkommt. Als ich das Buch mit 19 Jahren das erste mal gelesen habe, war es für mich ein Durchbruch im Fantasybereich und neben dem HdR stellungsgleich, wenn auch natürlich eine ganz andere Klasse.

Dennoch seien Fantasyfans der "altmodischen" Art gewarnt, denn Moorcocks Bücher sind wohl nicht jedermanns Sache. Sie verlangen sehr viel Phantasie, abstraktes Denken und die Fähigkeit trotz vieler Action und Kämpfe das Tiefsinnige zu erkennen. Ich habe schon von einigen gehört, die dem nichts abgewinnen können, also vielleicht erst einmal reinlesen oder ausleihen.

An all die anderen kann ich nur eine absolute Topempfehlung rausgeben, aber ich denke, Ihr kennt Moorcock ohnehin schon und liebt seine Bücher.

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Elric ist nur ein Teil des ganzen Helden!, 23. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Elric von Melnibone, Die Sage vom Ende der Zeit (Broschiert)
Elric von Melniboné ist nur ein Teil einer kompletten Person. Das ist ja gerade das aussergewöhnliche an dem Konzept des ewigen Helden. Und Er repräsentiert den Tragischsten aller Teile. Klar mag der Charakter für Jemanden der eher tanzende Hobbits, einen singenden Tom Bombadil und ach so böse Orks im Fantasy-Genre favorisiert als sehr melancholich und morbide vorkommen. Teilweise ist Moorcock's Welt nicht so detailverliebt wie die von Tolkien. Dennoch hebt sie sich von vielen Fantasy-Clichees deutlich ab, die Ihrerseits nur in Tolkien's Fußstapfen laufen. Erst wenn man auch die anderen Bücher "Der ewige Held", "Corum" und "Die Sage vom Runenstab" liest und auch die anderen Inkarnationen ein und der selben Gestalt kennenlernt, erkennt man die vielen kleinen raffinierten Parallelen und auch die interessanten Widersprüche in Moorcocks komplexen Multiversum. Vom ewigen Gefährten (bei Elric: Mondmatt <= Super Charakter mit enormer Tiefe) über den Konkurrenzkampf mit seiner Nemesis (Bei Elric: Yrkoon; Theleb Karna) meist wegen einer Frau (wen wunderts ;) bis über den entscheidenden Kampf zwischen der Ordnung und dem Chaos (Was nicht mit Gut und Böse gleichzusetzen ist). Dabei spielen die Götter in diesem ganzen sich immer wiederholenden Zyklus auch nur Marionettenrollen. Während die Themen: Schicksal, Gleichgewicht der kosmischen Waage, die Frage nach dem Weiterbestehen von verwurzelten Traditionen, Formen der Ordnung aus dem Chaos, etc. auch philosophisch interessierte Leute voll auf ihre Kosten kommen lassen.

Ganz ehrlich! Hinter alldem was Moorcock geschrieben hat steckt viel mehr, als ich zu kapieren wage. Aber eins ist sicher: So einfältig wie manch Einer hier über eins der größten Fantasy-Philosophie-Werke geurteilt hat ist es auf keinen Fall.
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