Herrlich,dieser Film ! Wer selbst einmal in der Psychiatrie 'einsaß',der wird schmunzeln,wenn die beiden Hauptdarsteller ,mit ihren Neurosen und diversen anderen Mechanismen ins kalte Wasser des norwegischen Stadtlebens geschmissen werden.Der Staat hat die Aufgabe,langjährig hospitalisierte Psychiatriepatienten,in den Alltag zurückzuführen. Mit einem Betreuer und dem Sozialamt,so glaubt er,wird es zu meistern sein...Und so kommen Elling und sein hünenhafter Freund in die neue Umgebung einer Dreiraumwohnung.Diese passen sie erst einmal dem Abiente des bisherigen Domizils,Psychiatrie an...So,mehr verrate ich nicht..Sie schaffen es,immer wieder neue Alltagsfragen zu bewältigen, auf so eigene und liebevolle Weise, daß mir beim Film die Tränen kamen.Dieser Streifen macht die Situation seelisch erkrankter Menschen ein Stück weit deutlich. Ein Stück weit, denn ganz so einfach, wie die beiden ihren Weg finden,ist es im realen Leben ,zwischen Neurose und Psychose nicht.Egal, denn der Inhalt konnte so zu einem Kinofilm geformt werden, der nicht aus den amerikanischen Horror-Psychiatrie-Filmproduktionen stammt.Ich vermute, daß Norwegen sich der Problematik, der Eingliederung von seelisch Erkrankten,mehr Gedanken gemacht hat,als viele andere Fortschrittsländer,in denen das Leben ausserhalb der Psychiatriemauer nicht gerade einfach gemacht wird...
Elling ist klasse und lohnt sich anzuschauen !