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Elizabeth - The Golden Age [UK Import]
 
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Elizabeth - The Golden Age [UK Import]

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
144 von 155 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Es ist manchmal ganz interessant zu beobachten, wie die zeitgenössische Mode sich auf den Inhalt eines Films auswirkt. Die beiden "Elizabeth"-Teile sind dafür ein schönes Beispiel.

Als "Elizabeth" 1997 auf den Markt kam, waren gerade Shakespeare-Verfilmungen "in" und auch die Gattung der "CelebPics", die das Privatleben berühmter Personen beleuchteten (z.B. "Mein Mann Picasso", "Shakespeare in Love"). "Elizabeth" schaffte es hier auf meisterhafte Art, sich diesen Trend zunutze zu machen und daraus gleichzeitig doch ein hoch anspruchsvolles, düsteres Kammerspiel zu entwickeln, wie man es in dieser Qualität nur selten zu Gesicht bekommt.

Beim zweiten Teil, "Elizabeth - The Golden Age", spürt man an vielen Stellen den Einfluss der Fantasy-Welle, die seit einigen Jahren durch die Kinos schwappt - und das tut dem Film leider nicht besonders gut. Wenn die Königin in schimmernder Rüstung und mit flatternden Haaren an der Küste ihres Landes steht und mit bedeutungsschwangeren Worten die apokalyptische Seeschlacht kommentiert, die sich am Horizont abspielt, dann wirkt das gerade so, als würde Gandalf auf den Mauern von Minas Tirith Wache halten oder Saruman von Isengard aus seine Verwünschungen versenden.

Obwohl der zweite Teil über weite Strecken recht gefällig anzuschauen ist, so kommt er doch wesentlich kommerzieller und trivialer daher als Teil eins. Wenn man der Fortsetzung einige starke historische Ungenauigkeiten vorwirft, so hat sich der Film diese Kritik selbst zuzuschreiben; der erste Teil bewegte sich fast im zeitlos-abstrakten Raum und ging auf meisterhafte Art dem allgemein-menschlichen Herrschaftsstreben nach. Der zweite Teil handelt dagegen in der Hauptsache die bekannten zeitgenössischen Ereignisse ab und muss dann eben auch akzeptieren, dass wissenschaftliche Erbsenzähler doch einiges an der historischen Genauigkeit zu bemängeln haben.

Was die Leistung der Schauspieler angeht, so kann ich mich der Begeisterung um Cate Blanchett nicht so ganz anschließen. Es steht völlig außer Frage, dass es momentan kaum eine Schauspielerin ihres Alters gibt, die es in puncto Talent und Charisma mit ihr aufnehmen könnte; ihre Darstellung besitzt stets eine physische Wucht, die man bei weiblichen Schauspielern selten findet und die eher an die körperliche Präsenz eines Denzel Washington erinnert.
Trotzdem finde ich, dass Cate Blanchett in einzelnen Szenen zwar großartig, im Zusammenwirken dieser Szenen aber für meinen Geschmack zu zerfasert herüberkommt. Ganz offensichtlich war es das Bestreben der Regie, der Hauptdarstellerin möglicht viele große Szenen zu verschaffen, und darüber verlieren die Story und Elizabeths Charakter ein wenig an Linie. Es hat etwas von "See-Europe-in-five-days", wenn der Film fleßig, aber eben auch hektisch und reichlich oberflächlich verschiedene Stationen und Personen abklappert - da taucht Maria Stuart auf, dann schaut Francis Drake kurz mal rein, wir erfahren etwas über Walsinhams Bruder usw. Da hat sich der erste Teil geschickter angestellt, der sich durch sein hohes, abstraktes Niveau dem Diktat des Schulbuchstoffs entzogen hat.

Aber damit kein falscher Eindruck entsteht, es ist trotzdem durchaus lohnend, den optisch prachtvollen zweiten Teil anzuschauen. Man darf aber eben nicht die cineastische Klasse des Vorgängers erwarten. Um es so auszudrücken: "Elizabeth" war "arte"-Niveau, "Elizabeth - The Golden Age" ist "ProSieben".
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Achtung: Diese Rezension sollte von Leuten nicht gelesen werden, die die historischen Ereignisse oder den Film (noch) nicht kennen.
Dieser Film weist eine sehr starke Tendenz zur schwarz-weiss Malerei auf, ich werte dies aber nicht negativ, weil eben diese schwarz-weiss Malerei einiges über unsere Zeit, aber auch das 16. Jahrhundert aussagt: Maria Stuart und Philipp von Spanien sind niederträchtig und bösartig und wollen das englische Volk unterdrücken, während Elisabeth gute und reine Absichten hat und Frieden, Freiheit und Wohlstand für ihr Volk erstrebt. Elisabeth wurde schon damals als jungfräuliche Königin inszeniert. Die menschlichen Schwächen, die sie zeigt, werden letztlich alle zum Wohle des Staates überwunden. Was bleibt, ist eine übermenschliche, quasi göttliche Lichtgestalt, die eins mit England ist. Gerade die Szene nach der Niederlage der Armada, als Elisabeth auf das Meer und die brennenden Schiffe der Spanier blickt und man danach die Zelebration ihres Triumphes verfolgt, ist besonders stark und hat den Charakter einer Apotheose: Elisabeth hat eine solche Stärke bewiesen, dass sie im Augenblick ihres grössten Triumphes nun Gott näher ist als gewöhnlichen Menschen. Ob nun Absicht oder nicht, das lässt sich als Kritik der Heldenverehrung und Stilisierung einer Person deuten, da als Kontrast ja auch Elisabeths menschliche, "schwache" Seite gezeigt wird, für die es aber keinen Platz gibt, wie sich herausstellt: Zwar herrscht sie über England, aber England herrscht auch über sie. Auch heute noch haben viele Menschen, gerade in Europa und Amerika, das Bedürfnis nach Heldenverehrung und den Wunsch nach etwas, das grösser als sie selbst ist. Es ist nicht wichtig, wie eine Person wirklich ist, sondern dass sie für die Öffentlichkeit etwas repräsentiert. Dem wurde vielleicht durch diesen Film bewusst entsprochen.
Cate Blanchett überzeugt durch sehr souveränes Spiel - alle anderen Personen stehen in ihrem Schatten, was sicher beabsichtigt ist.

Wohl war auch damals auf beiden Seiten die Tendenz vorhanden, die jeweils andere Seite als böse und sich selbst als gut darzustellen, ebenfalls eine Parallele zu heute, wenn man etwa an den Islamismus, Präsident Bush, den Irakkrieg usw. denkt. Elisabeth wird im Film als Verteidigerin der Glaubens- und Gewissensfreiheit dargestellt, während König Philipp von Spanien für den Heiligen Krieg und für den freiheitsberaubenden, fanatischen Katholizismus steht. Interessanterweise gleicht Philipp äusserlich nicht der historischen Vorlage, er sieht vielmehr wie ein Araber aus. Der historische Philipp war blond und hatte offenbar einen sehr hellen Teint: http://www.lsg.musin.de/Geschichte/!daten-gesch/16-17jh/philipp2.jpg

Letztlich schätze ich, dass der Film recht vielfältige Interpretationen zulässt. So muss jeder für sich selbst entscheiden, was er in diesem Film zu sehen oder nicht zu sehen glaubt. Für einen Historiker ist nicht die Frage interessant, ob der Film historisch korrekt ist oder nicht (er ist natürlich wie die meisten Historienfilme ziemlich unhistorisch), sondern die Art, wie etwas dargestellt wird, denn über diese Frage lassen sich Vermutungen anstellen, wie unsere heutige Gesellschaft aussieht und wie historische Ereignisse, Strukturen und Prozesse kollektiv wahrgenommen werden. Man kann sich fragen, wieso dieser Film so und nicht anders dem Publik präsentiert wird. Welcher Zeitgeist soll damit angesprochen werden?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Pompöse Kostüme 24. August 2011
Von rosenna
Format:DVD
Ich finde, der Film ist gut gelungen. Die Schauspieler sind exzellent! Doch die Kostüme in diesem Film gefallen mir ganz und gar nicht, denn sie wirken irgendwie zu pompös! Die Stoffe der Kostüme finde ich zu "rauschig". Manche Gewänder sind zu modern für die damalige Zeit. Einer der Hauptdarsteller trägt fast schon "jeans-artige" Klamotten.
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Chick-flick Romanze mit einem modernen Thema: Familie oder Karriere.
Dieser Film ist die Fortsetzung zum Kinofilm Elizabeth. Der erste Teil aus dem Jahr 1998 erzählte die Geschichte von Elizabeth I bis 5 Jahre nach ihrer Krönung, als sie... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Tagen von callisto veröffentlicht
Oscarverdächtige Leistunge
Einfach nur anschauen und Cate Blanchetts performance geniessen. Der Film ist sowohl vom Erzählerischen als auch von der Umsetzung her sehr gut gelungen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Dany1283 veröffentlicht
Stark gemacht
Mein grundsätzliches Interesse an Königsgeschichten all die Machenschaften und die Schwierigkeiten des Königs- Königinseins wurden sehr bereichert. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Ragaji veröffentlicht
gelungene Forsetzung
Eine gelungene Forsetzung, aber nicht ganz so gut wie der erste Teil. Sollte man aber gesehen haben, Cate Blanchett spielt wieder ganz wunderbar.
Vor 5 Monaten von Martina31 veröffentlicht
Cate Blanchett ist eine tolle Schauspielerin, aber...
irgendwie reißt mich der Film nicht mit. Irgendwann hab ich sogar angefangen mich nebenher anders zu beschäftigen. Das ist sehr Schade!
Vor 7 Monaten von Biene veröffentlicht
Cate als Elizabeth - es funktioniert
Ebenfalls eine tolle Verfilmung über einen Lebensabschnitt der englischen Königin und der Geschichte des Landes. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von FilmFan veröffentlicht
ElizabethI.Das goldene Zeitalter
Nach "Elizabeth" war die neugier gross auf eine Fortsetzung!
Zur grössten Freude erschien diese Fortsetzung endlich,wieder mit Kate Blanchet in der Hauptrolle! Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von I. Mbow veröffentlicht
Nicht so packend und schlüssig wie der erste Teil
Wie schon der erste Teil, so ist auch dieser wieder hochkarätig besetzt. Cate Blanchett ("Der Herr der Ringe"), Clive Owen ("King Arthur"), Rhys Iffans ("Radio Rock... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von S. Simon veröffentlicht
Schade
Es ist wirklich schade, solch ein schöner Film und dann auf blu-ray eine ganz grobe Auflösung, weit ab von jeder bekannten blu-ray. Z.T. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Matthias Bartsch veröffentlicht
der 2. Teil ...
... im Großen und Ganzen ist dieser Teil der Elizabeth Geschichte ja nicht schlecht - aber ehrlich gesagt ist es ein typischer zweiter Teil der an den ersten sensationellen... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Angelika veröffentlicht
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