Diese Biografie ist sicherlich nicht nur für diejenigen interessant, die sich näher für Afria interessieren. In Anbetracht der Tatsache, dass derzeit ein Film über Ditator Idi Amin in die Kinos kommt, ist es sicher hilfreich, dessen Regierung auch aus der Sicht einer seiner engsten Mitarbeiter kennenzulernen, um zu verstehen, wie er zu dem Tyrannen wurde, als der er im Film dargestellt wird. Genau das gelingt Elizabeth Nyabongo (die derzeitige ugandische Botschafterin in Berlin ist) sehr gut. Sie schildert den Alltag in Idi Amins Regierung und die Gefahr, in der jeder schwebte, der mit ihm in Kontakt stand. Außerdem schildert sie sehr genau, wie das ugandische Königreich Toro aufgebaut war, erklärt Sitten und Bräuche und schildert wie der Alltag im önigreich aussah. Gleichzeitig geht sie sehr tiefgründig auf die Geschichte ihres Königreichs, so wie auch auf die der übrigen Reich ein. Diese Schilderungen erstrecken sich allerdings über mehrere Kapitel und sind daher etwas ermüdend, da die familiären Verbindungen oft sehr kompliziert sind und sich zudem viele Namen sehr ähneln. So verliert man leicht den Überlick. Später schildert die Autorin die Zeit in der Uganda britische Kolonie war. Das ist sehr interessant, denn man erfährt, warum auch heute noch ein gespanntes Verhältnis zwischen den beiden Staaten herrscht.
Ferner schildert sie, für meinen Geschmac allerdings nicht ausführlich genug, ihre Ausbildung an der Cambridge University, sowie die Zeit in der sie für Idi Amin gearbeitet hat. Irgendwie wird dabei alles nur bruchstückenhaft angerissen, wirkt unvollständig. Zum Abschluss geht sie noch auf ihr Leben nach ihrer Flucht aus Uganda ein.
Insgesamt ein Buch, welches den Leser sehr viel Wisen über die Geschichte Ugandas vermittelt.