Nachdem ich bisher fast alle Bände rund um Lynley und Havers gelesen habe, gebührt diesem Buch die unumstrittene Pole-position aus dieser Serie.
Der zugleich erste Band von der Autorin besticht durch eine Tiefe und Glaubhaftigkeit der einzelnen Charakter, die sich vom Hauptdarsteller bis zum kleinsten Nebendarsteller durchzieht. Egal ob es die Klassenkämpfe der Polizeibeamten trifft, oder die Kleingeister von Yorkshire, dem besorgten Pfarrer oder dem vermeintlichen Täter, alles ist nachvollziehbar, in sich schlüssig und macht ungeheure Freude es zu lesen.
'Gott schütze dieses Haus' ist eine umfassende Charakterstudie aller Beteiligten und wird dabei kein bißchen fad oder unglaubwürdig. Der unumstößliche Beginn mit dem Mord Robertas an ihrem Vater spannt den Bogen für einen packenden Roman, wie man in nur einmal, oder vielleicht zweimal im Jahr zur Hand nimmt.
Die letzten fünfzig Seiten las ich mit roten Wangen und pochenden Herzen, nichts und niemand hätte mich davon abhalten können, den Roman mit diesem Atemzug zu beenden.
Fünf Sterne aus vollstem Herzen, weil sechs oder sieben nicht möglich sind.