Elite - viele rümpfen bei diesem Begriff die Nase. Und das zu Recht, denn gerade in jüngster Vergangenheit erschütterte eine Reihe von Skandalen das Vertrauen in Unternehmenslenker und Staatsmänner. Aber ohne eine Elite geht es nicht. Um auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen zu können, brauchen wir die erfolgreichen Macher in Politik,Wirtschaft, Kultur oder Sport, die das Land auf der Grundlage von Werten und Verantwortung führen. Daniel F. Pinnow erklärt das deutsche Unbehagen gegenüber seinen Eliten in einem historischen Zusammenhang und wirbt für die Notwendigkeit eines neuen Elite-Verständnisses. Dieses setzt Persönlichkeiten voraus, die Werte wie Redlichkeit, Ehre und Selbstbewusstsein hochhalten und sich für die sozialen Belange der Gesellschaft engagieren, damit sie als Vorbilder akzeptiert werden. "Elite ohne Ethik?" wagt den Versuch, das Bild der neuen Führungsgeneration zu zeichnen - durchaus mit Optimismus. Denn es gibt sie bereits, die Klinsmänner, Merkels oder Wiedekings, die zupacken und sich ihrer Verantwortung bewusst sind. "Elite" muss neu gedacht und mit Inhalten gefüllt werden: Dazu leistet Pinnow einen wichtigen Beitrag. Für ein neues Verständnis unserer Eliten.
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Produktbeschreibungen
Pressestimmen
Pinnows Plädoyer für gesellschaftliches Engagement ergänzt die Elitedebatte zwischen Julia Friedrichs Gestatten: Elite-Schelte, Heiko Schmolls Lob der Elite und definiert den Begriff ähnlich wie Holger Rust in dessen Elite-Missverständnis. (Financial Times Deutschland, enable 02/2009)
Über den Autor
Daniel F. Pinnow zählt zu den namhaften Managementexperten im deutschsprachigen Raum. Seit 1997 ist er Geschäftsführer der Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft GmbH. Er ist Trainer und Coach für Top-Führungskräfte und hat einen Lehrauftrag für Personalführung und HR-Management an der TU München.
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Ein hervorragendes Buch, das mir aus dem Herzen spricht. Anspruchsvoll gestaltet und doch leicht zu lesen. Anhand von vielen Beispielen aus der Wirtschaft sowie Interviews mit namhaften deutschen Managern werden Begriffe wie Ethik, Werte, Verantwortung sowie Elite durchleuchtet und diskutiert. Deutschland braucht neue Eliten, um sich den Herausforderungen der Zukunft, wie Globalisierung und demographischer Wandel, stellen zu können. Das ist der zentrale Diskussionspunkt dieses Buches. Absolut empfehlenswert!
"Ohne Rücksicht auf Verluste! Anstand und gute Sitten haben in der freien Wildbahn von Wirtschaft und Gesellschaft keinen Platz mehr!" Gängige (Vor-)Urteile, die die breite Masse über "die Eliten" fällt. Und nach wie vor aktuell, wie die jüngsten Auswüchse von einzelnen sog. Vetretern der Eliteschicht zeigen. Pinnows professionelle Auseinandersetzung befaßt sich mit "Elite & Ethik" naturgemäß differenzierter. Leicht zu lesen, dennoch gründlich und mit Anspruch. Pinnows Thesen sind keine Generalabrechnung. Viel mehr ordnen sie Anspruch und Erwartung an Eliten in den gesellschaftlich allgemein anerkannten Kontext: Vorbild, Werte, Verantwortung, Moral, Mäzenatentum, aber auch Motor für die Innovations- und Zukunftsfähigkeit der gesamten Gesellschaft. Seine konkreten Beispiele liefern vielfältige Denkansstöße, ohne jeden aufdringlichen alleinigen Wahrheitsanspruch. Für jeden, der selbst nachdenken möchte, was er aus seiner Zugehörigkeit zur besseren Schicht machen möchte, unbedingt lesenwert!
Das neue Buch "Elite ohne Ethik? Die Macht von Werten und Selbstrespekt" von Daniel F. Pinnow begnügt sich in einer Zeit in der Werte in vielen Unternehmen bereits zum Fremdvokabular zählen nicht mit sachlicher Kritikt - wie dies leider viele andere Werke zu diesem Thema tun - sondern vermittelt auch die Vision einer neuen "Elite" die zum Nachdenken und Nachmachen anregt. Dabei wird zuerst ein informativer Überblick über das Thema vermittelt, bevor Entscheidungsträger aus der Wirtschaft "wertvolle" Einblicke in die Wertevorstellungen ihrer Unternehmen gewähren und Pinnow abschliessend seinen Ansatz der systemischen Führung in Zusammenhang mit ethischer Führung bringt. Besonders in diesem letzten Teil wird deutlich wie wichtig es ist, dass das Thema "Werte" nicht nur von Theoretikern diskutiert wird, sondern dass kompetente Führungspersönlichkeiten praxisbasierte Lösungsansätze aufzeigen.
Herr Pinnow, unter anderem Geschäftsführer der Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft GmbH erklärt in seinem Buch anschaulich und fundiert, warum Deutschland eine neue Führungselite braucht, und welche Eigenschaften diese mitbringen muss. Contra exklusive Zirkel und kurzfristige Interessen zeichnet die neue Elite, so der Autor, vor allem Sozialkompetenz, Achtung vor sich selbst und Kompromissfähigkeit aus. Bereits im Vorwort werden Kernaussagen und Sympathien Herrn Pinnows sehr deutlich. Ungewöhnlich klare Stellungnahmen zu einzelnen Persönlichkeiten fand die Rezensentin dabei sehr erfrischend. So lobt der Autor beispielsweise Angela Merkels Kompromissfähigkeit und deren Verzicht auf dominantes Altherrengehabe und Machtspielchen" und bezeichnet an anderer Stelle, das Verhalten Gerhard Schröders bei dessen Wahlniederlage als Weigerung eines Machthungrigen, Einfluss abzugeben". Elite ohne Ethik?" gliedert sich in 3 Hauptkapitel und ein abschließendes Resümee. Im ersten Kapitel setzt Pinnow sich mit dem Ethikbegriff auseinander und leitet nachvollziehbar her, welche Werte heute über Unternehmenserfolg entscheiden. Die Situation in Deutschland ist laut Pinnow geprägt durch Vertrauensmangel und Kommunikationsprobleme, gelebte Wirtschaftsethik findet man vorwiegend im Mittelstand. Der Autor zeigt, warum kein Unternehmen ohne ethische Grundsätze langfristig wirtschaftlich erfolgreich sein kann, warum Streben nach Profit nicht unmoralisch, und Vertrauen der profitabelste Unternehmenswert ist. Bei seinen beispielreichen Erläuterungen reicht Pinnows originelle Zitatewahl von Horst Köhler bis zu Hägar dem Schrecklichen.... In Kapitel zwei folgen eine umfassende Definition des Elitebegriffs und die Erklärung, warum sich das aktuelle Bildungssystem schwer tut, eine neue Führungselite hervorzubringen. Pinnow hält beispielsweise den Wunsch nach Homogenität beim Bildungszugang für illusionär und gefährlich, man müsse vielmehr verstehen, dass beispielsweise handwerkliche Leistung genauso wichtig sei wie geistige. Eliterekruitierung orientiert sich laut Pinnow (hier stimmt er der Kritik Michael Hartmanns zu) nach wie vor primär an Habitus und Herkunft. Kapitel drei, das Herzstück dieser gelungenen, wissenschaftlich fundierten Analyse setzt sich mit den erforderlichen Eigenschaften der neuen Führungselite auseinander. Hier ist insbesondere die weise Erkenntnis hervorzuheben, dass jeder der führt, sich zunächst mit dem eigenen Ich beschäftigen sollte - eine nach Pinnow eher unbeliebte Thematik bei den aktuellen Managern. Die Kunst, sich selbst zu managen, so Pinnow, hat als Basis die Bewusstmachung, dass Veränderung die Regel ist und es keine Beständigkeit gibt. Systemisch führen mit einem eigenen flexiblen Führungsstil, den man individuell der Situation und Person anpasst, ist laut Pinnow folgerichtig der Schlüsselfaktor. Zum besseren Verständnis für Laien liefert er eine Erläuterung der Systemtheorie als Basis gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Funktionsmechanismen gleich mit. Im Folgenden setzt der Autor sich mit der Bedeutung von Spiritualität und Vertrauen auseinander. Spiritualität ist laut Pinnow so wichtig, weil Geld nicht für Sinn im Leben sorgt. Vertrauen schafft Motivation und Energie und ist Basis für Kooperation. Wer integer ist kann kaum manipuliert werden. Zudem bestätigen Ergebnisse der Evolutionsforschung, dass der Mensch eine Tendenz zu altruistischen Verhaltensweisen hat. Das Kapitel runden Interviews mit Vertretern der neuen Führungselite ab, die auf Fragen zu Werten, sozialer Verantwortung (corporate social responsibility), Leistung und Spiritualität antworten, wie z.B. Klaus Hipp, der in seinem Ethik-Management-Programm festgelegt hat, dass Handeln stets auf langfristige Erfolgserzielung auszurichten ist. Insgesamt ist Elite ohne Ethik nicht nur für Personaler und Manager ein lesenswertes Buch, weil Fragen nach Sinn und Werten jeden betreffen. Der Autor vertritt seine Thesen dabei derart authentisch und facettenreich, dass man über das eine oder andere Thema gerne persönlich mit ihm diskutieren möchteLesen Sie weiter... ›
"Elite ohne Ethik?" von Daniel F. Pinnow ist ein Plädoyer für mehr Mut und Menschlichkeit, für verantwortungsvolles Handeln und Integrität - sich selbst und anderen gegenüber. Ein Plädoyer für vermeintlich tradierte Werte, die im Bewusstsein derer, die im wirtschaftlichen Aufschwung der 90er Jahre den Neokapitalismus bereits final zu obsiegen sehen meinten, längst zu einer Randerscheinung geworden sind. Dass eine Rückbesinnung ein Blick nach vorn sein kann, und dass basierend darauf Spiritualität und Gefühl nicht Schwäche, sondern Stärke und somit nachhaltigen Erfolg in Unternehmens- und Mitarbeiterführung begründen, zeigt der Geschäftsführer der Akademie für Führungskräfte sowie Vordenker und Entwickler des systemischen Führungsansatzes in seinem neusten Werk auf ebenso eindrucksvolle wie Perspektiven öffnende Weise. Pointiert und mit vielen Beispielen veranschaulichend, doch nie mit erhobenem Zeigefinger zeichnet Pinnow ein ebenso zutreffendes wie differenziertes Bild von Mensch und Gesellschaft. Wissenschaftlich fundiert und inhaltlich überzeugend prägt er den Begriff der neuen Eliten; Führer im Geiste und Handeln, die sich durch ethisch fundierte Führung auszeichnen und nicht ihre Daseinsberechtigung aus Herkunft oder Habitus ableiten. Führer, die neue Wege gehen, die die Fähigkeit zur Selbstreflexion besitzen und Ethik zur Grundlage ihres Verhaltens machen. Menschen, von denen man sich gerade in der heutigen Zeit mehr wünschen würde.... Aufgrund treffsicher ausgewählter Beispiele und Erläuterungen oft nachdenklich stimmend, macht Pinnow doch Mut und rüttelt auf, regt den Leser an, sich und sein Verhalten zu hinterfragen und Verantwortung zu übernehmen. Explizit plädiert er dafür, auch altruistisch zu handeln und soziale und emotionale Kompetenz in seine Entscheidungen einfließen zu lassen. Eine Haltung, die indes nicht mit Gutmenschentum zu verwechseln ist; die vielmehr - und dies verargumentiert Pinnow sehr eindrucksvoll und überzeugend - sowohl für den einzelnen als auch für die Gesellschaft langfristig nachhaltige Vorteile schafft.
Betrachtet man heute Ursachen und Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftskrise wird die Aktualität des bereits 2007 erschienenen Buchs überdeutlich. Mehr noch, der mutige Schritt über die Grenzen der gängigen Führungsansätze hinaus und die innovative Kraft seiner Gedanken zu einem ebenso brisanten wie zukunftsrelevanten Thema werden nun belohnt. Ein Grund mehr zu wünschen, dass das vorliegende Buch auch die breite Öffentlichkeit findet, die es braucht, um am Ende die so notwendigen relevanten Veränderungen in Unternehmen und Gesellschaft bewirken zu können.Lesen Sie weiter... ›