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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Denkreise durch den Möglichkeitsraum, 16. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Elihu (Broschiert)
Das geradezu abenteuerliche und erkenntnisschaffende Eindringen in die Gedankenwelt ist im doppelten Sinne Thema des Buches: Durch den Fund einiger alter Floppy-Disks gelingt es, in Elihus „hinterlassenen Aufzeichnungen aus der Ewigkeit" einzudringen und dadurch wiederum in die ganzheitliche Denkwelt des Autors. Vordergründig wird eine auf zwei Realitätsebenen spielende Geschichte um Martin bzw. Elihu und Jemima erzählt, hintergründig die Frage nach dem Sein und speziell der Rolle des Menschen darin gestellt. Wenn man denn die Antwort darauf finden will, so kann man dies mit dem ganzheitlichen Bild des Alles im Einen, den sich aufhebenden Gegenätzen selbst von Gott und Mensch. Dies aber wird nicht esoterisch oder gar platt aufgedrängt, vielmehr in einen schillernd gewoben „Traumfaden" mit dem Wechsel von Gleichnissen, Märchenhaftem, Biblischem und Östlichem in den nüchternen eines Unfallopfer-Schicksals elegant eingewoben. Und - ohne die erkenntnistragende Überraschung vorwegnehmen zu wollen - auch diese alltägliche Geschichte führt uns das Problem vor Augen, dass wir wie durch einen Möglichkeitsraum wandern, Gefangene und zugleich Knüpfer von Entwicklungssträngen sind. - Das ist kein Gegensatz im Weltbild des Wolfgang Wallner F., in das einzudringen ich sehr empfehle, auch wenn mich persönlich der noch als dritten Faden eingewobene harte Zwirn erklärender und ergänzender Sachlichkeit etwas störte, für andere aber die Halteleine sein mag.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
ein interessanter Blick auf sich selbst und das Leben..., 2. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Elihu (Broschiert)
Stell Dir vor, Du findest Disketten. Auf einem Schrottplatz. Alte Disketten, die vom Besitzer weggeworfen worden sind. Mit einiger Mühe kannst Du auf sie zugreifen, und Du findest auf ihnen eine Art Tagebuch. Diese "Hinterlassenen Aufzeichnungen aus der Ewigkeit" ziehen Dich in ihren Bann. Zufälle? Gibt es sie? Leben und Tod - eine ewige Fortsetzungsgeschichte? Wie sind unsere Schicksale miteinander verknüpft? Die Fragen ziehen Dich in ihren Bann... Wallner führt den Leser in einer Erzählung durch Leben und Miteinanderleben seiner Protagonisten. Die Botschaft, die für mich da rüber gekommen ist lautet im Prinzip: es kommt darauf an, wie Du die Dinge angehst. Zufälle gibt es nicht. Manchmal hätte ich mir gewünscht, daß die Inhalte in eine etwas lebendegere Geschichte verpackt wären. Dann hätten wir ein deutsches Celestine. Da dies aber nicht ganz gelungen ist, gibt es "nur" 4 Punkte.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nichts für schwache Nerven, 3. Dezember 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Elihu (Broschiert)
Der Inhalt: Der Name Elihu ist hebräisch, im Alten Testament (Hiob oder Ijob) angeführt und bedeutet „ER ist mein Gott". Das Buch erzählt über den Fund von Disketten auf einer Müllhalde, in deren Dateien Fragmente einer Wanderung und Belehrung eines Menschen durch Zeiten und Religionen in ungeordneter Reihenfolge gespeichert waren. Anhand dieser Wanderung erfährt Elihu die „Verlagerung" Gottes vom Außen ins Innen: Ein Komapatient (Martin) durchschreitet, angeleitet von „Wesen", seine wichtigsten, bisherigen Leben und erfährt dabei die eigene Wesenheit und damit seine Aufgabe. Da die Aufzeichnungen Elihus unvollständig und teilweise beschädigt waren, tragen Ergänzungen aus verschiedenen Wissensgebieten durch den Autor zur Verständlichkeit bei. Das Buch Elihu eröffnet dem Leser überraschende, aber auch völlig neue Einblicke in alte Weisheiten und ermöglicht dadurch neue Denkweisen zu einem neuen Weltbild. Zum Beispiel wird der Leser darauf aufmerksam gemacht, dass der Engel „im Osten" vor dem Paradies Wache hält und was es damit auf sich haben könnte. Auch wird die Frage behandelt, mit welcher Begründung Gott zu Ijob sagen kann: „Und wenn ich das gesamte Universum eines Menschen vernichte, verursacht das nicht einmal ein Kräuseln auf der Oberfläche der Schöpfung!" Warum unterscheidet hier Gott (oder der Schriftsteller des Alten Testamentes) zwischen dem Universum und der Schöpfung? Dies alles wird literarisch, auch unter Verwendung taoistischer Stilmittel verständlich und empathisch dargebracht. Im Buch verschwinden die Grenzen zwischen Elihu dem Autor aber auch dem Leser wegen der logischen Auswirkungen der geschilderten Ereignisse immer mehr, so dass am Ende nicht mehr eindeutig die Person Elihus festzumachen ist. Wer ist Elihu? Vielleicht sogar der Leser selbst?
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