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Elgar: Cello Concerto/Dvorak/Respighi (Limitierte Edition incl. Bonus-CD)
 
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Elgar: Cello Concerto/Dvorak/Respighi (Limitierte Edition incl. Bonus-CD) [Doppel-CD]

Sol Gabetta , Danish National Symphony Orchestra , Edward Elgar , Antonin Dvorak , Ottorino Respighi , et al. Audio CD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Disk: 1
1. I. Adagio - Moderato
2. II. Lento - Allegro molto
3. III. Adagio
4. IV. Allegro - Moderato - Allegro ma non troppo
5. Sospiri, Op. 70
6. Salut d'amour, op. 12
7. La Capricieuse, Op. 17
8. Silent Woods, Op. 68/5
9. Rondo for Cello & Orchestra in G minor, Op. 94
10. Adagio con Variazione
Disk: 2
1. I. Marcatissimo
2. II. Dolcissimo

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Auf ihrer neuen CD präsentiert die Cellistin Sol Gabetta eines der wohl berühmtesten Werke für Cello: Edward Elgars legendäres romantisches Cellokonzert. Sol Gabetta hat dieses Werk in Deutschland schon oft gespielt und die Presse jubelte: „Sie findet eine berührende Balance zwischen Wärme und Melancholie, zwischen glutvollem und nachdenklichem Musizieren; ihr beseelter Ton verliert in keinem Moment an Intensität.“ (Generalanzeiger). Dies gilt auch für die Aufnahme, die Sol mit dem hervorragenden Danish National Symphony Orchestra unter Leitung von Mario Venzago in Kopenhagens bestem Konzertsaal bestritt. Das berühmte Elgar-Konzert wird auf der CD ergänzt durch wunderschöne neue Bearbeitungen von kleinen Werken von Elgar ("Salut d´amour", "Sospiri" und "La capricieuse") sowie romantischen Stücken von Antonín Dvorák („Waldesruh“, „Rondo)“ und Ottorino Respighi („Adagio con variazioni"). Die limitierte Erstauflage der CD erscheint mit einer Bonus-CD, auf der die spektakuläre Komposition „Gramata cellam – das Buch" für Cello Solo des lettischen Pianisten Peteris Vasks zu hören ist, die Sol Gabetta oft als Zugabe spielt und auf die ihre Fans schon lange gewartet hatten.

"Leidenschaft, Feuer, Witz und emotionalen Einsatz - all das versammelt Sol Gabetta bezwingend in ihrem Spiel…!
(Süddeutsche Zeitung)

"Sie findet vom ersten Moment an eine berührende Balance zwischen Wärme und Melancholie, zwischen glutvollem und nachdenklichem Muszieren. Ihr beseelter Ton verliert in keinem Moment an Intensität..
(Generalanzeiger)

„Sol Gabetta ist fabelhaft. […] Man hört vieles anders, als man es bei du Pré hörte, die Aufnahme ist eine echte Alternative. Wo du Pré leidenschaftlich und bezwingend durch die Musik fegte, entdeckt Gabetta wunderbare Details, sie ist nachdenklicher, und das passt ja zum Werk, das Elgars tiefmelancholische, vom Krieg und von privaten Tragödien gefärbte Antwort auf seine vorher oft so hohle Repräsentationsmusik war. […] Du Pré reißt immer noch mit, Gabetta macht eher nachdenklich. Und animiert häufig auch dazu, dem Augenblick ein Goethe’sches „Verweile doch, du bist so schön!“ zuzurufen.“
(Rondo, Feb. 2010)

„…die langgezogenen Kantilenen im vierten Satz von Elgars Cellokonzert sind einsamer, trauriger und schöner nicht vorstellbar. Sol Gabetta, die Wundercellistin aus Argentinien, spielt solche Passagen zum Dahinschmelzen.“
(Mannheimer Morgen, 06.05.10)

„Sol Gabetta ist einer der schillerndsten und erfolgreichsten Stars am Klassik Himmel. Ihre wunderbare Ungezwungenheit hat sie sich bewahrt.“
(Madame, 01.05.10)

„Anders als Stars, die live charismatisch sind und aus der Konserve kalt lassen, hält Gabetta, was ihre Auftritte versprechen. Für Elgars Stimmungen von melancholischem Witz, Zwielicht und Klage mobilisiert sie packend all ihre spielerischen Mittel.“
(WAZ, 08.06.2010)


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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tenor TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
Wie nobel Melancholie doch klingen kann, Elgars 'Cellokonzert' ganz emotional, schlicht und elegant - von Sol Gabetta interpretiert!

Seelenschmerz und Seelentrost. Zwiesprache des Komponisten mit seinen intimsten, innersten Gefühlen, seiner unendlichen Einsamkeit, Verzweiflung, Melancholie, Trauer über Krieg, Tod, Verlorenes, Unwiederbringliches, Endlichkeit. Retrospektive 1919? Eher zeitlos!

Gefühl- und sehnsuchtsvollste Empfindungen, introvertierte Dialoge in der Sprache der Musik, Erinnerungen an bessere Zeiten, Zurückliegendes, erlebtes Glück, Dankbarkeit für Schönes, eingedenk Elgars sich stetig entwickelnder Depression, Zukunfts-Ängste.

Dies und noch viel mehr kann sich dem aufmerksamen Zuhörer erschließen, wenn Sol Gabetta das Konzert für Violoncello und Orchester e-moll op. 85, das Edward Elgar 1919 unter dem Eindruck des 1. Weltkrieges und sehr persönlicher Gefühlslagen schuf, interpretiert, im Konzertsaal und auf dieser neuen CD. Auf ihre Weise schenkt sie dem eher nicht extrovertierten Werk ganz eigenständig und behutsam ihre Kunst, stellt nicht etwa ihre unzweifelhafte Virtuosität in den Vordergrund, sondern exponiert Elgars Emotionen höchst subtil, schlicht, elegant, edel und eben niemals 'hyper-virtuos', gibt dem Werk so viel emotionale Schönheit (zurück), die nach den 'traditionellen' Auffassungen der 60er/70er Jahre und seither aufgrund zuweilen etwas einseitig empfundener Vorbilder oftmals hinter den dann folgenden 'virtuosen Euphorien' verloren gegangen war.

Das unterscheidet Sol Gabettas Einspielung mit dem wunderbar mitgehenden Danish National Symphony Orchestra unter Leitung von Mario Venzago doch sehr deutlich von anderen Aufnahmen, die dem Werk gelegentlich eine unnötig übertriebene Virtuosität aufsetzten. Sol Gabetta lässt Elgars Gefühle feinsinnig neu aufleben, gibt den Melodiebögen weiten Raum, artikuliert ideenreich, ihre schier endlose Musikalität und ihr Klangfarbenreichtum entlocken dem Werk zeitlose Emotionen; so ist diese Interpretation eben kein Aufguss sentimentaler Nostalgie.

Man kann / darf im Konzert für Violoncello und Orchester e-moll op. 85 von Edward Elgar wieder schlicht menschliche Emotion pur und den zeitlosen Genius des Komponisten erleben, seiner Gefühlswelt nachspüren, seinen tiefen Seelenschmerz nachempfinden, aber auch viel wärmenden Seelentrost entgegen nehmen, dank Sol Gabettas inniger Cello-Interpretation. Nobel!

Drei neue Bearbeitungen kleinerer Werke von Elgar ('Salut d'amour op. 12', 'Sospiri op. 70' und 'La capricieuse op. 17'), weiter zwei romantische Stücke von Antonín Dvorák ('Waldesruh op. 68 Nr. 5', 'Rondo g-moll op. 94')' sowie Ottorino Respighi (''Adagio con variazioni') ergänzen diese CD bestens hinsichtlich Repertoire und Interpretation.

Weiter liegt dieser limitierten Erstauflage auch noch eine Bonus-CD bei mit Peteris Vasks hinreißender Komposition 'Gramata cellam '- das Buch für Cello Solo', den Konzertbesuchern von Sol Gabetta schon vertraut, denn dies ist eine ihrer favorisierten Zugaben, mit der sich die Künstlerin gern auch selbst begleitet: Cello solo plus Gesang - wunderbar!
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tobias Fabian-Krause TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Edward Elgar ist ja vor allem bekannt für seine Pomp-and-Circumstance-Märsche, die er für die Krönung König Edward VII. 1902 komponierte. Diese strotzen ihrem Titel gemäß vor Temperament und Feierlichkeit und haben natürlich auch einen stark britisch-imperialistischen und kriegerischen Beiklang, der wohl auch durchaus intendiert war.
Das spezielle Flair der Last-Night-of-the-Proms wäre ohne diese Märsche wohl kaum denkbar. Ansichtssache, ob man dies nun humorlos als britischen Nationalismus interpretiert oder ob man die selbstironische Komponente, dieser durchaus weltoffenen Veranstaltung anerkennt.
Edward Elgar jedenfalls sollte man nicht auf "Pomp and Circumstance" reduzieren. Hört man sein Cello-Konzert begegnet einem ein sehr kontemplativer, spätromantischer Komponist.
Dass der große Star der medialen Aufmerksamkeit im Cello-Bereich, Sol Gabetta, im Schumann-Jahr das Elgar-Konzert veröffentlichte verwundert mich persönlich ein wenig. Was wäre marketingtechnisch logischer gewesen als auf den Schumann-Zug aufzuspringen? Doch die Entscheidung fiel auf Elgar. Mir ist nichts über die Motive bekannt, ob Sol Gabetta mit Schumann weniger anfangen kann (in ihrem Konzertprogramm tauchen vereinzelt Kammermusikstücke aus seiner Feder auf), ob sie sich bewusst gegen den Trend der ritualisierten Komponistenverehrung in Jubiläumsjahren stemmt oder ob die Entscheidung für Elgar überhaupt nichts mit einer Entscheidung gegen Schumann zu tun hat, ist mir nicht bekannt.

Zur Darbietung des Elgar-Konzerts möchte ich hauptsächlich betonen, dass ich vollauf begeistert bin. Sol Gabetta beweist für mein Ohr viel Feinfühligkeit, Artikulationsgeschick und ein gutes Gespür dafür, das Stück weder romantisch-süßlich-kitschig oder zu pathetisch melancholisch zu spielen, noch es auf der anderen Seite betont steril zu spielen. Es passt für mein Ohr einfach. Gleiches ließe sich über die Orchester-Begleitung durch das Danish National Symphony Orchestra sagen, wobei das Stück tatsächlich so angelegt ist, dass das Orchester sehr im Hintergrund der Solistin steht.
Die Tracks 4,5,6 enthalten Adaptionen von Stücken Elgars, die sich klanglich nicht groß vom Cello-Konzert abheben. Aus meiner Sicht gelungene und sinnvolle Ergänzungen, wobei ich gestehe, die Originale nicht zu kennen.
Mit Dvoraks "Waldesruh" sowie einem Rondo aus seiner Feder wurden des weiteren 2 Stücke ausgewählt, die mir noch kein Begriff waren, die ich aber als große Bereicherung empfinde. Die Waldesruh ist eine wunderschöne Schilderung einer Naturstimmung ohne dass mir dabei wirklich ein naturalistischer Bezug etwa durch Vogelstimmenimitation oder ähnliches aufgefallen wäre. Einfach ein schönes, eher ruhiges und doch irgendwie fröhliches Stück. Das Rondo ist ebenfalls wunderschön anzuhören.
Mit Ottorino Respighis Adagio con variazioni, einem ebenfalls eher kontemplativen, ruhigen Stück wird die Haupt-CD sehr gelungen abgerundet.
Die Bonus-CD enthält 2 Stücke des lettischen Komponisten Peteris Vasks aus seinem Opus "The Book for solo cello", das nach Aussagen des Komponisten im Booklet einen Protest gegen Krieg und Ausgrenzung und ein Plädoyer für Liebe und Frieden darstellen soll, das unter dem Eindruck des Eisernen Vorhangs entstanden ist. Sol Gabetta, die sich ja auch schon ausführlich mit Schostakowitsch befasst hat ist mit dem Komponisten eng befreundet.
Die beklemmende Atmosphäre von Krieg und Ausgrenzung wird im ersten Teil des Stückes durchaus eindringlich dargestellt, um für Liebe und Frieden zu werben ist mir der zweite Teil zu schrill und dissonant, wobei ich gestehen muss, dass ich mit der typischen zeitgenössischen "klassischen Musik" Stand heute nichts anfangen kann. Als Hintergrundmusik für einen Dokumentarfilm vielleicht, aber nicht für den Musikgenuss durch den CD-Player. Aber hierzu mögen sich Menschen äußern, denen besagter Musikstil mehr zusagt.

Ergänzung, 29.3.2010: nachdem ich mittlerweile zumindest das "Dolcissimo", also den zweiten Teil der Komposition von Vasks live von Sol Gabetta bei ihrem Konzert in Landau in der Pfalz gehört habe (Elgars Cellokonzert und "Sospiri" übrigens auch), muss ich meine Einschätzung zu Vasks zumindest so weit revidieren, dass dieses Stück live eine ungeheure Wirkung hat. Die technische Schwierigkeit dieses Stücks fällt einem Laien wie mir, wenn man die Solistin live "arbeiten" sieht, deutlich stärker auf. Doch das Stück ist nicht nur technisch schwer, sondern bedarf auch eines enormen Einfühlungsvermögens. Sol Gabetta hat dieses. Auch den Gesangpart, der zu Dolcissimo gehört und von der Solistin selbst bewerkstelligt wird, klingt sehr ergreifend. Ob man allerdings den gleichen Effekt beim CD hören hat, kann ich nicht vollends beurteilen. Mir fiel der Zugang beim Anhören der CD vor dem Konzert eher schwer.

Der CD-Klang ist für mein Ohr absolut ausgezeichnet. Das Booklet ist ansprechend gestaltet und enthält Informationen gehaltvolle Informationen über Elgar, Dvorak, Respighi, einen Beitrag von Peteris Vasks über sein Stück (leider darüber hinaus nichts über den Komponisten), ein Kurzportrait von Sol Gabetta und dem Danish National Orchestra, also nahezu alles, was man sich wünschen würde.

Die Haupt-CD ist vorzüglich gelungen und ich kann sie nur voller Überzeugung empfehlen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Sol Gabetta hat sich mit der Einspielung des Elgar Konzertes natürlich in Konkurrenz zu Jacqueline Du Pré begeben. Und wer eine Neuauflage des espressivo-Tones und der Leidenschaftlichkeit der legendären Britin erwartet hat, wird möglicherweise etwas enttäuscht sein. Aber Sol Gabetta besitzt neben ihrer makellosen technischen Brillanz (2. Satz!) und ihrem Wissen um historisch angemessene Interpretation (siehe ihre Vivaldi und Haydn-Konzerte)zusätzlich auch einen unglaublich langen Atem. So langsam habe ich das Elgar-Konzert noch nicht gehört, oder sollte man eher sagen, so von innerer Ruhe und Melancholie erfüllt? Mit anfänglich sparsamstem Vibrato eröffnet der erste Satz, die Künstlerin zeigt keinerlei eitle, aufgesetzte Selbstdarstellung und sie ist in der Lage, schier unendliche Melodien zu spannen. Sinnlichkeit entfaltet sich in scheinbarer Zeitlosigkeit. Orchester- und Celloklang sind äußerst plastisch aufgenommen und Mario Venzago begleitet mit seinem dänischen Orchester auf allerhöchstem Niveau.
Ob mit den Bearbeitungen der dem Konzert folgenden Miniaturen von Elgar dem Komponisten wirklich entsprochen wird, darf allerdings bezweifelt werden. "Salut d'amour" ist vom Bearbeiter derart auf Instrumentationskunst hin strapaziert worden, dass die Einfachheit und Natürlichkeit des "Liebesgrußes" völlig verloren geht. Wer will, kann hier sogar Klangelemente aus "Pomp and circumstances" entdecken, was meiner Meinung nach doch etwas zu aufgesetzt wirkt. Die Zugabe von Vasks ist ohne Zweifel gelungen und meines Wissens die erste Aufnahme mit einer Cellistin, was beim gesungenen Part natürlich besonders ohrenfällig ist - allerdings empfinde ich hier die Version von David Geringas als noch etwas etwas überzeugender. Alles in allem: eine gelungene Produktion, die sich merklich von der legendären Du Pré-Einspielung abhebt und in der Sol Gabetta ihre künstlerische Eigenständigkeit unter Beweis stellt.
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