Dieses Buch hätte meiner Meinung nach ein bißchen mehr Pep vertragen können. Es ist zwar auf jeden Fall ein Muß für Hohlbein-Fan, aber auch für Leser, die zwar gerne Fantasybücher lesen, welche jedoch nicht zu horrormäßig sein sollen.
Vielleicht lag es an der Kooperation der beiden Autoren, ich kann mich ja auch irren, aber ich finde dieses Buch hätte ruhig ein wenig übertriebener gewesen sein, ein paar mehr länger währende Gefühle, seien sie nun von fröhlicher oder trauriger Natur. Doch irgendetwas überdeckt dieses Buch wie ein unsichtbarer Schleier, durch den Gefühle nur bedingt gelangen. Das Buch ist zwar packend geschrieben, und vermittelt Spannung, Wut, Angst, Freude, Liebe oder Trauer wirklich anschaulich und für den Leser verständlich, jedoch ist es irgendwie nicht passend für einen so ausdrucksstarken und intensiven Titel wie ,,Elfentanz", welchem sich die Autoren auch erst ganz zum Schluss widmen.
Ich will nicht, dass ein falscher Eindruck meiner Meinung über dieses Buch entsteht, würde ich es so schlecht finden, hätte ich ihm wohl kaum vier Sterne gegeben. Die Geschichte ist wirklich kein abgelatschter Schinken, sondern eine schöne Geschichte, die zwar (so glaube ich), nicht in unserer Zeit spielt, durch die die Grundaussage aber dennoch gut vermittelt wird.
Nun zum Inhalt:
Als der junge Helder Timo in seinen Heimatbergen einen Gorm beobachtet, wissen er und seine Eltern sofort was zu tun ist. Da Ahriman, der Herrscher des Bösen seine Kreaturen ausgesandt hat, muss dies den Anfang eines bösen Krieges bedeuten, wenn er es schaffen sollte, sich mit den Menschen gegen die Elben, Elfen und Helder zu verbünden. So reisen die drei Helder nach Muuren Shant, eine Stadt in der Nähe der Berge. Dort finden sie jedoch kein Gehör beim Stadthalter, lediglich ein paar Gaukler hören ihnen zu und verstehen den Ernst ihrer Worte.
In der Nacht noch fliehen die Helder mit Hilfe der Gaukler, da der Stadthalter sie umbringen will, um Gerüchte über Ahrimans Aufstieg zu vermeiden.
Danach versuchen Timo und seine Eltern eine große Festung der Elben zu erreichen.
Nach mehreren Tagen Fußmarsch begenen sie im Wald einer Elfe, die mit einem Gorm kämpft. Nachdem der Gorm gemeinsam besiegt wurde, erfahren sie den Namen der Elfe : Gaia. Sie ist die Herrscherin der Elfen und will auch die Festung der Elben erreichen.
Dovh bei einem erneuten Angriff werden sie und Timo's Eltern von Gormen und deren dunklen Reitern, den Daewas verschleppt.
So geht Timo seinen Weg allein. Doch er trifft die Gaukler wieder, welche mit ihm zusammen zur Festung reisen. Dort stellt sich heraus, dass die vermeintlichen Gaukler Elbenkönige und Prinzen sind. Timo erfährt, dass er auserwählt worden ist um in den Silberwald der Elfen zu ziehen. Aber da die Elbenfestung angegriffen wird, muss Timo auf einer Riesenlibelle fliehen. Die Familie, die ihm Aufnahme gewährt, wird ebenfalls von Gormen und Daewas angegriffen.
Abermals flieht Timo, und landet in einem schneeweißen Wald.
Dort trifft er die Abendmutter, die ein sagenumwobenes Geheimnis umgibt ...
Als Timo letztendlich zu Ahriman ins dunkle Reich kommt, entbrennt ein gnadenloser Kampf.
Wie er ausgeht, was mit Timo's Eltern und gaia passiert ist, und was es mit dem ,,Elfentanz" auf sich hat, muss jeder selbst lesen !
Ich finde dieses Buch trotz leicht abgeschirmter Gefühle richtig gut. Die spannende Geschichte regt nach einem fast offenen Ende zum Weiterträumen an, und ich würde es allen Hohlbein-Fans, und auch Hohlbein-nicht-Kenner empfehlen, so etwa ab 12 oder 13 Jahren. Ein schöner Roman !