Der Autor hat einen interessanten und witzigen Erzählstil, doch die vielen Fragezeichen in Klammern hinter gedachten Aussagen und die oft vorhandenen "Gänsefüsschen" haben den Lesefluss etwas gestört. Manchmal hatte ich das Gefühl, daß hier nicht die ganze Erzählkraft geschöpft werden konnte und diese Lösung als die beste erachtet wurde. Toll ist der Einfall, die Geschichte in mehreren Zeitebenen gegeneinander versetzt zu erzählen. So fügt sich zum Schluss alles zusammen. Ab dem letzten Drittel des Buches ging so etwas die Luft raus. Viele Elfen müssen sterben, Menschen werden gequält und kommen bizarr ums Leben... Irgendwann fragte ich mich nur noch: Reicht das jetzt nicht langsam? - Es war absehbar und ging immer in die gleiche Kerbe.
Zum Ende des Buches erscheinen auch immer mehr Rechtschreib- und Tippfehler, als würde das Buch "noch schnell zu Ende" geschrieben worden sein. Der Schluss ist etwas dürftig und ich hatte das Gefühl, daß noch irgendetwas fehlen würde und nicht erzählt worden sei. - Aber vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung!?
So ganz neu, wie überall angesprochen, ist die Geschichte auch nicht. Es geht um die Rettung der Elfin Luna (auf der ein Fluch lastet) durch den Jung-Magier Dvorkin (der hier eine persönliche Entwicklung durchmacht). Man stösst aber auch auf einige neue und unverbrauchte Charaktere. Vor allem durch Frosch Ivo, dem magischen Tier Dvorkins, ist der 4. Stern in meine Bewertung gekommen.
Seitenzahlen findet man im Buch leider nirgends, was mich etwas geärgert hat. (Wenn man freche Kinder hat, die gerne die bunten Papierchen aus Büchern ziehen, lernt man Seitenzahlen -als Groborientierung- zu schätzen!)
Für einen Erstroman -trotz der kleinen Einschränkungen- gut gelungen und ich denke, daß ich bei Fortsetzung (ein Wiedersehen mit Ivo?) auch weiterlesen werde :-)