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Elfenmagie: Roman
 
 
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Elfenmagie: Roman [Taschenbuch]

Sabrina Qunaj
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 976 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (20. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746627389
  • ISBN-13: 978-3746627380
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,2 x 5,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.183 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Sabrina Qunaj
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine neue Stimme in der deutschsprachigen Fantasy einfach zauberhaft!" Michael Peinkofer

Kurzbeschreibung

Die magische Elfenköngin Jahrtausende nach der Teilung Elvions erreicht die Fehde der Licht- und Dunkelelfen einen Höhepunkt. Mit dem Blut der Halbelfe Vanora könnte das Reich wiedervereint werden und die Königin Alkariel ihre alte Macht zurück erhalten. Die Dunkelelfen versuchen dies zu verhindern, indem sie das Mädchen versteckt halten. Nichts ahnend wächst Vanora in der Welt der Menschen bei ihrem Vater auf, bis das Schicksal sie eines Nachts einholt und der geheimnisvolle Glendorfil erscheint. »Eine neue Stimme in der deutschsprachigen Fantasy – einfach zauberhaft!« Michael Peinkofer

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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Clee's Bücherwelt VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Machen wir es kurz und schmerzlos: Dieses Buch ist das BESTE, das ich je gelesen habe. Ich mache keine Scherze und übertreibe nicht. Meinem Anspruch an die Literatur wurden hiermit neue Maßstäbe gesetzt und verdammt nochmal, ich habe nicht den blassesten Schimmer, wie man diesen jetzt noch gerecht werden soll. Na toll. Und mich darüber beklagen vermag ich noch nicht einmal ' höchstens wie ein liebestrunkener Gockel mit dem Buch durch die Stadt laufen und Qunajs Roman jedem ans Herz legen. Ja, das fiele mir leicht.

Ich habe es noch nie erlebt, dass ich eine Geschichte dermaßen gelebt habe. Vor ein paar Minuten war ich noch dabei, mir die restliche Wimperntusche von den Wangen zu kratzen, weil ich heulen musste wie eine umgekippte Regentonne, und das lag nicht nur daran, dass 'Elfenmagie' jetzt zu Ende ist.
Aus dieser Aussage könnte man herauslesen, dass dieses Buch keineswegs wie der 0815-Roman vor Kitsch trieft und dem Leser am Schluss durch ein perfektes Happy End auf Lebzeiten glücklich stimmt. Das tut es auch nicht. In Wahrheit hat es mein Herz wie eine Beere zerquetscht, was der Tatsache geschuldet ist, dass die Charaktere hierin nicht nur real sind ' sie leben! Und dadurch bekommt man von ihnen neben dem Glück und der Liebe auch all den Schmerz mit, der zu einem Leben nun mal dazugehört. Doch macht es mich andererseits glücklich zu sehen, dass die Autorin ihren Charakteren durchweg treu geblieben ist. Es kam nie der Moment auf, in dem ich mich fragte, was eine gewisse Person gerade wieder für Dummheiten ausheckt. Jede Handlung beruhte auf einer der Person eigenen Logik, gehörte zu dieser 'Figur', konnte nicht anders vollzogen werden, da es das Charakterbild der Person ausdrückte.
Allerdings finde ich, grenzt es schon an Körperverletzung, einem Leser diese innere Zerrissenheit bezüglich der Prota- und Antagonisten anzutun. Qunaj erzählt die Geschichte ihrer Helden aus mehreren Perspektiven und schafft es dabei, keinen zu kurz kommen zu lassen. Alkariel könnte man für die 'Böse' dieses Buches halten, doch nachdem man die Dinge aus ihrer Sicht betrachtet hat, versteht man sie und ihr Tun. Was bedeutet das Leben eines Einzelnen schon, wenn man der festen Überzeugung ist, durch den Tod dieser Person einer ganzen Welt ein Leben in Harmonie zu schenken? Die Krone über ein Land ist eine Bürde, die nur ertragen werden kann, wenn man seinen Überzeugungen treu bleibt, denn ansonsten würden die Zweifel einen vernichten. Wie kann man so jemanden also verurteilen?
Zu ihr findet sich das Gegenstück auf anderer Seite, die nur das Beste für ihren Teil der Welt will und deshalb ebenfalls Entscheidungen trifft, die Opfer verlangen, die man eigentlich nicht zu zahlen bereit ist. Doch wie kann man diese Person verurteilen, wenn dadurch so viele Leben gerettet werden?
Natürlich haben wir da noch Vanora und zwei der Männer in ihrem Leben, von denen einer mehr für sie als ein Freund ist. Eine Liebe auf diese Weise zu erleben, war für mich ein ganz neues Erlebnis. Muss es immer Glück und Unbeschwertheit sein, die mit der Liebe in Verbindung gebracht wird? Was ist mit den Schmerzen, die ein Mensch schon erlebt hat ' Schmerzen die nicht im Liebesglück vergehen, an denen man zu zerbrechen droht. Was ist, wenn es der Schmerz oder die Erinnerung an einen solchen ist, die einander vereint? Ist diese Liebe dadurch weniger gut, weniger wünschenswert? Lohnt es sich, daran festzuhalten, um später vielleicht zu entdecken, dass er zwar nicht heilbar ist, aber sich lindern lässt?
Lohnt sich das Leben nach dem innerlichen Tot erneut anzugehen, nur für den Augenblick?
Natürlich dreht sich nicht alles um romantische Beziehung und so auch hier nicht. Es geht auch um Freundschaft, um Verbrüderung aus der Not heraus und später vielleicht sogar aus mehr als das, um die Liebe in der Familie, um die Liebe zu seinem Land und dessen Bewohner, um Loyalität, Berechnung und Kalkulation, die aus einer Form der Liebe und nicht immer aus Machthunger entwächst. Und ich werde dem Beziehungsgefilde immer noch nicht gerecht.
Man ahnt es schon ' dieser Roman ist ein Wechselbad der Gefühle, doch keines dieser wirkt aufgesetzt, fehl am Platz oder überzogen. Alles fügt sich natürlich, passt sich stimmig dem Gesamtgefüge an.
Bei dem Aufbau der Elfenwelt ist es eben so. Winzige Details sind es, die 'Elvion' vor den Augen des Lesers auferstehen lässt. Die Elfen und ihre Gegensätze zu den Menschen wurden unglaublich fein herausgearbeitet. Beide Seiten haben eine Vergangenheit, eine Gegenwart und eine Zukunft ' die einem bis zum Schluss aber noch nicht gewiss erscheint, denn Qunaj schafft es einen mit immer neuen Wendungen zu überraschen und trotz einer Seitenstärke von fast 1000 Seiten die Spannungskurve stets angezogen zu halten. 1000 Seiten? Gefühlte 100 würde ich sagen. Wenn überhaupt.
Das Erstaunlichste ist wohl, dass ich bei der Komplexität der Welten und ihrer Bewohner nie überlegen musste, wer jetzt wer ist und was für einen Hintergrund er hat. Hierzu nochmal ein kräftiges Kompliment an die Autorin, weil es mir durchaus schon passiert ist, dass ich irgendwann durcheinandergekommen bin.
Hinzu mag ich es nicht sehr blutig, aber auch wenn es hier kampftechnisch hoch herging, war es mir nie zu viel. Das macht das Buch für mich nicht nur für Frauen perfekt ' Männer traut euch! Der Einband ist zwar rosa (und wunderschön, trotz schlapprigem Einband), aber hier stecken viele Schwarz- und Rottöne drin!
Und natürlich ' nicht zu vergessen ' es gibt auch einiges zum Lachen. Lang leben Bienli und seine Frau! Was werde ich seine Liedtexte vermissen ...

Auch die Sprache von Qunaj ist fesselnd, flüssig und beschreibt alles so plastisch, dass ich das Gefühl hatte, mitten drin im Abenteuer zu sein und nichts aus den Worten herausziehen zu müssen.

Ich kann es nur nochmal betonen: Für mich das beste Buch überhaupt.
Jetzt stell sich einer vor, dass wird mit dem zweiten Band noch getoppt ... oi, ich glaube, das hält man Herz dann nicht aus. Aber wer sagt denn, das ich nicht auch eine masochistische Ader beweisen kann: SCHNELL! GEBT ES MIR! GESTERN, BITTE!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von S. Buddensiek VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
"Los!" Eamon zog sein Schwert hinter der Schulter hervor und gab Antrax die Zügel frei, der sofort vorwärtsstürmte, gefolgt von einem Heer von Tausenden Dunkelelfen, um Alkariel endgültig zu schlagen. Er war siegessicher, spürte die Freude auf die Schlacht, als hinter ihm vom Abgrund her plötzlich ein ohrenbetäubendes Brüllen erklang. Die Erde erzitterte. Eamon drehte sich im Sattel um und traute seinen Augen nicht.
--

INHALT:
Vanora ist bei ihrem Vater aufgewachsen und hielt sich eigentlich immer für recht normal, auch wenn sie immer das Gefühl hatte, dass an ihr etwas anders ist. Das bestätigt sich, als der geheimnisvolle Glendorfil in ihr Leben tritt, ein Elf, der zu ihrem Lehrer und Freund wird. Denn sie erfährt: Sie ist eine Halbelfe und kann daher Magie ausüben. Was sie jedoch nicht weiß, ist, dass sie die Einzige ist, die die Barriere zwischen dem in zwei Hälften geteilten Elfenland Elvion zerstören kann. Sie gerät in einen Kampf um Leben und Tod, in dem nur die Dunkelelfen auf ihrer Seite sind...und muss sich bald entscheiden: Liebe oder Bestimmung?

BUCHAUFMACHUNG:
Die Aufmachung des Werkes passt perfekt zu der Andersartigkeit in allen Bereichen - es ist düster mit dem riesigen Baum und dem rot-gelben Hintergrund. Man sieht nur den Schatten einer Frau, vielleicht den Vanoras. Der Titel ist golden geprägt und macht sofort aufmerksam. Alles in allem eine rundum gelungene Gestaltung!

MEINE MEINUNG:
Eine Empfehlung zu "Elfenmagie" habe ich vor einiger Zeit auf einem Blog gelesen und seitdem ließ es mich nicht mehr los. Daher war ich umso glücklicher, als ich es bei einer Leserunde gewann und lesen durfte. Noch glücklicher bin ich aber darüber, dass es mir so unglaublich gut gefallen hat, dass es definitiv einen Ehrenplatz in meinem Regal erhalten wird.

Sabrina Qunajs Debüt ist von Anfang an von einer Stärke, die ich so selten bei einem Erstlingswerk erleben durfte. Ihre Wortwahl ist absolut passend, oftmals von wunderschönen, bildlichen Beschreibungen durchsetzt und voller Wahrheit und nachdenklich stimmender Aussagen. Sowohl das Elfenreich, in dem die meiste Handlung spielt, als auch das Dorf in der Menschenwelt, in dem Vanora aufwächst, sind glaubwürdig und geradezu plastisch beschrieben; ich fühlte mich an jedem Ort, als wäre ich dabei, als würde ich alles miterleben, als wäre ich eine Figur des Buches.

Die Erzählung besteht entgegen meiner Erwartung nicht nur aus Vanoras Sicht, sondern auch noch aus der von vier weiteren Personen. Trotz der für mich meist nicht so angenehm zu lesenden personalen Sicht [jedenfalls im Gegensatz zu der Ich-Sicht] kommen die Gefühle, Gedanken und Ansicht jeder einzelnen Figur absolut glaubwürdig rüber. Vanora ist eine Protagonistin, die mich noch immer zwiegespalten zurücklässt - einerseits war sie mir sympathisch und ich bewunderte sie für ihren Mut, besonders zum Ende hin, andererseits wirkte sie manchmal sehr kalt, vor allem im Kampf. Sie hat viel Schreckliches erlebt, weshalb ihre Wandlung vom Anfang bis zum Schluss glaubwürdig dargestellt ist.

Auch einige weitere Figuren machen eine große Wandlung durch, vor allem in puncto Ansichten, doch gerade diese Veränderungen in den Charaktereigenschaften sind der Autorin wunderbar authentisch und fesselnd gelungen. Nevliin und Eamon sind für mich beide starke Persönlichkeiten, mit denen ich von Anfang an mitfieberte. Nevliin in seiner Gefühllosigkeit und Unnahbarkeit, die sich irgendwann wandelt und umschlägt; Eamon in seiner Sensibilität und seiner trotzdem fühlbaren Stärke. Und auch Bienli, den Kobold, habe ich sehr ins Herz geschlossen, vor allem, da er auch düstere Szenen mit tollen Sprüchen, Liedern und Witzen auflockert.

Die Spannung des Romans lässt nie nach und der einzige Grund dafür, dass ich so ewig gebraucht habe, war, dass ich mich nicht trennen wollte. Ich habe mich oftmals bewusst zurückgehalten, um noch so lange wie möglich in diesem grandiosen Elfenreich schwelgen zu können - und dennoch ging alles viel zu schnell vorüber. Die Kämpfe sind so authentisch und in ihrer Grausamkeit wunderschön beschrieben, dass ich wie gebannt an den Seiten hing. Und trotz des Krieges zwischen den verfeindeten Elfen kommen die Emotionen und zwischenmenschlichen Beziehungen nie zu kurz, alles hat seinen Sinn, sein Schicksal und seinen Weg, was mir unheimlich gut gefiel.

Was ich nie erwartet hätte, war, dass sich die Dramatik, die Gefühle und die Spannung zum Schluss sogar noch einmal steigern würden, doch genau so ist es - denn was noch geschieht, war für mich vorher unvorstellbar. Einige Geheimnisse werden aufgedeckt und einige schwerwiegende wie auch schwierige Entscheidungen gefällt, die immer glaubwürdig und oftmals auch sehr mutig sind. Ich war so gefesselt, dass ich alles um mich herum vergaß, und war völlig fertig, als alles vorbei war, was nicht nur daran lag, dass ich so viele Tränen vergossen hatte...sondern einfach an dieser Intensivität, die mich auch jetzt noch nicht losgelassen hat. Bis zum Band 2 im Juli kann ich es kaum noch erwarten!

FAZIT:
Mit "Elfenmagie" ist Sabrina Qunaj ein grandioser Roman gelungen, für den eigentlich ein anderes Bewertungssystem eingeführt werden müsste. Er überzeugt nicht nur durch sprachliche Qualitäten, sondern auch in den emotionalen und spannenden Bereichen. Die Charaktere sind ebenso klasse ausgearbeitet wie die Storyline, die phantastischen Elemente und die Umgebung. Ich könnte noch so viel mehr sagen, lasse es aber an dieser Stelle und vergebe einfach nur die höchste Punktzahl. Unbedingte Empfehlung!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tina
Format:Taschenbuch
Inhalt
.................

Das Elfenreich Elvion wurde in zwei Teile gespalten, das Reich der Lichtelfen und der Dunkelelfen. Die Herrscherin der Lichtelfen Alkariel fühlt sich um ihr Land betrogen und versucht alles um Elvion wieder zu vereinen und die gesamte Macht an sich zu reißen.
Der Schlüssel zur Macht könnte das Blut der Halbelfe Vanora sein, die nichtsahnend bei ihrem menschlichen Vater aufwächst. Die Dunkelelfen unternehmen alles um sie zu schützen und vor der Herrscherin zu schützen. Doch eines Tages taucht der geheimnisvolle Glendorfil auf, Vanoras Schicksal scheint sie eingeholt zu haben...

Mein Eindruck
.....................................

Zunächst muss ich das objektive Preis- Leistungverhältnis loben. Für 15¤ bekommt man hier einen an die 1000 Seiten Wälzer geboten. Allerdings hat der große Umfang seine Vor- und Nachteile. Das Buch ist ziemlich unhandlich und so manches Umblättern wird zur Herausforderung. Dafür werden aber einige Lesestunden geboten.

Frau Qunaj hat ein umfassendes Setting geschaffen und lässt ihre Handlung gleich in drei Welten spielen, die der Menschen, der Licht- und der Dunkelelfen. Innerhalb der ersten 100 Seiten wird der Leser eingeführt und lernt Stück für Stück mehr über die Vergangenheit, Charaktere und Orte. Die Autorin nutzt dafür geschickt verschiedene Erzählperspektiven und räumt den einzelnen Charakteren ausgewogen Platz ein. Ich fand den Auftakt beeindruckend, die Informationen waren nicht überladen, aber umfassend genug um sich ein genaues Bild der Welt und Charaktere machen zu können. Nach der Einführungszeit folgte die eigentliche Handlung und für mich leider Ernüchterung.

Es ist eine Sache möglichst ausführlich über die Gefühlswelt der einzelnen Charaktere zu berichten, aber für mich war das viel zu überladen. Auf jeden kleinen Schritt Handlung folgen seitenweise Gefühlsmonologe in denen jeder zukünftige Schritt hinterfragt und abgewogen wird. Wo bleibt da die Spannung? Worauf soll ich noch neugierig sein, wenn schon vorher alles im Detail zerkaut wurde? Die ersten 300 Seiten ist mir das noch relativ wenig aufgefallen, ich stand in den Startlöchern für ein großes Abenteuer und habe eigentlich nur darauf gewartet, dass es endlich losgeht. Es folgte aber ein Gefühlschaos sondergleichen, Vanora ist hin und hergerissen zwischen zwei potentiellen Geliebten, ihrem Schicksal und muss Entscheidungen treffen, will aber natürlich niemanden verletzten. Das ist schlicht unmöglich. Man kann es im Leben nicht jedem Recht machen und dieser ständige emotionale Spagat, aus eigene Interessen verfolgen und jedem alles Recht machen, ging mir irgendwann doch sehr auf die Nerven.

Für mich hat es sich angefühlt, als wäre der kriegerische Konflikt, die Machtspielchen und das Schicksal des Reiches einfach nur Rahmenhandlung für Vanoras Gefühlschaos. Klar war es schön, dass eine Palette aller möglichen Gefühle vorhanden war. Die Nebencharaktere entwickeln sich, vor allem der Kobold Bienli ist Sympathieträger, aber dann hätte ich genauso gut einen Liebesroman lesen können. Bei etwa 2/3 war meine Geduld überstrapaziert, zu oft wiederholen sich die Konflikte, der wurde wieder verletzt, jemand anderes ist enttäuscht und eigentlich will Vanora ja nur glücklich sein.
Gut fand ich, wie mit ihrer Situation als Schicksalsträgerin umgegangen wird, wie sie sich wehrt und es nicht sang und klanglos akzeptiert. Doch alles was darüber hinausging kam mir vor wie eine emotionale Endlosschleife. Ich habe es als Leser gerne mir auch selbst Überlegungen zu den Charakteren zu machen. In "Elfenmagie" ist dafür aber kein Platz, weil alle Eventualitäten bereits im Monolog vorgekaut werden, sodass einem bloß kein Konflikt entgehen kann.

Deshalb konnte sich für mich kein Spannungsbogen aufbauen und die 1000 Seiten kamen mir sehr, sehr lange vor. Dabei ist die Weltgestaltung so gut gemacht, die Charaktere sind gut gezeichnet und die Ausgangsituation ist fantastisch. Mir fehlte aber das epische Abenteuer, die große Spannung und vor allem Freiraum zum Mitdenken. Es gibt vereinzelt auch Kampfszenen und kriegerische Auseinandersetzungen, doch für mich fühlte es sich zu sehr nach Beiwerk an. Einige der Wendungen waren für mich zu vorhersehbar, aber wie schon gesagt kein Wunder, denn die Wege A, B und C werden dem Leser immer vorgegeben. Die "Überraschung" ist nur, welcher davon gewählt wird.

Fazit
.............

Ich bin mir sicher, man hätte einiges an Gedankengängen streichen und die Handlung schneller fortschreiten lassen können. Das Gefühls "Hin und Her" und die sich immer wiederholenden Konflikte, haben mich komplett aus dem Lesefluss gerissen. Ich persönlich bevorzuge eine spannendere Handlung und tue mich schwer, hauptsächlich bei Gefühlsregungen mitzufiebern.
Andere Leser werden sicherlich gerade den großen Gefühls und Romantikanteil zu schätzen wissen, doch ich wäre froh gewesen, hätte ich vorher einen Hinweis auf den "Drama"-Anteil gehabt.

3,0 von 5!
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Eine wirklich tolle Geschichte!
Elfenmagie - Sabrina Qunaj

zum Inhalt:
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Vor 8 Stunden von Nadja - Booksaretrueadventures veröffentlicht
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