Alienor wäre über die Rückenschmerzen, die sie neuerdings plagen, vielleicht noch viel geschockter, wenn sie wüsste, was auf sie zukommt. Doch bevor ihre wahre Gestalt durchbricht und ihr ein paar wunderschöne Elfenflügel beschert, trifft sie ein anderer Schock: sie wacht morgens auf und kann sich nicht erinnern wie sie heimgekommen ist. Nach und nach kommen die Ereignisse der Nacht ans Licht: sie war mit ihren Freunden unterwegs, die alle brutal ermordet wurden. Nur sie hat überlebt, gerettet durch Vampir Frederic und nun mit so vielen Veränderungen in ihrem Selbst und ihrem Leben konfrontiert, dass es sie fast überfordert.
Damit nicht genug stellt sich heraus, dass die Menschen die sie bisher Eltern nannte, Tante und Onkel sind, und eben dieser "Adoptivvater" noch dazu ein grausamer Vampirjäger ist.
Mit Frederics Hilfe gelingt es Alienor zu flüchten. Doch kaum hat sie ihn ein wenig kennen- und liebengelernt, muss sie sich auf die Suche nach ihrem wahren Vater bei den Elfen begeben. Doch auch dort ist alles anders, als sie es erwartet hat ... Nun könnte auch Frederic, der in Alienors Anwesenheit kaum mehr denken kann, sich endlich wieder seiner Arbeit zu wenden (glaubt er), ein weiterer Aspekt dieser neuen Serie. Eine Prophezeiung spricht von fünf Rettern, die sich an einem Pentagramm einfinden sollen, um (wie erfährt man noch nicht) die Welt zu retten, die von Erdbeben (wie zeitgemäß!) und anderen Katastrophen bedroht ist.
Nach vielen anderen Vampirbüchern hat mich in "Elfenkind" der flüssig zu lesende und unterhaltsame Erzählstil ebenso begeistert wie der neue Mix von Vampiren und Elfen. Es ist mehr eine Liebesgeschichte als ein Fantasyroman, aber das machts gar nichts, denn sie ist sehr romantisch, ohne ins Kitschige abzugleiten und macht Lust auf mehr - auf die Fortsetzung!