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Inhaltsangabe ( samt Rückblick auf den ersten Band ):
Krieg liegt in der Luft. Nicnevin, die grausame Königin des Unseeligen Hofes ist tot. Ebenso ihr Usurpator, der erste Elfenritter Nephamael. Nun versucht Roiben, ehemaliger Ritter des Seeligen Hofes, das Herrscheramt anzutreten ... über ein Volk von barbarischen Naturgeistern! Zudem versucht Silarial, Königin des gegenerischen Seeligen Hofes, die Unruhen zu ihren Gunsten auszunutzen und erklärt dem Unseeligen Hof den Krieg ... damit auch ihrem Ex-Getreuen und -Geliebten Roiben!
Kaye, ihres Zeichens Wechselbalg und Pixie, will ihrem Liebsten Roiben helfen, doch dieser schickt sie vom Unseeligen Hof fort mit einer schier unlösbaren Aufgabe. Doch Kaye wäre nicht Kaye, wenn sie sich so einfach von allem fernhielte. Zusammen mit ihrem schwulen besten Freund Corny macht sie sich auf, um eine Lösung für das gesamte Elfenproblem zu finden. Corny, der es immer noch nicht verwinden kann, daß er das bereitwillige Opfer von Nephamaels sadistischen Lustspielchen war, während seine Schwester von einem Kelpie ertränkt wurde, gerät mit einem Elfen-Späher aneinander und wird im Handgemenge von diesem grausam verflucht.
Um Hilfe zu erhalten, setzten sie sich mit einem Fluchbrecher in Verbindung - einem jungen Mann, der das Zweite Gesicht besitzt.
Leicht macht man es den Freunden nicht! Und da wäre ja noch die ungelöste Angelegenheit mit der echten Kaye, dem vertauschten Menschenmädchen!
Rezension:
"Elfenkönigin" ( engl. Ironside ) gefällt mir - trotz des einfallslosen Titels - sogar noch besser als "Elfentochter" ( engl.Tithe ).
Das liegt in erster Linie daran, daß die Handlung etwas öfter in der Welt der Naturgeister spielt. Allerdings ist der perverse Elfenritter Nephamael nicht mehr dabei. Sogar Roiben kommt etwas weniger vor. Dafür ist Luis, der Fluchbrecher neu mit im Spiel.
Die schön-schrecklichen Naturgeister und ihre Welt sind wie schon im ersten Band voller erotischer Sinnlichkeit, extremer Dekadenz, brutaler Wildheit und entweder von sadistischer Grausamkeit oder kaltblütigem Geichmut gegenüber den Menschen.
Spätestens in diesem Band habe ich mich gefragt, worin eigentlich der Unterschied zwischen den Bewohnern des Unseeligen und des Seeligen Hofes besteht. Charakterlich betrachtet, gibt`s da mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede!
Wegen der Unmoral der Charaktere und der z.T. unflätigen Sprache ist sowohl "Elfentocher" als "Elfenkönigin" eher ein Jugendbuch für Ältere ( ab 14 Jahren würde ich vorschlagen ).
Für ein besseres Verständnis der Geschichte sollte man sich vor der Lektüre von "Elfenkönigin" den ersten Band "
Elfentochter" zu Gemüte führen.
FAZIT:
Eine würdige Fortsetzung. Die Reihe ist empfehlenswert für ältere Fantasyfans, die auf Mischungen zwischen ( irisch-keltischer ) Mythologie und Moderne stehen!
Möglicherweise wird auch der letzte Roman der Reihe ( engl. Valiant ) veröffentlicht, welcher allerdings völlig andere Charaktere aufweist.
EDIT: Er wird. Unter dem Titel
Elfenherz.
PS:
Wer sich für "moderne Elfengeschichten" interessiert, der sollte mal einen Blick auf folgende Romane werfen ->
Elfentochter (Band 1) von Holly Black ( ab 14 Jahren )
Gegen das Sommerlicht (Band 1) von Melissa Marr ( ab 14 Jahren )
Elfenkuss (Band 1) von Aprilynne Pike ( ab 12 Jahren )
Lamento - Im Bann der Feenkönigin (Band 1) von Maggie Stiefvater ( ab 13 Jahren )
Elfenseele - Hinter dem Augenblick (Band 1) von Michelle Harrison ( ab 10 Jahren )
Im Schatten des Elfenmonds (Band 1) von O.R. Melling ( ab 12 Jahren )
Die Sídhe des Kristalls - Das Tal im Nebel (Band 1) von Tanja Bern ( ab 13 Jahren )
oder der 3-bändige Manga
Fairy Cube von Kaori Yûki ( ab 14 J. )
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