Ein unglückliches Leben geht solange gut, wie man nicht darüber nachdenkt. Hat man erst einmal damit begonnen, wird's schwierig. Es ist allerdings auch möglich, daß man es gar nicht wahrhaben will, sich ständig etwas vormacht. Uns geht's gut, wenn ich da an andere denke. Und schon überflutet der Trug und Betrug den Alltag. Es ist das Fegefeuer, in dem sich viele gefangen fühlen, die Hölle darf es nicht sein. Und dadurch lodern die Flammen umso höher. Auch wenn es keine Aussicht auf Erlösung gibt.
Warum laufen sie nicht alle weg oder erschießen sich? Egal ob Angestellter, Lehrer, Ehemann wie Ehefrau, Feldwebel oder Tuberkulosepatient Richard Yates Blick fällt auf sie, zieht Bilanz. Der Körper wird von einer Krankheit zerfressen und deine Frau geht fremd. Na und? Soll sie Zuhause sitzen und warten, daß er stirbt? Tragische Spielarten der Einsamkeit hat Richard Yates hier zusammen getragen. Einsamkeiten, die in jeder Straße, in den meisten Stockwerken, hinter den blinden Fenstern und den aufgerissenen stattfinden. Sein Blick ist nur scheinbar kalt, er beobachtet seine Figur voller Liebe für das, was sie durch Kraftlosigkeit, Abhängigkeit, Verzweiflung nicht zu ändern vermögen.