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Eleven Outlined Epitaphs. Elf Entwürfe für meinen Grabspruch
 
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Eleven Outlined Epitaphs. Elf Entwürfe für meinen Grabspruch [Gebundene Ausgabe]

Bob Dylan , Wolf Biermann
2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 154 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch (2003)
  • Sprache: Englisch, Deutsch
  • ISBN-10: 3462033069
  • ISBN-13: 978-3462033069
  • Größe und/oder Gewicht: 16,4 x 11 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 916.888 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Bob Dylan
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 06.10.2003
Wolf Biermann ist unser deutscher Bob Dylan! Zumindest scheint dies Biermann selbst so inszenieren zu wollen, meint ein sich in Verrisslaune befindender Willi Winkler. Bob Dylans frühen, "offenbar besinnungslos aufs Tonband geratschten" Text aus dem Jahr 1964 erkenne man jedenfalls in dieser Übersetzung nicht wieder. Dafür die "Biermannsche Großmäuligkeit". Biermann selbst nennt sein Werk immerhin "weder Übersetzung noch Nachdichtung" (alles andere hätte ihm Winkler wohl sehr übel genommen), sondern "ein Rüberschleppen in unsere Sprache". Warum es ein solches Rüberschleppen geben musste, wo es doch schon eine zum Teil sogar sehr gute Übersetzung ins Deutsche gibt, erklärt sich für den Rezensenten weder aus Biermanns "polterndem" und "wortsturzbetrunkenem" Text, noch aus seinem "gesteinslawinenhaften Nachwort", so Winkler. Biermann kümmere sich nicht um Dylans "Zeilenfall", schreibe am Ton vorbei, in völlig unverständlichen Stilsprüngen, mische viel "Brecht, Hölderlin, John Donne" unter - aber vor allem: ganz viel Biermann. Wo Dylan leger sei, gebärde sich Biermann als "kulturkritischer" Leitartikler, rechthabere er mit Dylans Text, mache ihn zu seiner eigenen "Sprechpuppe". Da bleiben dem schon fast sprachlosen Winkler nur zwei Worte: "Nein danke."

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.10.2003
Mit gröberem Griff hätte man nach Ansicht von Rezensent Heinrich Detering Bob Dylans Dichtung schwerlich anpacken können. Die Mängelliste ist lang und schließt auch Kritik an Dylans Originaltexten ein, die Detering schwächer als die Songtexte findet. Am Ende steht für den Rezensenten die Erkenntnis, dass man von Wolf Biermann über den Dichter Dylan nicht mehr erfahren kann, als aus "Winnetou" über die Apachen. Nicht nur, dass sich für ihn in Biermanns Zugriff identifikationswillige Begeisterung mit schlichter Uninformiertheit und schlechten Englischkenntnissen paart, (wo dann vor seinen erschrockenen Augen zum Beispiel aus der legendären "Sister Morphine" eine "Sister Murphy" wird). Auch fällt es dem Rezensenten gelegentlich schwer zu unterscheiden, wo Sachfehler aufhören und Druckfehler beginnen. Auch sonst erregt Biermanns Übertragung Deterings Missfallen. Angefangen von der "berlinernden Larmoyanz" mancher Zeilen bis zum Anschwellen manch knapper Dylanzeile auf Biermannsches Breitwandformat: "Wo Dylan einsilbig bleibt, redet sich Biermann in Rage", stöhnt der Rezensent, "und es rumpelt und pumpelt, als wären's lauter Wackersteine." Genervt ist der Rezensent auch, weil er Biermann ständig seine eigene Projektion mit Dylans Lyrik verwechseln und ungeniert eigene Erfahrungen in dessen Positionen eintragen sieht, "die Dylan sich nicht hätte träumen lassen."

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Wie alles begann: Der unbekannte Dichter Bob Dylan schrieb 1963 ein langes Poem, das fast vergessen ist und nun von Wolf Biermann höchst lebendig ins Deutsche transportiert wird.
Als junger Mann, bevor er der große Sänger und Musiker wurde, den wir heute kennen, schrieb Bob Dylan 1963 ein langes Gedicht mit dem Titel 'Eleven Outlined Epitaphs'. Kaum ein Dylan-Liebhaber kennt es, es wurde halb vergessen und bald ganz überflutet von den immer besser und immer populärer werdenden Songs des Sängers, der für viele auch der bedeutendste Dichter Amerikas ist. Für Wolf Biermann aber ist das Poem 'der erste große dichterische Wurf des jungen Mannes aus Minnesota'. Es ist die kraftvolle, sympathisch auf-den-Putz-hau-erische Antrittsrede des Weltpoeten an die Menschheit: 'So bin ich. So bin ich nicht. So will ich dichten. Aber so auf keinen Fall. Solche Menschen sind mir lieb und teuer. Aber solche finde ich zum Kotzen. So will ich leben. So will ich sterben. So liebe ich und so hasse ich. Amen. Ihr geliebten Arschlöcher.'
Wie kommt es zu der aufregenden Kombination Biermann/Dylan? Biermann: 'Weil es verblüffende Parallelen in Dylans Poem gibt zu mir damals in der DDR, zu meiner Situation in genau der gleichen Zeit Anfang der sechziger Jahre, aber in einem extrem anderen Land, vor allem in einer diametral entgegengesetzten Gesellschaftsform.'
Diese Nähe spürt man in Biermanns Übertragung dieses nun zum ersten Mal in Deutsch vorliegenden großen Gedichts Zeile für Zeile. Eine kleine literarische Sensation.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Angeschmiert 23. November 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Bob Dylans Gedicht ist in der Tat herausragende Poesie. Was hier daraus gemacht wurde, ist alles andere als eine kongeniale Übersetzung. Ich kann nicht beurteilen, ob Biermann wirklich gesagt hat, "Es ist vollkommen egal, ob man die Sprache, aus der man übersetzt, versteht oder nicht", wie eine bekannte Satirezeitschrift behauptet. Der vorliegende Text jedenfalls nährt diesen Verdacht bedenklich.

Leider wird das Buch mit irreführenden und falschen Behauptungen beworben, die eine nicht vorhande Bedeutsamkeit suggerieren. Die Aussage, die "11 Outlined Epitaphs" seien Dylan-Kennern unbekannt, ist grob irreführend. Schließlich sind Auszüge unter diesem Titel schon seit 1963 auf dem Cover der berühmten Dylan-LP "The Times they are a-changing" abgedruckt.

Was schwerer wiegt, ist die Behauptung, bei Biermanns Werk handle es sich um erste deutsche Übersetzung. Eine hervorragende und komplette Übersetzung des Gesamttextes durch Carl Weissner existiert seit 1975 in hunderttausendfacher Auflage. Und zwar in den Dylan-Songbüchern "Texte und Zeichnungen", sowie im Nachfolgeband "Songtexte 1962-1985".

Weshalb also diese Irreführung der Öffentlichkeit? Ich ziehe daraus den Schluss, dass einer, dem nichts mehr einfällt, die Lorbeeren eines genialen Schreibers ernten will. Und dies mit nachweislich unredlichen Mitteln. Schleierhaft bleibt mir, wie es Biermann gelungen ist, die Übersetzungsrechte zu bekommen. Dies ist vielleicht eine geschäftliche Meisterleistung, von einer literarischen Sensation ist es Lichtjahre entfernt.

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nicht gerade gelungen! 27. November 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Nach den ersten 2 Seiten habe ich das Buch zunächst einmal mit Kopfschütteln zur Seite gelegt. Im ersten Teil nämlich ist Biermanns deutsche Übersetzung von Dylans' Epitaphs zu finden. Wenn man nun aber diese Epitaphs im Original kennt, dann wundert einen schon die sehr freie Interpretation des Ostberliner Poeten.
Also den 2. Abschnitt des Büchleins übergehen, -dort findet sich Dylans Original-, und im letzten Kapitel, Biermanns Notate nachlesen um seine Beweggründe zu erfahren.
Und die sind dann auch sehr nützlich! Gut, dass die englische Sprache mit weniger Worten auskommt als unsere deutsche, das konnten wir schon ahnen, aber, lieber Wolf Biermann, warum nur belassen sie es nicht bei der freien Übersetzung? Warum ergänzen sie die Epitahs mit eigenen Ausführungen, die mit Dylans' Werk nicht mehr sehr viel gemein haben? Schön, sie wollen dem deutschen Leser, der eben heute lebt, und dem möglicherweise die Verbindung zu den 60er Jahren fehlt, ein wenig Hilfestellung leisten, zwecks besserem Verständnis. Aber warum die Querverweise auf "ost"-deutsche Befindlichkeiten aus dieser Zeit? So sehr Ihre Übertragung in unsere Sprache auch sonst gelungen ist, hier scheint mir dann doch ein deutscher Schulmeister am Werk gewesen zu sein!
Das "Näherbringen des Textes" gelingt ja sehr gut in den abschließenden Notaten! Hier findet sich eine sehr persönliche, aber geschichtlich äußerst transparente Auseinandersetzung mit Bob Dylan und seinem Wirken. Dort findet sich schließlich auch der Schlüssel zum Verständnis des bearbeiteten Originals!
Und dieses sollte man dann zum guten Ende lesen. Hier klingt und wirkt die Sprache dann so, wie Bob Dylan sie seit nunmehr 40 Jahren zu Papier bringt! Schön aber auch, dass er diese Kompositionen unverzagt rund um den Globus persönlich zu Gehör bringt. Das als Tip: nach dem Lesen des Buches ein Konzert von Bob Dylan besuchen! So schließt sich dann der Kreis!
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
siehe da, der alte biermann fasst den jungen wilden dylan in seine wortgewaltige drachentöterprosa. aus "eleven outlined epitaphs" wurden so "elf entwürfe für meinen grabspruch". aus knalligen kurzen versen ausladene pralle ansichten. es ist keine wort zu wort-übersetzung. wer die will, sollte wirklich die erste übersetzung lesen. biermann hat vielmehr dylans rotziges pasquill in sein deutsch gedeutet. man sollte also auch den biermann mögen, wenn man sich dieses dünne büchlein greift. biermann selbst nennt sich nicht übersetzer sondern transporteur, textbeispiel: aus "he's a crazy man" wurde so "er ist ist mit selbstbegeisterung bekotzt". es sind zwei große dichter, dylan und biermann, fast ein jahrgang und aus zwei welten. bemerkenswert sind meines erachtens biermanns notate am ende des buches, wo er einiges zu seiner übersetzungsarbeit sagt, wo er parallelen zieht zwischen dylan und sich und anderen protestsängern/liedermachern/dichtern. und wo er als kluger musiker, der er ja auch ist, die musik von bob dylan erläutert, seine art zu singen und bei konzerten seine stücke immer wieder neu zu interpretieren. ich hab gerade neulich beim düsseldorfer dylan-konzert gestaunt, wies klingt, jetzt weiß ichs wie ers macht. also ich finds klasse - eine der großen lyrikveröffentlichen dieses jahres.
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