Aus der Amazon.de-Redaktion
Auf dem Papier handelt es sich bei den Black Eyed Peas um eine HipHop-Gruppe. Was Will.I.Am, Apl.De.Ap, Taboo und den weiblichen Neuzugang Fergie auch auf
Elephunk wieder herzlich wenig interessiert. Die Crew aus der Nähe von Los Angeles hat einen steinigen Weg hinter sich und tickte schon immer etwas anders. Als sie Anfang der 90er-Jahre noch A Tribe Beyond A Nation (ATBAN) hießen, spielten sie ihre Stücke meist live mit Instrumenten ein. Was uncool war, also setzte das Label Ruthless lieber auf Gangsta-Rap von Bone, Thugs & Harmony. Als Plattenboss Eazy E. dann auch noch an Aids starb, sah das ATBAN-Material nie das Licht der Welt. Die Black Eyed Peas ließen sich nicht unterkriegen, gingen ihren Weg unbeirrt weiter und werden auch dank der beiden überdurchschnittlichen Alben
Behind The Front (1998) sowie
Bridging The Gap (2000) in einem Satz mit Common und The Roots erwähnt.
Elephunk entstand in einem Zeitraum von zwei Jahren und ist erneut ein Brückenschlag von Rap zu Soul, Funk, Rock und Latin. Elephunk beginnt, wie es der Titel schon andeutet, mit der viel versprechenden, lodernden Funk-Nummer "Hands Up", gefolgt von dem schwer und funky rockenden "Labor Day". Der Tanz geht nonstop und variantenreich weiter, die Band macht Abstecher in den R&B, Disco-Soul ("Shut Up"), Ragga ("Hey Mama") und Latin, um dann wieder zum Funk zurück zu kehren. Völlig aus dem Rahmen fällt der Kracher "Anxiety", in dem die Gäste von Papa Roach (neben Justin Timberlake überraschenderweise die einzigen Gäste) schwer in die Saiten greifen.
Elephunk ist brillant und satt produziert, und wenn Talent und Qualität Maßstäbe für Chart-Platzierungen wären, dann hätten die grenzüberschreitenden Underground-Rapper Black Eyed Peas einen Dauerplatz auf dem sonnigen Überdeck der Pop-Musik sicher. --Sven Niechziol
Lange genug sind unsere Ohren mit schnödem Gedröhne malträtiert worden, das außer dem Cover nichts mehr mit Black Music zu tun hatte. Black Eyed Peas sorgen für Erlösung. Ein wenig im Old-School-Stil gehalten, mischen sie HipHop mit altbekannten Dub-Chill, mit Jazz, Pop und Elektro. Und die kraftvolle Stimme von Sängerin Fergie verfeinert dieses musikalische Gericht immens. Besondere Delikatesse des Albums: der Song "Where is the Love" mit Justin Timberlake. (bcw)
Produktbeschreibungen
Tracks: Hands Up 3:35 / Labor Day (It's A Holiday) 3:58 / Let's Get Retarded 3:35 / Hey Mama 3:34 / Shut Up 4:56 / Smells Like Funk 5:04 / Latin Girls 6:17 / Sexy 4:43 / Fly Away 3:35 / The Boogie That Be 5:12 / The Apl Song 2:54 / Anxiety 3:38 / Where Is The Love 4:46 / Third Eye 3:44