Die Lebenszeit des Thomas Hobbes (1588-1679) fiel in eine Zeit der großen Umbrüche und Bürgerkriege in England, die mit der Enthauptung Karl II. 1649 ihren Höhepunkt fand. Die beiden Teile "Vom Menschen" und "Vom Bürger" führen in die Gedanken Hobbes ein. Hier entwickelt er seine Anthropologie, ausgehenden von einem strengen Mechanismus, der alle menschlichen Regungen als Bewegung auffasst, bis hin zu seinem Naturzustand in dem der Mensch "des Menschen Wolf ist". Der Ausweg ist der Absolute Herrscher, der durch einen Vertrag eines Jeden mit einem Jeden entsteht. Die Ansichten Hobbes waren und sind radikal, aber gerade deswegen lohnt es sich die Werke zu lesen. Seine Philospophie ist nicht immer ausgewogen, übergeht er doch schwierige Fragestellungen. Auch ist seine Ablehnung einer Gewaltenteilung und seine polemische Haltung zu anderen Klassikern eher schwer zu verdauuen. Wer sich aber mit politischer Theorie beschäftigt kommt um Hobbes nicht herum.