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Elementarteilchen: Hörspiel [Audiobook] [Audio CD]

Michel Houellebecq , Leonhard Koppelmann , Blixa Bargeld , Lena Stolze , Michael Tregor
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (144 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

2001
Der unmoralische Roman eines großen Moralisten Michel Houellebecq berichtet in präziser Sprache und mit minuziöser Sachlichkeit vom glücklosen Leben der Halbbrüder Bruno und Michel, erst in der französischen Provinz, dann in Paris. Sie teilen eine egoistisch lieblose Mutter aus der 68er Generation, die sich ihrer sexuellen Selbstverwirklichung ausschweifend widmet - und sie teilen ihre von kalter Einsamkeit geprägte lebenslange Verstörung. Bruno, der Ältere, wird zum sexmanischen Opfer seiner fanatisch-verzweifelten Obsessionen. Michel ist Molekularbiologe und verbringt sein autistisches Forscherleben zwischen Supermarkt und Psychopharmaka - bis er in einem gentechnischen Institut in Irland das unsterbliche und geschlechtslose menschliche Wesen klont - die Vision jenseits des Egoismus und sexuellen Elends.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Der Audio Verlag DAV (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898131408
  • ISBN-13: 978-3898131407
  • Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 12,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (144 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 349.122 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Houellebecq der Skandalautor. Bejubelt, bewispert: 68er-Killer, Aussprecher politisch unkorrekter Unsagbarkeiten. Düsterer Untergangsschreiber aus der naturwissenschaftlichen Ecke (hat als Informatiker gearbeitet). Jetzt also light? Einfach zuhören und schon mitreden können?

Nun, wenn ich die Wahl hätte, zwischen Druck und Hörbuch, würde ich Houellebecq lieber hören als lesen. Das ist kein Kompliment für den Autor: Seine dürre Sprache allein vermag nämlich bei mir kein Interesse zu wecken an den Gestalten des Romans. Es muss etwas hinzukommen: Der akustische Reiz menschlicher Stimmen, eine Atmosphäre oder wie hier Musik, komponiert von Blixa Bargeld (er spricht auch den Hauptpart) und Tilman Schade.

Die Produktion des Westdeutschen Rundfunks zeigt, dass eine gut gemachte Hörfassung tatsächlich ein schwaches Buch zu retten vermag. Obwohl einschränkend gesagt sein soll: Wieder einmal hat sich die Regie -- Leonhard Koppelmann, er hat auch das gute Textbuch geschrieben -- nicht genügend getraut, allen Sprechenden wirkliches Spiel abzuverlangen, zu vieles hört sich abgelesen oder aufgesagt an. Wirklich herausragend ist dafür Lena Stolze als Annabelle.

Houllebecqs zweiter Roman erzählt das elende Leben zweier Halbbrüder zwischen 1958 und 98. Thema ist der Zusammenbruch der Menschlichkeit durch die sexuelle Liberalisierung, für den Autor die seelische Verarmung von Millionen. Am Schluss wird einer der beiden Helden, Biologe von Beruf, von Stimmen aus dem Jahr 2079 gepriesen: Dank seiner Forschungen sei es gelungen, ein neues Wesen zu züchten, die Menschheit aber aussterben zu lassen. Geschlechtslos verläuft nun das Leben auf der Erde!

Fazit: Besser nicht im Bett oder in den Ferien anhören. Stattdessen Empfehlung für schnelle ICE- oder Autofahrten durch trostlose Industrielandschaften. --Michael Winteroll

Pressestimmen

»Houellebecq ist ein außerordentlich kluger, gebildeter, interessanter Autor, dessen Erzählung durch den Reichtum an Themen, den weit gespannten Rahmen, aus der Flut der meist klein gemusterten Roman-Literatur weit herausragt.« NEUE ZÜRCHER ZEIT -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwer verdaulich 29. Dezember 2010
Format:Taschenbuch
"Elementarteilchen" liegt einem während und auch nach dem Lesen schwer im Magen. Das liegt unter anderem an den Protagonisten, den Halbbrüdern Bruno und Michel, die beide getrennt von der Mutter und getrennt von einander aufwachsen, und die sich im Jugendalter zum ersten Mal begegnen. Michel führt ein autistisches Forscherleben und hat außer den unregelmäßigen Gesprächen mit seinem Bruder keine sozialen Kontakte. Schon als Jugendlicher wird ihm klar, dass menschliche Regungen ihn sein Leben lang niemals erreichen werden. Bruno dagegen ist Zeit seines Lebens auf der Suche nach Kontakt. Da seine Kontaktsuche sich auf sexuelle Begegnungen beschränkt, kann man auch ihm einen gewissen Autismus unterstellen.

Um das Leben dieser beiden Brüder rankt sich nun Houellebecqs eigentliche Geschichte, die die Geschichte aller Menschen, die Ende des 20. Jahrhunderts gelebt haben, ist beziehungsweise sein soll. Im Zuge der immer weiter voranschreitenden Liberalisierung und Individualisierung ist die Welt kein Ort mehr, an dem Menschen glücklich sein können. Einsam, lieblos und depressiv sind Houellebecqs Figuren. Gibt es irgendwo ein Fünkchen Hoffnung, zum Beispiel als Bruno eine Frau namens Christiane trifft und kurze Momente von Glück erfährt, wird dieses Glück jäh zerstört. Christiane sinkt in einem Swingerclub in sich zusammen, sitzt fortan im Rollstuhl und stürzt sich schließlich aus dem Fenster. Brunos Bruder Michel ergeht es nicht besser. Glück ist nicht erlaubt in Houellebecqs Roman oder nicht möglich.

"Elementarteilchen" wurde hoch gelobt und böse zerrissen. Es ist ein Buch mit viel Polarisierungspotential. Houellebecq versteht es zu provozieren.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Leben, das kein Leben ist ... 8. Februar 2012
Format:Taschenbuch
Houellebecq beschreibt in seinem Roman Elementarteilchen den Zustand einer Gesellschaft, die sich durch Abkehr von ihren traditionellen Werten hin zu Individualisierung und Liberalisierung in einem Zustand der Desorientierung und Desillusionierung befindet. Im Mittelpunkt der Erzaehlung stehen die beiden Brueder Michel und Bruno, die getrennt voneinander aufwachsen und so etwas wie Glueck nicht zu kennen scheinen. Michel ist Forscher und auf diese Taetigkeit, auf diesen Lebensinhalt beschraenkt. Sozialer Kontakte ist er nicht befaehigt. Scheinbar im Gegensatz zu seinem Bruder Bruno, dessen Leben aus der Suche nach (sexuellen) Kontakten zu bestehen scheint. Dennoch ist auch er nicht wirklich zu Kontakten zu seinen Mitmenschen faehig. Getrieben und nicht in der Lage, seinem Leben Nachhaltigkeit jenseits ausgelebter Sexualitaet abzugewinnen. Beide Brueder sind umgeben von einer negativen Grundstimmung, der sich niemand (auch nicht der Leser) mehr entziehen kann und die zwangslaeufig in Depression muendet. Welche Wertigkeit hat Leben, in dem alles moeglich scheint, Grenzen stetig verschoben werden und es dennoch an Sinnhaftigkeit fehlt? Kann eine Gemeinschaft (aus Individuen) ohne Gemeinsamkeit und Miteinander existieren oder gar ueberleben? (Auch das Internet scheint dieser Vorstellung Vorschub zu leisten). Houellebecq macht deutlich, dass individuelle Freiheit und Selbstverwirklichung um jeden Preis ein Preis ist, der zu zahlen einfach zu hoch ist. Wenn Freude, Glueck .... und Hoffnung dabei auf der Strecke bleiben. Entmutigende Fiktion, die schon lange Realitaet geworden ist.
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44 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Michel und Bruno 16. Januar 2006
Format:Taschenbuch
Selten hat mich ein Roman so beschäftigt wie die Elementarteilchen. Beschäftigt wegen seiner sehr spröden, aber sehr poetischen Sprache. Beschäftigt auch wegen seiner drastischen Sex-Szenen, wobei ich zu der Überzeugung gelangt bin, dass der Roman nur wegen dieser Sex-Szenen an anderer Stelle seine Poesie entfalten kann. Beschäftigt auch, weil das Buch über die emotionale Einsamkeit des Individuums handelt in einer Zeit, in der die grenzenlose sexuelle Freiheit möglich ist und die Menschen gleichzeitig zur Partnerschaft unfähig sind. Der Roman Houellebecqs beschreibt die Lebensgeschichte zweier Halbbrüder, Michel und Bruno, die von verschiedenen Vätern abstammend unterschiedlichste Charaktere entwickelt haben. Michel ist der vergeistigte Wissenschaftler, dessen Leben von Denken und Forschen bestimmt wird und der sich dabei in den praktischen Dingen und in der Liebe als absolut unbeholfen erweist. Er erfindet schließlich einen neuen Menschentyp, der - geklont – Liebe nicht mehr braucht. Bruno ist nicht der Natur-, sondern der Geisteswissenschaftler, der sich vor allem seinen sexuellen Obsessionen widmet und schließlich in der Klapsmühle landet. Zwei besonders berührende Momente des Romans seien hier erwähnt: Christiane, die Frau, mit der Bruno sexuell und emotional zum ersten Mal so etwas wie Zusammengehörigkeit empfindet, stirbt an Nekrose – beim Sex brechen ihr die Knochen. Auch Michels wichtigste weibliche Bezugsperson, die schöne Annabelle, stirbt an Krebs – einem Krebs, der ihre Fortpflanzungsorgane befällt zu einem Zeitpunkt, als sie von Michel ein Kind möchte. In solchen sehr berührenden Momenten stellt Houellebecq die Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit von „Beziehungen“ bewegend dar – allein aus diesem Grund ein sehr lesenswertes Buch.
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Schwierig aber ein Muss.
Etwas langatmig und weit schweifend, aber ein Muss für Menschen, die die Augen vor der traurigen Wahrheit nicht verschließen wollen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von D. Gungl veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr zufrieden!
Dieses Buch habe ich verschlungen. Als großer Houllebecq Fan musste dieses Buch sogar täglich bei der 5 minütigen Ubahn-Fahrt aufgeschlagen werden.
Vor 11 Monaten von Lisa Fauland veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Zeitgeist
Bin durch die Fernsehverfilmung des Titels auf den Autor aufmerksam geworden. Das Buch ist noch besser und bringt manches noch besser auf den Punkt, (wenn auch manchmal etwas... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Thomas4878 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen wunderbar crazy !
Ich weiss nicht ob es solche lebens geschichten tatsächlich gibt, aber sie sind einfach wunderbar crazy,und man fragt sich nach jedem Ereignis, dass den beiden Brüdern... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von wolfgang veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Zu derb
Zu heftig für meinen Geschmack. Sehr derb und macht den Anschein Frauenfeindlich zu sein. Sonst bin ich meist offen für alle Themen.
Vor 17 Monaten von sweeney constanze veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Mäßig
Houellebecqs "Elementarteilchen" ist nach meinem Geschmack etwas zu konstruiert, die wiederkehrenden Bezüge zur Quantenphysik wirken unpassend und unlogisch, auch am Ende des... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von S. Chevalier veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Mittelmäßig
Unterhaltsame Urlaubslektüre, aber teilweise sehr langatmig, besonders in den fachlichen Abschnitten, hintergrundwissen, das ich nicht brauche. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Mare veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Buch
Hat ich mE schonn über den grünen Klee gelobt. Warum man hier ganze Romane schreiben muss, weiss ich allerdings nicht und wird mich vor weiteren Bewertungen abhalten
Vor 19 Monaten von W.Hahmann veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Man versäumt nichts.
Lieferung war in Ordnung. Man versäumt allerdings nichts wenn man dieses Buch nicht gelesen hat. Aber dies ist wie bei allen Büchern eine rein subjektive Meinung.
Vor 20 Monaten von W. Müller veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Nichts für literarische Beckenrandschwimmer
Belletristik dient ja oberflächlich betrachtet der Unterhaltung. Und gute Romane tun auch genau das in erster Linie. Unterhalten... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Sven Athmer veröffentlicht
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