Produktinformation
|
|
Grosse Werke bedürfen keiner ausschmückenden Worte oder epischer Länge. Das wissen auch Herr go und Herr JA, die sich zunächst eher zufällig trafen, um festzustellen, dass das Aufarbeiten alter Werte weitaus erquicklicher ist als dem sinnentleerten Zeitgeist kritiklos Tribut zu zollen.
Herausgekommen ist dabei zunächst die 2006er EP "Sex im Turnschuh", die bereits erahnen ließ, dass von diesem obskuren Duo noch weit mehr zu erwarten ist. Was kann man dem Genre "Elektropop" noch neues hinzufügen? Was kann man gar neu definieren? goJA moon ROCKAH gelingt dieses Kunststück mit spielerischer Leichtigkeit hin, denn sie besitzen das, was vielen anderen Protagonisten heute schmerzhaft fehlt: Das Verständnis für perfekten, komprimierten Pop und der Mut zum eigenen Stil, geradezu akademisch und diszipliniert skizziert, gleichzeitig gekennzeichnet von einem sich eher subtil veräußernden anarchischen Humor, wie ihn alte Recken nur noch von Größen wie Der Plan oder Tommi Stumpff kennen. Wie jeder gute Comiczeichner kommen goJA moon ROCKAH mit wenigen, wohlgesetzten Strichen aus - die allerdings haben Hand und Fuß, verfehlen ihre Wirkung nicht, spielen gekonnt mit Klischees, ohne den Witz offensiv zu erklären oder zu überdehnen. Mit kindlicher (nicht kindischer!) Herangehensweise wird der Geist des Synthipops der 80er Jahre entblättert; aufgearbeitet wird dieses Erbe aber nicht plakativ: Mit juvenilen Drang und Entdeckergeist werden mit sicherer Hand die relevanten Einflüsse heraus gefiltert und mit gesunder Distanz mit dem medialen Wahnsinn der Neuzeit vermischt.
Heraus gekommen sind dabei u.a. zwei ebenso ungewöhnliche wie stilvolle Cover-Versionen, die nur auf den ersten Blick nicht vereinbar erscheinen: "Generäle essen gerne Erdbeereis", ein fast vergessener Klassiker von Der Plan, sowie "Nothing In The World", im Original von Paris Hilton! Zwischen diesen Eckpfeilern musikpopulistischen genialen Wahnsinns entfaltet sich die Welt von goJA moon ROCKAH: "Rockah" oder "Attackah Masskah" sind sequenzergesteuerte melodische Kleinode mit Seele und das an Tommi Stumpff gemahnende "Geil-O-Mat" müsste sich in einer normalen Popwelt eigentlich innerhalb kürzester Zeit zum absoluten Club-Hit entwickeln.
"Elektronation" ist somit zu einem der beeindruckendsten und kurzweiligsten Elektropopalben des Jahres geraten. Es gibt also doch noch Hoffnung! Das ist das totale Lied! Ecki Stieg
Tags(Was ist das?)Bei einem Tag handelt es sich um ein Schlagwort, das zum Produkt passt.
Tags erleichtern allen Kunden die Suche und die Sortierung ihrer Lieblingsprodukte. |
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|