Die pseudowissenschaftlichen Hypothesen von Herrn Meyl sind erstens falsch und zweitens unnötig. Er kombiniert Faradaygesetz und Maxwellgleichungen in mathematisch und physikalisch falscher Weise und postuliert so seine "longitudinalen Wellen". Im Internet finden sich exakte und seriöse Ableitungen der Fehler, die Herr Meyl in seiner Theorie eingebaut hat. Es wäre gute Wissenschaft, wenn Herr Meyl diese Entgegenhaltungen irgendwie kommentieren würde, er schweigt aber dazu und läßt sich auf keine seriöse Diskussion ein.
Die Existenz seiner Longitudinalwellen will er stattdessen mit verschiedenen Tesla-Experimenten "beweisen", für die er praktischerweise überteuerte Experimentierkästen verkauft. Das Problem ist nur, daß sich die Effekte dieser Tesla-Experimente mit der hinlänglich bekannten Theorie der - nicht-longitudinalen - Hertzschen Wellen komplett erklären lassen.
Von Newton stammt angeblich der berühmte Satz "Hypotheses non fingo!" ... und genau das tut Herr Meyl, er "fingiert" eine völlig unnötige und falsche Hypothese, um seine Longitudinalwellen - und noch so manches Andere - in die Welt zu setzen. Zur Erinnerung: Die Übersetzung von lat. fingere lautet: "fingieren, heucheln, sich heuchlerisch verhalten, sich scheinheilig verhalten, simulieren, tun als ob, vorgeben, vorspielen, vortäuschen" ...
... und wozu das Ganze ? Nun ja,wenn ich mir die Preise für diese "Experimentierkästen" so ansehe, dann würde ich sagen: "Pecunia non olet!"