Das Ende von „Elektra" ist ok, ich hätte erwartet das Elektra zu Dardevil zurück nach New York geht. Die Enttäuschung darüber teile ich nicht allein. Um so großartiger ist der Soundtrack zum Film. Der Höhepunkt ist Paul McCoy`s gewaltige, dynamische Stimme am Ende des Film`s in „Photograph". Von diesem feinsinnigen, sensiblen und starken Rocker und seiner Band 12Stones ist leider nichts bei uns zu hören und ihn mal laut im Kino zu hören ist unglaublich und fesselnd.
Befasst man sich näher mit dem Songtext von „Photograph" kann man entdecken das Thema des Songtextes und das Drama von Elektra zufällig ganz nah bei einander liegen. Man könnte denken „Photograph" ist eine Gespräch zwischen Daredevil und Elektra oder Elektra in Zwiesprache mit sich selbst.
Mein Lieblingssong vom Elektra-Soundtrack ist „Thousand Mile Wish" von Finger Eleven. Der unvergleichliche Sound der Gitarren und des Schlagzeuges, die traurige Geschichte die mit sanfter, ergreifender Stimme erzählt wird - einfach anhören und sich dem Schmerz / Liebeskummer hingeben. Warum ist ein solcher Song nicht in den deutschen Charts ? Unverständlich !
Von „Thousand Mile Wish" hätte ich gern mal ein (das) Video gesehen.
Der letzte Song vom Elektra-Soundtrack „In The Light" von Full Blown Rose, klingt gewaltig und episch, wird von der Frontfrau der Band gesungen und ist ein riesig starker Abschluss für eine Rock-CD. Full Blown Rose singen auch den Titelsong „Can Sombody Help Me" zur Serie „Tru Calling" (bei RTL).
Song Nr. 8 des Soundtrack`s ist „Breathe No More" von Evanescence. Amy Lee singt ja einige sehr tiefe Song`s aber „Breathe No More" ist nach meinem Gefühl ihr tiefster und schmerzvollster Song den sie bisher sang. Es ist einer dieser wenigen Song`s die entgültig sind, wo eine Geschichte (eine Liebe) schon abgeschlossen ist und nur noch ferne Erinnerungen an Schmerz und Leid bestehen, ein kurzer Gedanke, ein Moment wo man nicht einmal mehr weinen kann, ein kleiner unmerklich drückender Schmerz im Herzen der zurück geblieben ist, aber nicht tötet.
Zusammengenommen erinnern alle Rocksong`s leicht an die 80er Jahre, das ist schön, macht diesen Soundtrack aussergewöhnlich. Genau genommen spielt die Geschichte von Elektra und die vorangegangene Liebe zu Daredevil in den 80ger Jahren.
Wer diesen Soundtrack kauft und anhört, wird tiefgreifenden, starken Rock hören, von den zur Zeit jüngsten aufstrebenden Rockbands.