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Elegie für Iris.
 
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Elegie für Iris. (Taschenbuch)

von John Bayley (Autor)
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 229 Seiten
  • Verlag: Dtv
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423129468
  • ISBN-13: 978-3423129466
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 604.570 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Sie hat keine Erinnerung mehr daran, wer sie ist oder war. Kann keine zusammenhängenden Sätze mehr bilden. Sie weiß nicht mehr, dass sie 26 berühmte Romane verfasst hat. Weder die zahllosen Ehrendoktorwürden, noch der Titel Dame of the British Empire, den sie ihr verliehen haben, bedeuten ihr irgendetwas. In vielerlei Hinsicht aber, spürt John Bayley, ist seine Iris die Alte geblieben. Alzheimerkranke sind oft alles andere als sanftmütig. Wenn Iris jedoch mühevoll und unter seiner Mithilfe eines ihrer Bücher für einen Verehrer signiert, ist hinter dieser sinnlos gewordenen Geste noch immer die liebevolle Gefährtin zu erkennen, die ein Leben lang anderen gefällig war.

Der Film Iris basiert auf den Erinnerungen des Literaturwissenschaftlers John Bayley an seine 43-jährige Ehe mit der Schriftstellerin und Philosophiedozentin Iris Murdoch, die an Alzheimer erkrankte und im Jahr 1999 verstarb. Den bei diesem Thema naheliegenden Schmerzens- und Betroffenheitston umschifft Bayley mit feinsten lakonischen Ruderbewegungen. So entsteht das sensible Porträt einer unorthodoxen Romanze zweier herzensgebildeter Bücherwürmer -- eine schüchtern-störrische Beziehung, in der jeder für sich blieb und den anderen doch stets liebevoll im Auge behielt. Bayleys Erzähltechnik lässt das tragische Finale umso wuchtiger zuschlagen.

Die grausame Reise ins Vergessen beginnt 1994 im Rahmen einer Podiumsdiskussion, in der die stets redegewandte Iris plötzlich unfähig scheint, Worte zu finden. Fünf Jahre sollten ihr da noch bleiben. Bayley beschreibt den Krankheitsverlauf als heimtückischen, zunächst kaum wahrnehmbaren Nebel, der schnell dichter und dichter wird, bis schließlich außerhalb dieses Nebels keine Welt mehr existiert. Das fürchterliche Schlusskapitel macht klar: Es kann nur die Kraft einer langen und innigen Liebe gewesen sein, die ihn befähigte, Iris klaglos und unter Aufbringung unsäglicher Opfer auf ihrem Weg in die Nacht zu begleiten. Ein erschütterndes Dokument! --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Neue Zürcher Zeitung

Ein Lächeln im Löwengesicht

«Elegie für Iris» von John Bayley

«Something had been withdrawn, had slipped away from him . . . and that something was simply himself»: klare, einfache Worte für ein unergründliches, schwieriges Schicksal, die Iris Murdoch für ihren Helden in «The Unicorn» (1963) findet. Ein Schicksal, das sie Jahrzehnte später selbst treffen wird. Die Autorin von mehr als zwei Dutzend Romanen, die Philosophiedozentin und Essayistin muss vor ihrem Tod 1999 eine lange «Reise ins Dunkel» (Murdoch) antreten, auf der sie sich selbst verliert. Doch derweil ihr, der Alzheimerpatientin, die Welt entgleitet, hält ihr Mann, John Bayley, die gemeinsame Geschichte fest: ein zärtliches, nie aber süssliches Dokument einer unerschütterlichen Liebe. Nun ist Bayleys «Elegie für Iris» in deutscher Übersetzung erschienen.

«Sie kam langsam und ziemlich mühsam an einem Fenster des St. Antony College vorübergeradelt, wo ich wohnte. Ich versuchte gerade zu arbeiten und sah müssig hinaus auf das wechselnde Bild in der Woodstock Road» – und da erblickte er sie zum ersten Mal, jene Frau, von der er seit diesem Augenblick träumen und die er knapp drei Jahre später, 1956, heiraten würde. Sie habe ausgesehen wie ein kleiner, grimmiger Stier, wie sie sich die Strasse entlangstrampelte, unberührt von ihrer Umgebung, ganz in einer eigenen Welt versunken. Ohne Vergangenheit, ohne Gegenwart und, vor allem, ohne Verehrer: So dachte und wünschte sich John Bayley die geheimnisvolle Mittdreissigerin auf dem Fahrrad – um sie wenig später auf einer Party im (damaligen) Oxforder Frauencollege St. Anne's zu treffen, umschwärmt und angebetet von Mann und Frau. Und das Geheimnis war dahin: Die Wunderbare arbeitete «banalerweise» als Philosophiedozentin, hatte Bindungen, offenbar sogar sehr enge, und war ganz und gar nicht von einem fremden Stern.

Eifersucht und Idylle

Später, als der 1925 geborene Bayley sie besser kennen lernt, wird er eifersüchtig feststellen müssen, dass seine Iris, die sechs Jahre älter und zehn Jahre erfahrener ist als er, sich auch ausserhalb der geschlossenen Welt Oxfords durchaus heimisch fühlt. Da gibt es nicht nur den stillen, kleinen Professor der alten Geschichte, der in London lehrt und Iris manchmal küsst, sondern, viel bedrohlicher, das «Monster von Hampstead»: Der legendäre Dichter hat mehrere Geliebte, und seine Frau ist bisweilen in der Wohnung, wenn er mit Iris schläft; sie besitzt «wie ein Gott». Es handelt sich, wie Bayley andeutet, um Elias Canetti – einen Mann, der seine Gesprächspartner mit einem Wort zusammenknüllt wie ein gebrauchtes Papiertaschentuch, sie dann wieder mit seinem Charme in seinen Bann schlägt: ein «Monster und Magier» zugleich.

In den ersten acht Kapiteln, überschrieben mit «Damals», mischt Bayley seine zarte Liebesgeschichte, das vorsichtige Herantasten an das fremde Wesen und dessen Entwicklung, immer wieder mit Anekdoten aus dem akademischen Alltag, mit Skizzen aus dem Literaturbetrieb und mit mal mehr, mal weniger liebenswürdigen Porträts, beispielsweise von Isaiah Berlin, einem offenen Menschen von «warmherziger, spontaner russischer Art». Oxford glänzt im weichen Licht der Fünfziger – «das Leben an der Universität schien vor etwa fünfzig Jahren zwar eingeengter und förmlicher zu sein, gleichzeitig aber auch gemütlicher und entspannter». Und das Italien, wohin sie auf ihrer Hochzeitsreise in einem klapprigen Kastenwagen fahren, ist ein bisschen staubig, ein bisschen schäbig, doch voller Flüsse und Bilder – und mehr braucht das junge Paar nicht zu seinem Glück.

Irgendwo unterwegs, in einer kleinen Gemäldegalerie, wird Iris ein Juwel entdecken, auf dem nicht mehr zu sehen ist als «ein schmaler, weisser Weg, der, von Ginsterbüschen gesäumt, bergauf führt und dann verschwindet. So wie der italienische Polizist [der den beiden einmal aus der Patsche geholfen hat] und Pieros geheimnisvoller, finsterer Christus lebt auch dieses Bild unter den Landschaften und Charakteren vieler ihrer späteren Romane fort.» Sanft, unaufdringlich lässt der Ehemann aus seinen Erinnerungen auch die Schriftstellerin hervortreten, eine hart arbeitende, disziplinierte Frau, die in Bildern denkt, in Geschichten abtaucht, sich fallen lässt, die in ihren Texten wie in ihrem Leben die Dinge atmen lässt und nie ihre Bescheidenheit und Herzensgüte verliert. Nicht einmal als Alzheimerpatientin.

«Trotz ihrer unaufhörlichen, ängstlichen Fragerei scheint Iris gar nicht zu wissen, wie man sich beklagt. Das hat sie auch früher nicht gewusst. Die Krankheit, die Wesenszüge so sehr betonen kann, dass es fast einer teuflischen Parodie gleicht, hat es in ihrem Fall nur geschafft, ihre natürliche Güte zu verstärken.» Sammelte sie einst Steine vom Strassenrand, rettet sie nun als Kranke Zigarettenstummel, trockene Blätter und zerdrückte Aludosen.

Schon in die «Damals»-Kapitel flicht John Bayley Schilderungen der Krankheit ein, verknüpft nahtlos und mit leichter Hand gute Zeiten und schweres Schicksal; die Erinnerung an das erste gemeinsame Bad im Fluss etwa mit der an das letzte. Zwischen Seerosenblättern und winzigen Fischen treibt der Leib der Kranken, die Füsse in den Socken steckend, die sie nicht hat ausziehen wollen – ein Moment des Glücks. Dann das Hochhieven am steilen Ufer: Plötzlich verzieht sich ihr Gesicht in Panik, und Bayley fürchtet, sie nicht mehr halten zu können, sie zurück in die Tiefe sinken lassen zu müssen. «Mir wurde schlagartig klar, dass wir nie wieder hierher zum Baden kommen durften.»

Ferne ohne Entfremdung

John Bayley ist kein Märtyrer: Voller Selbstironie erzählt er von seinen Wutausbrüchen, von seiner Ungeduld, seiner Enttäuschung, wenn Iris zum zehnten Mal seine Lieblingsblumen auf dem Sims in einer

wahren Sintflut ertränkt. Auch die «Freuden der Einsamkeit», die seine fast fünf Jahrzehnte dauernde Ehe erfüllt haben, erlebt der Oxforder Literaturprofessor nur noch selten. Trotzdem trifft er stets auf Iris, eine neue, alte Iris; die kindliche Iris – immer schon ein Teil der vielfach ausgezeichneten Autorin –, die jetzt an den Teletubbys hängt und an schlichten Kinderreimen. Auch eine Iris, die er liebt.

Es stimmt schon: Gerne hätte man noch mehr über Iris Murdochs Arbeit, über ihr Denken in gesunder Zeit erfahren. Aber vielleicht ist das nicht die Aufgabe, liegt das nicht in den Möglichkeiten des Ehemanns, der seine seit 1994 zunehmend sieche Frau bis zum Ende begleitete. Umso mehr berührt die Engführung des vergangenen, glücklichen Zusammenseins mit einer neuen, sprachlosen Gemeinsamkeit – einem Geschenk, dessen Zerbrechlichkeit John Bayley kennt: In jenem Teil, der «Jetzt» betitelt ist, erzählt er vom Fortschritt der Krankheit im Jahr 1997 und davon, wie sie einander jeden Tag physisch näher kommen: «Die neue Ehe hat sich selbst gestaltet.» Noch gibt es Rituale, die durch den Tag geleiten, einen Tag voller Ängste, Verzweiflungen und Fragen. Noch gibt es im «Löwengesicht» des Alzheimers – die maskenhaften Gesichtszüge sind ein klassisches Symptom – ein schüchternes Lächeln hie und da. «Die Reise ist zu Ende, und in der dunklen Begleitung der Krankheit ist Iris irgendwo angekommen. Und ich bin es auch.»

Alexandra M. Kedveš -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Anrührend und doch nicht kitschig!, 30. Januar 2002
Von Doris Hoppe "savitadh" (Waibstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
ELEGIE FÜR IRIS von JAHN BAYLEY beschäftigt sich nicht nur mit der Alzheimer Erkrankung, sondern lässt noch viel Raum für andere Betrachtungen (Natur, Literatur und Literaten, Reisen, bildende Kunst, Beziehungen usw). So habe ich z.B. einiges mehr über Kafka über Tolkien und A.Huxley erfahren, über Paris und Oxford und über das "bedeutendste Gemälde der Welt" von Piero della Francescas "Die Auferstehung Christi's" in Borgo San Sepolcro in der Toscana!
Der Autor schreibt mit einer Zärtlichkeit, die mich zutiefst berührt hat, die aber nie sentimental wirkt, über die Beziehung zu seiner Frau mit der er 43 Jahre verheiratet war und die er bis zu ihrem Tod 1999 durch ihre Arzheimer Erkrankung liebevoll und geduldig gepflegt hat. Das Buch ist aber keine Krankheitsgeschichte als solche, sondern besticht durch die immer wiederkehrenden Rückblenden auf die längjährige Beziehung, das Kennenlernen, ihr beiderseitiger Drang nach Freiheit, die Gespräche, ihre Freundschaften - oft philosophische Betrachtungen die zum Nachdenken anregen, dabei von einer Bescheidenheit und Unaufdringlichkeit, die seinesgleichen sucht.
Am meisten beeindruckt hat mich allerdings die große Kraft der Liebe, das gegenseitige Vertrauen, die Achtsamkeit und Toleranz im Umgang miteinander, die innere Freiheit, das sich immer wieder Annähern, nichts als selbstverständlich hinnehmen, das der Partnerschaft Reife und Tiefe gibt. John Bayley beschreibt die Höhen und Tiefen seiner Ehe mit der englischen Schriftstellerin Iris Murdoch einfühlsam und doch mit Humor. Ein intelligentes und doch menschlich tief anrührendes Buch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Eine ungewöhnliche Ehe, 24. Februar 2007
Rezension übernommen von: Elegie für Iris (Taschenbuch)
Titel: Elegie für Iris
Autor: John Baley
Verlag: Beck Verlag
ISBN-13: 340646064X

In einem anrührenden Rückblick über ihr gemeinsames Leben beschreibt der Literaturwissenschaftler und Romanschriftsteller John Baley die Geschichte seines Lebens und seiner Ehe mit der in England zu ihrer Zeit sehr bekannten und angesehenen Philosophiedozentin und Romanschriftstellerin Iris Murdock.
Als sich die beiden kennen lernten , ist er erst 28 , sie dagegen schon 34 Jahre alt. Sie scheint lebenserfahren und reif , mit einiger Menschenkenntnis ausgestattet und nicht ohne die Erfahrungen diverser Liebesbeziehungen.
Er hingegen bezeichnet sich zu jener Zeit als jung und naiv.
Diese gewisse Jugendlichkeit ihr gegenüber und auch, in meinen Augen, naive Bewunderung für sie durchzieht das ganze Buch.
Bemerkenswert ist die innige Lebensgemeinschaft, in die diese beiden Menschen hineinfinden bei offensichtlich gleichzeitig bewahrter Autonomie.
Iris Murdock erkrankt etwa im Alter von 75 Jahren an der Alzheimerschen Krankheit. In einer bewegenden Ehrung für seine Frau berichtet John Baley in diesem Buch über sein Zusammenleben mit ihr, den langsamen Verlust ihres Gedächtnisses, ihrer Handlungsfähigkeit und dem Versinken in das Dunkel der Krankheit.
Sie sind ein humorvolles und liebevolles Paar miteinander, voll spielerischer Vergnügungen, ernsthaft in ihrem Austausch über ihre Arbeit, gesellig, gleichzeitig die Eigenständigkeit des anderen achtend.
Auf der Ebene des Humors, gleicher Lebensgewohnheiten und gewisser häuslicher und intimer Rituale gelingt es John Baley, sich die liebevolle Zuneigung zu seiner Frau trotz ihrer lebenseinschränkenden Erkrankung zu bewahren. Sie bleibt eine fröhliche Frau , auf deren Temperament er sich einlässt, so dass sie weiterhin in einer zärtlichen und bis zu ihrem Tode liebevollen Beziehung zueinander zu verbleiben vermögen.
Zuweilen ist seine fast durchgängige Bewunderung, liebevolle Fürsorge und Rücksichtnahme für sie fast unglaublich. Aber sicher legt das Buch Zeugnis ab von einer ungewöhnlichen Liebe und hingebungsvollen Beziehung zwischen zwei Menschen, wie sie selten zu finden sein wird. John Baley schreibt in einen schönen Stil, lebendig und fesselnd.
Es ist keine Trauerbuch, kein Sterbensbuch, sondern schlicht und einfach eine Liebesgeschichte von ungewöhnlichem Format.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Erinnerungen an eine ungewöhnliche Frau, 24. Februar 2007
Rezension übernommen von: Elegie für Iris (Taschenbuch)
Titel: Elegie für Iris
Autor: John Baley
Verlag: dtv
ISBN-13: 978-3423085601

In einem anrührenden Rückblick über ihr gemeinsames Leben beschreibt der Literaturwissenschaftler und Romanschriftsteller John Baley die Geschichte seines Lebens und seiner Ehe mit der in England zu ihrer Zeit sehr bekannten und angesehenen Philosophiedozentin und Romanschriftstellerin Iris Murdock.
Als sich die beiden kennen lernten , ist er erst 28 , sie dagegen schon 34 Jahre alt. Sie scheint lebenserfahren und reif , mit einiger Menschenkenntnis ausgestattet und nicht ohne die Erfahrungen diverser Liebesbeziehungen.
Er hingegen bezeichnet sich zu jener Zeit als jung und naiv.
Diese gewisse Jugendlichkeit ihr gegenüber und auch, in meinen Augen, naive Bewunderung für sie durchzieht das ganze Buch.
Bemerkenswert ist die innige Lebensgemeinschaft, in die diese beiden Menschen hineinfinden bei offensichtlich gleichzeitig bewahrter Autonomie.
Iris Murdock erkrankt etwa im Alter von 75 Jahren an der Alzheimerschen Krankheit. In einer bewegenden Ehrung für seine Frau berichtet John Baley in diesem Buch über sein Zusammenleben mit ihr, den langsamen Verlust ihres Gedächtnisses, ihrer Handlungsfähigkeit und dem Versinken in das Dunkel der Krankheit.
Sie sind ein humorvolles und liebevolles Paar miteinander, voll spielerischer Vergnügungen, ernsthaft in ihrem Austausch über ihre Arbeit, gesellig, gleichzeitig die Eigenständigkeit des anderen achtend.
Auf der Ebene des Humors, gleicher Lebensgewohnheiten und gewisser häuslicher und intimer Rituale gelingt es John Baley, sich die liebevolle Zuneigung zu seiner Frau trotz ihrer lebenseinschränkenden Erkrankung zu bewahren. Sie bleibt eine fröhliche Frau , auf deren Temperament er sich einlässt, so dass sie weiterhin in einer zärtlichen und bis zu ihrem Tode liebevollen Beziehung zueinander zu verbleiben vermögen.
Zuweilen ist seine fast durchgängige Bewunderung, liebevolle Fürsorge und Rücksichtnahme für sie fast unglaublich. Aber sicher legt das Buch Zeugnis ab von einer ungewöhnlichen Liebe und hingebungsvollen Beziehung zwischen zwei Menschen, wie sie selten zu finden sein wird. John Baley schreibt in einen schönen Stil, lebendig und fesselnd.
Es ist keine Trauerbuch, kein Sterbensbuch, sondern schlicht und einfach eine Liebesgeschichte von ungewöhnlichem Format.
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Am 2. Januar 2004 veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen "Und sie spürte, wie sie ins Dunkle reiste..."
1999 starb Iris Murdoch, eine der bekanntesten Autorinnen ihrer Zeit, an der heimtückischen Alzheimer-Krankheit. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. August 2002 von Ines Tabbert

5.0 von 5 Sternen anrührend und doch intelligent....
Gerade habe ich ELEGIE FÜR IRIS von JAHN BAYLEY beendet und es hat gehalten was es versprochen hat. Es beschäftigt sich nicht nur mit der zunehmenden Altersdemenz oder Alzheimer... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Januar 2002 von Doris Hoppe

5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Buch zum Lesen und Verschenken!
Dies Buch ist ein seltenes Loblied auf die Ehe, wie sie sein kann, wenn zwei aussergewöhnliche Menschen mit Toleranz und Humor sich lieben und respektieren. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Juli 2000 von lsmoorma@muenster.de

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Elegie ist anders, als man es erwarten würde. John beschwert sich nicht über den ständig größerwerdenden Verfall seiner Frau oder dass sie ihn zum Schluß nicht einmal mehr... Lesen Sie weiter...
Am 9. Juni 2000 veröffentlicht

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