Der neue Verwalter kommt, um in einem Reservat in Ceylon für Ordnung zu sorgen, gegen Korruption und Schlamperei anzukämpfen und so die ihm anvertrauten Tiere zu schützen. Ein "Mahout", ein Elefantenjunge mit Namen Toomai hilft ihm, mit Grosswildjägern, Touristen und korrupten Ministern fertig zu werden.
Ich war so um die acht Jahre alt, als diese erste Staffel der TV-Serie im Fernsehen lief. Das war die Zeit, als grosse Abenteuer im Fernsehen angesagt waren, da gab´s den "Seewolf", "Zwei Jahre Ferien", "Daktari" und wie sie alle hießen. Vom Elefantenjungen waren mir nach all den Jahren weniger die Geschichten als die eingängige Titelmusik und vor allem die grossartigen Landschaftsaufnahmen im Gedächtnis geblieben, zu der sie so wunderbar passte. Und die Erinnerung täuschte mich nicht, auch wenn das Filmmaterial alt ist und Streifen aufweist: Die Aufnahmen sind stimmungsvoll, Elefanten, Tiger und andere Tiere haben ihren grossen Auftritt und werden gezeigt als das, was sie sind - prachtvolle, erhaltenswerte Geschoepfe. Darin eingebettet sind die Geschichten, die eher einfach gestrickt sind, aber dafür auch nicht überfrachtet wie dies bei heutigen Serien so oft der Fall ist. Die Serie kommt aus England, aber überraschenderweise spielt ein Deutscher, Uwe Friedrichsen, die Hauptrolle, und er macht das ohne Männlichkeitsgehabe alla 60er-Jahre Film. Wir sind in den 70ern, und da ist bereits Umweltschutz angesagt, Großwildjaeger haben ausgedient und werden ggf. mit dem Land Rover gesucht, um keinen Schaden anzurichten. Das waren damals noch richtige Autos ohne bequeme Sitze für verzärtelte Hinterteile,
und es wird fleissig damit herumgefahren. Toomai, der Elefantenjunge, ist der eigentliche Hauptdarsteller. Er führt uns in die Arbeit eines "Mahout", eines Elefantenjungen ein, und so erleben wir die sanften Riesen bei der Arbeit. Gelegentlich wirken seine Dialoge etwas hölzern, aber das tut der Rolle keinen wirklichen Abbruch. Selbverständlich bekommen auch die Frauen ihre Rolle, und zwar als Wissenschaftlerinnen. Vielleicht der einzige wirkliche Schwachpunkt der Serie, daß sie etwas unterrepräsentiert sind.
Die DVD weist noch Interviews mit Uwe Friedrichsen sowie verschiedene Hörspielfassungen auf, so dass ich auch mit Bonusmaterial gut bedient bin.
Wer richtig Lust auf Abenteuer hat oder seinen Kindern fantasievoll zeigen will, wie man mit Tieren umgeht und Probleme ohne Gewalt löst, kommt hier voll auf seine Kosten.