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Wer sagt, Elefanten können nicht tanzen? Der Wiederaufstieg von IBM.
 
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Wer sagt, Elefanten können nicht tanzen? Der Wiederaufstieg von IBM. [Gebundene Ausgabe]

Peter Torberg
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Dva; Auflage: 2 (November 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342105696X
  • ISBN-13: 978-3421056962
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 358.639 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Wer sagt, CEO könnten nicht schreiben?

Louis V. Gerstner über seine Zeit bei IBM

Das Buch von Louis V. Gerstner über seine zehn Jahre an der Spitze von IBM bietet tiefe Einsichten in die Eingeweide des blauen Riesen. Darüber hinaus enthält es auch interessante Hinweise zur erfolgreichen Unternehmensführung. «Ich habe das Buch ohne die Hilfe eines Co-Autors oder Ghostwriters geschrieben (weshalb es höchstwahrscheinlich mein letztes sein wird; ich hätte es mir nicht träumen lassen, dass es so schwer ist).» Offen, direkt und mit einer Prise Ironie – die Eröffnung in Louis «Lou» Gerstners Buch «Wer sagt, Elefanten können nicht tanzen?» über seine Zeit an der Spitze von IBM ist zugleich Programm – und macht den ausserordentlichen Reiz des Werks aus: Hier lässt nicht einer schreiben, der post factum am eigenen Denkmal meisselt und dabei eher verklärt als aufklärt.

Dem Autor geht es ganz im Gegenteil darum, befreit von Rücksichten, die ihm sein Amt als Exekutivdirektor jahrelang auferlegte, endlich lustvoll tiefe Einblicke in einen der schwierigsten, aber auch erfolgreichsten Turnarounds der Industriegeschichte zu vermitteln. Die eigene Person wird dabei ebenso wenig überhöht («Ich ging mit einem wachsenden Gefühl der Angst nach Hause»), wie auch die Kollegen in der IBM-Führungsetage vor Gerstners trockenem, ins Mark treffendem Humor nicht sicher sind: etwa wenn er beschreibt, wie die traditionell in weisse Hemden gewandeten IBM-Manager plötzlich alle farbige tragen – nur weil der neue Chef an der ersten Geschäftsleitungssitzung in hellblauem Tuch aufgetreten ist. Das Ausbluten stoppen Solch kleine, aber feine Beobachtungen bringt Gerstner in direkten Zusammenhang mit einer auf Konsens und Besitzstandwahrung bedachten Unternehmenskultur, die das Traditionsunternehmen bei seinem Amtsantritt am 1. April 1993 an den Rand der Katastrophe gebracht hatte. Gerstner macht die weitgehend konkurrenzlose Wettbewerbssituation während Jahren sowie den paralysierenden Einfluss der langwierigen kartellrechtlichen Auseinandersetzungen für den desolaten Zustand verantwortlich.

Dem neuen Exekutivdirektor gelang es indes schnell, das finanzielle «Ausbluten» des Konzerns zu verhindern: teilweise durch die üblichen Massnahmen der Kostensenkung und Devestition, teilweise aber auch durch damals als tollkühn empfundene Meisterstreiche. In diese Kategorie fällt etwa das Festhalten am von vielen totgesagten Mainframe (Grossrechner) beziehungsweise die Entscheidung, Milliarden Dollars in eine neue Technologie zu investieren und die Preise stark zu senken. Auch die Hinwendung zu Dienstleistungen im Sinne der Integration von verschiedenen, auch fremden Technologien zu Gesamtlösungen war für die autistische IBM keine Selbstverständlichkeit. Zwei Leitideen ziehen sich dabei durch alle Managemententscheidungen: Die Realitäten des Marktes und die Wünsche der Kunden sind ausschlaggebend – auch dies nicht naturgegeben in einem Unternehmen, das den Markt nur aus Lehrbüchern kannte und den Kunden jahrzehntelang gesagt hat, was sie brauchen. Entsprechend heftig waren die internen Auseinandersetzungen. Auch die Entscheidung, das Unternehmen zusammenzuhalten und nicht, wie von vielen Experten und gewinnsüchtigen Investmentbankern gefordert, in 13 «Baby-Blues» aufzuteilen, geht vom Kundenbedürfnis aus: Kein einziger Kunde hätte einen Vorteil darin gesehen, meint Gerstner. Anleitung zur Unternehmensführung Das Buch liest sich wie ein Krimi und bietet dabei mehr Einsichten in Unternehmensführung als ganze Bibliotheken theoretisch-trockener Abhandlungen.

Der Zahlenmensch Gerstner hat dabei erstaunlich präzise Vorstellungen vom unschätzbaren Wert der eher «weichen» Faktoren wie etwa Unternehmenskultur und Marken, die zentral definiert und gepflegt werden müssten – auch gegen den Widerstand von lokalen «Duodezfürsten». Nachdem der Patient IBM endlich aus der finanziellen Intensivstation hatte entlassen werden können, war deren Entmachtung beschlossene Sache: Straffe Führung vom Firmensitz aus, zentrale Kampagnen und eine nach Branchen (und nicht Ländern) orientierte Firmenstruktur waren Mass aller Dinge. Indes glaubt man Gerstner, dass es dabei weniger um persönlich motivierte Machtentfaltung ging als um die optimale Führung des Unternehmens. Denn: «Grosse Unternehmen werden nicht gemanagt, sie werden geführt.» Und zwar mit einer Leidenschaft, die kompromisslos sein kann. Schwach, weil zu schwammig ist das Buch nur dort, wo auch gegenwärtig noch nicht gelöste Problemzonen angedeutet werden: Das PC-Geschäft etwa mit der Hüst-und-hott-Politik im Vertrieb ist gewiss kein Ruhmesblatt der Gerstner'schen Ära. Wie das Zitat zu Beginn dieses Artikels bereits erahnen lässt, ist die deutsche Übersetzung überaus holprig. Neben zahlreichen stilistischen und grammatikalischen Fehlern – am peinlichsten ist der Grammatikfehler im deutschen Buchtitel – gibt es auch inhaltlich Aberrationen, wenn etwa das englische «sales», das Umsatz, aber auch Verkauf oder Marketing heissen kann, falsch übersetzt wird. Beat Welte

Kurzbeschreibung

Louis V. Gerstner schreibt in seiner Autobiographie eine Erfolgsstory, die ihresgleichen sucht. Während sich die Nachrichten über Bilanzfälschungen und Pleiten aus den USA überschlagen, gibt Gerstner ein Beispiel für ein Spitzenmanagement. In einem knapp zehnjährigen Kraftakt hat er einen der größten amerikanischen Konzerne auf Erfolgskurs getrimmt. Als Gerstner 1993 zum Exekutivdirektor von IBM ernannt wird, sieht er sich vor die gigantische Aufgabe gestellt, den völlig heruntergewirtschafteten Computerkonzern wieder nach oben zu bringen. Mit seiner Managementphilosophie und großem persönlichen Einsatz bringt er neuen Wind in das Unternehmen. Innerhalb kürzester Zeit gelingt es dem Außenseiter ohne Branchenkenntnisse, die Umsätze von IBM zu steigern und Gewinne zu erzielen. Eindrücklich zeichnet Gerstner den steilen und steinigen Weg seines Erfolgs nach, beschreibt anschaulich seine Strategien und sein Handeln als Chairman. Er schildert, wie er IBM mit eisernem Willen und straffer Führung zu neuem Ruhm verhalf und vom ersten Tag an dem Unternehmen seinen Stempel aufdrückte. Er trat an mit dem Satz: äDas letzte, was IBM braucht, ist eine Vision. Lou Gerstner kam, nahm die Zügel in die Hand - und brachte den Elefant zum Tanzen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Eine überaus spannende Lektüre könnte das sein: der Niedergang und Beinahe-Konkurs des Computergiganten IBM und sein anschliessender kometenhafter Wiederaufstieg zur Weltspitze - dank den strategischen Entscheidungen des Konzernretters Louis Gerstner. Gerstners Führungsleistung und sein Anteil am Turnaround von IBM sind unbestritten und eine bemerkenswerte Erfolgsstory. Doch das hätte der Leser sicher auch ohne die an allen Ecken und Enden durchscheinende Selbstgefälligkeit des Autors bemerkt. Das Ende des Buches ist mühsam und kommt in Raten: Man ahnt, wie schwer es Gerstner gefallen sein muss, den Taktstock abzugeben und den Elefanten IBM alleine weitertanzen zu lassen. Wir empfehlen das Buch Führungskräften aller Ebenen und insbesondere allen IT-Interessierten.
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hier spricht ein Megomane! 26. Januar 2003
Von Ein Kunde
Selten habe ich ein Buch gelesen, in dem sich der Autor so mit Weihrauch beräuchert wie dieses. Zunächst macht er die Leistung seiner Vorgänger ordentlich schlecht, um dann um so mehr seine eigene herauszustellen. Dass er den Wiederaufstieg der IBM strategischen Weichenstellungen zuschiebt, behauptet er nicht einmal selbst. Die größte Leistung, das ergibt sich eindeutig aus diesen selbstbezogenen Memoiren, ist die Umkehr des Entschlusses seines Vorgängers, die IBM in kleinere, rechtlich unabhängige Einheiten aufzuspalten. Es ließ es bei der großen IBM, führte den Weg zu einere Software- und Serviceorganisation konsequent weiter. Dass fast auf den Tag genau nach seinem Rücktritt Unregelmäßigkeiten in der Bilanz ans Tageslicht kamen, die die unter ihm erzielten Ergebnisse in Frage stellen, hat er nicht erwähnt. Dass sich der Wert der IBM Aktie nach seinem Abgang prakisch halbierte, auch nicht. Ein viel zu überschätzter Mann schrieb ein Buch, um an seiner eigene Legende zu stricken.
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bookworm
Lou Gerstner (in IBM-Kreisen "Lou" genannt) hat dieses Buch, wie er sagt, ohne die Hilfe irgendwelcher professioneller Schreiberlinge zu Papier gebracht ... und das merkt man auch. Das ist in diesem Fall aber keinesfalls von Nachteil sondern macht das Buch sehr authentisch. Als Branchenfremder kam "Lou" nach längerem Zögern zu IBM. Vorher hatte er bei McKinsey, American Express und Nabisco gearbeitet. (da Nabisco ein Nahrungsmittelhersteller ist der unter anderem Kekse produziert hat Scott McNealy (CEO von SUN) später einmal IBM als International Biscuit Makers bezeichnet ...).

Anfang der Neunziger stand IBM vor einem Scherbenhaufen. Der Computer-Riese wurde an allen Fronten von Newcomern attackiert und verlor ständig Marktanteile. Schließlich war gar eine Zerschlagung des Konzerns in kleinere Tochterunternehmen eine echte Alternative. Gerstner hat es verstanden, die unternehmerischen Potentiale zu nutzen und den Koloss in relativ kurzer Zeit neu auszurichten. Welches Chaos er 1993 vorgefunden hat und wie er den "Elefanten" zum tanzen gebracht hat davon handelt dieses sehr kurzweilige Buch. Es zeigt einmal mehr, daß es auch heute in Unternehmen noch auf Menschen ankommt und darauf, die Potentiale dieser Menschen zu nutzen. Gerstner hat dies verstanden und er hat das Buch allen Mitarbeitern von IBM gewidmet den wie er sagt "wahren Helden der Wiedergeburt von IBM".

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