Selten habe ich ein Buch gelesen, in dem sich der Autor so mit Weihrauch beräuchert wie dieses. Zunächst macht er die Leistung seiner Vorgänger ordentlich schlecht, um dann um so mehr seine eigene herauszustellen. Dass er den Wiederaufstieg der IBM strategischen Weichenstellungen zuschiebt, behauptet er nicht einmal selbst. Die größte Leistung, das ergibt sich eindeutig aus diesen selbstbezogenen Memoiren, ist die Umkehr des Entschlusses seines Vorgängers, die IBM in kleinere, rechtlich unabhängige Einheiten aufzuspalten. Es ließ es bei der großen IBM, führte den Weg zu einere Software- und Serviceorganisation konsequent weiter. Dass fast auf den Tag genau nach seinem Rücktritt Unregelmäßigkeiten in der Bilanz ans Tageslicht kamen, die die unter ihm erzielten Ergebnisse in Frage stellen, hat er nicht erwähnt. Dass sich der Wert der IBM Aktie nach seinem Abgang prakisch halbierte, auch nicht. Ein viel zu überschätzter Mann schrieb ein Buch, um an seiner eigene Legende zu stricken.