Wie der Autor im Vorwort schreibt, hat er nur Experimente in sein Buch aufgenommen, die in die zehn Kategorien passen, die die Kapitel seines Buches bilden. Zudem mussten die Experimente bestimmte Kriterien erfüllen: Lachen und Kopfschütteln waren ebenso Reaktionen, die zur Aufnahme in das Buch führten, wie Abscheu und Entsetzten. Das erste Kapitel ist dabei ganz dem gewidmet, was die meisten Menschen als abscheulich empfinden. Doch auch das Entsetzen kommt im Verlauf des Buches nicht zu kurz, beispielsweise wenn man von Dr. Ewen Cameron liest, der seine Patienten - mit oder ohne Einwilligung - einer unglaublichen Therapie" unterzog, die mittels Elektroschocks und massiver Dosen LSD zunächst Erinnerungen löschen sollte, um dann im nächsten Schritt mittels Isolation, medikamentösen Dauerschlafs und verborgener Lautsprecher dem Patienten immer wieder dieselbe Botschaft einzutrichtern, wie zum Beispiel "Die Leute mögen dich und brauchen dich". Nutzbringende Gehirnwäsche" nannte er dieses Verfahren, dessen Erforschung zeitweise von der CIA finanziell gefördert wurde und mit dem Cameron den Nobelpreis für die Heilung von Schizophrenie einheimsen wollte. Andere Experimente sind deutlich harmloser. So untersuchte eine Studie der Massey University, wie Schafe auf direkten menschlichen Blickkontakt reagieren (Does Direct Human Eye Contact Function as a Warning Cue for Domestic Sheep" von 2006).
Zu jedem Experiment, das der Autor vorstellt, gibt er die dazugehörige Publikation an. Am Ende des Buches stellt er in manchen Fällen auch noch weitere Literaturhinweise vor. Das ist aber auch schon das einzige an dem Buch, was ihm eine wissenschaftliche Aura verleiht. Denn das Ziel, das der Autor anvisiert und auch erreicht hat, war, ein Sachbuch über verrückte Experimente zu schreiben, das auch für nicht einschlägig vorgebildete Leser unterhaltsam und verständlich ist. Beides trifft auf das Buch zu, wobei mancher Leser von der hin und wieder gezwungen wirkenden humorvollen Art des Autors ein wenig genervt sein könnte. Allerdings tritt die nie soweit in den Vordergrund, dass man sie nicht ignorieren könnte. Wie nicht anders zu erwarten, führen einige der aufgeführten Experimente zu eher heftigen Reaktionen (wie das obige Gehirnwäschebeispiel) während man bei anderen eher gleichgültig die Schultern zuckt. Leser, die sich in der Verhaltensforschung beziehungsweise Psychologie gut auskennen, werden einige der Experimente kennen, nichtsdestotrotz wird es genug geben, die unbekannt sein werden und den Kauf des Buches rechtfertigen.
Ein unterhaltsames Buch über die Absurditäten von Erkenntnisstreben und Forscherdrang.