Kundenrezensionen

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3,9 von 5 Sternen
Electronic Meditation
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Juni 2007
"One of the first electronic punk albums in history!", so steht es auf dem Aufkleber des 2003er Earmark Reissues geschrieben und der echte Tanerine Dream Fan kann seinen Augen nicht trauen. Nicht nur das andere namhafte Progressive Rock Gruppen versuchen sich in den Punk zu retten, nein jetzt auch noch Tangerine Dream. Gibt es eigentlich in diesem Universum eine Gruppe die weiter vom Punk entfernt ist (Ja Mike Oldfield und sonst?)?

Electronic Meditation von Tangerine Dream ist aus vielen Gründen ein Klassiker. Zum Einen ist da einmal die kultige Besetzung: Edgar Froese (Gitarre, Orgel, Klavier, Glasscherben), Claus Schultze (Schlagwerk, Peitsche, Metallstäbe, brennendes Pergament) und Conny Schnitzler (Cello, Geige, Addiator, 2. Gitarre). Zum anderen ist es das erste wirklich völlig freie Experimental Album der Pop Musik. Vor Electronic Meditation gab es in Deutschland nur Volksmusik und Schlagerplatten. Das einzige Manko ist das Tangerine Dream hier noch sehr viel improvisiert haben und die Kompositionen noch nicht richtig ausgearbeitet wurden.

Die LP ist ein, völlig instrumentales, Konzeptalbum über ein Menschenleben unter Milliarden. Von der Geburt (Genesis), die Reise durch ein brennendes Gehirn (Journey Through A Burning Brain), Kalter Rauch (Cold Smoke), Asche zu Asche (Ashes To Ashes) und die Auferstehung (Resurrection) reist man mit Tangerine Dream auf ihrem Debut. Hier merkt man noch den sehr starken Einfluss der frühen Pink Floyd aus der A Saucerful Of Secrets Phase. Der einzige unterschied ist das Tangerine Dream noch ein wenig verrückter und abgedrehter sind (Siehe Instrumentalisierung). Glasscherben und ähnliche Dinge wurden mit einem Mikrophon aufgenommen und Verzerrt und mit Echo versetzt. Aufgenommen wurde das Album in einer alten verlassenen Fabrikhalle in Berlin. Bemerkenswert ist auch die völlig freie, manchmal etwas an Jimi Hendrix erinnernde Gitarre von Edgar Froese. Genesis der Opener des Albums beginnt noch ganz Verhalten, aber schon bei Journey Through A Burning Brain ist man von einem Wirbel aus Sound umgeben. Bei Cold Smoke kommt die Orgel mit einem langsamen Akkord Thema hinein und darüber werden seltsame (wirklich seltsame) Effekte produziert. Das Lied bricht dann in eine Art Beat um und entwickelt gespenstische Züge. Im Finale dieses Longtracks kommt ein langes wildes hendrixartiges E-Gitarren Solo dazu.

Diese LP ist ein Konzeptalbum im reinsten Sinne, denn geschlossener und wie aus einem Stück kann ein Album nicht mehr sein als Electronic Meditation von Tangerine Dream. Allerdings ist das Album, wie alle frühen Tangerine Dream Werke, phasenweise sehr sehr anstrengend und unzugäglich.

Anspieltipps: Journey Through A Burning Brain, Cold Smoke

Zum Weiterhören: Zeit; Alpha Centauri; Atem

Artverwandtes: Ummagumma (Pink Floyd); A Saucerful Of Secrets (Pink Floyd)
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Januar 2000
1970 waren Tangerine Dream Edgar Fröse, Klaus Schulze und Conrad Schnitzler. Die drei veröffentlichten ein Album zwischen experimenteller Musik und den ersten Anfängen der deutschen Elektronik. Für unzählige Nachfolger war dieses Album der Beginn ihres musikalischen Denkens, Quelle zur Inspiration und Vorbild im kompromißlosen Ausleben von Ideen. In fünf Titeln sollte sich ein Kreis schließen. Im Text zur 5. Ohr-Platte hieß es: "Im Zeitalter der elektronischen experimentellen Musik geht alles. Wenn Du diese Platte hörst, zieht ein seziertes menschliches Leben an dir vorbei. Eins unter Milliarden. Geburt: ein Gehirn kommt zur Welt, noch nicht fähig zum denken, Nach und nach, Zelle für Zelle, wird es sich seiner selbst bewußt." Es wird "Zeit, die Reise durch ein brennendes Geghirn anzutreten. Das Gehirn absorbiert seine Umwelt wie einen Extrakt. ... Was entsteht ist kalter Rauch. Das Gehirn kapselt sich ab, es baut sich innerhalb seiner engen Schale eine Traumwelt. ... irgendwann wird der Druck von außen zu stark .... Asche zu Asche" Am Ende steht die Auferstehung und der neue Beginn des Zyklus. Genauso schwierig, kompliziert wie sich das anhört, ist es nicht. Die Musik ist teilweise richtig eingängig, auch wenn Fröse u.a. Glasscherben, Schulze brennendes Pergament, Peitsche und Metallstäbe sowie Schnitzler Addiator (?) spielt. Vor allem ist es aber der festgehaltene Ursprung von den drei Musikern, die anschließend unglaublichen Erfolg auch auf ihren Solo-Wegen hatten. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Das Debüt der Tangs von 1970, damals in der Besetzung der Elektronik-Urväter Edgar Froese, Conrad Schnitzler (später Kluster und danach solo) und Klaus Schulze (später Ash Ra Tempel und danach solo). Mit anderen zeitgleich erschienen Alben (z.B. Popol Vuhs Affenstunde", Kraftwerks Erster, oder Monster Movie" von Can) half diese LP mit bei der Geburt der elektronischen Musik.

Allerdings war das Elektronische auf diesen ersten Alben zumeist die Art der Produktion und das Ausnutzen der technischen Möglichkeiten des Studioequpiments (Filter, Vary Speed, Reverse, usw.), da die Synthesizer erst noch zu teuer und wenig verbreitet waren.

Auf Electronic Meditation" wurde daher herkömmliches Instrumentarium (Gitarren, Orgel, Cello, Drums) verwendet. Die Kompositionen der 5 Songs sind noch stark geprägt vom improvisierenden und experimentellen Charakter der Rockmusik, wie sie z.B. auch Amon Düül machten. Freie, ungezügelte, spontane Rhythmen und Geräusche erklingen, mal disharmonisch und eruptiv, mal meditativ und schwebend. Beim meinen ersten Annäherungen an diese Platte war ich vor den Kopf gestoßen, denn es benötigt doch einiger Durchläufe, um die Originalität und durchaus vorhandene Schönheit der Musik zu verstehen.

Ansonsten gilt hier, was Stefan Wekler in seiner Rezension sagt. :-)

Wovon ich weniger begeistert bin, ist das 1995 vorgenommene Digital Remastering, das im Gegensatz zur älteren CD-Version die Aufnahmen zu dumpf und undifferenziert klingen lässt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Das verflixte Debüt...
Schnitzler, Froese und Schulze, kurz bevor er wieder ausstieg.
Von den Dream wenige Jahre später ist eigentlich nichts zu hören.
Eher freie Improvisationen wie Pink Floyd im langen Titelstück der A Saucerful Of Secrets 1968 schon gemacht haben.
Ein bisschen freien Rock, ähnliches gab es zu der Zeit auch im Debüt der Guru Guru.
Dazu noch ein paar Effekte wie brennendes Papier oder Glas.

Unterm Strich typisches dieser Zeit aus Berlin?

Nein, eher neue Töne. Nichts für normale Hörer, aber für Leute, die mal was wirklich neues (naja, damals, 1970 jedenfalls) hören wollen.

Ich finde es gut.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Februar 2014
Die meisten "TD-Fans" von heute wenden sich vor Grauen vor diesem Werk ab und können nicht glauben, dass ihr Fahrstuhl-Musik-Guru Edgar Froese jemals solchen Krach gemacht hat. Die älteren unter uns wissen, dass es tatsächlich so war; dass Tangerine Dream einmal in den fernen 70ern einer der Begründer eines neuen Musikgenres war und innovative Sounds geschaffen hat, im Gegensatz zum Preset-Abrufen heute. Auch der Andere, Klaus Schulze, damals noch Drummer, war einer davon. Und Conrad Schnitzler, der am wenigsten Bekannte, hat Zeit seines Lebens neue Klänge erforscht. Auf dieser CD wird man Zeuge des Beginns einer neuen Musikrichtung...
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. September 2010
.. geben sich Tangerine Dream auf ihrem ersten Album auf dem sogar Grossmeister Klaus Schulze mit wirkt.
Der diese Musik selber als Punk bezeichnet. Womit er natürlich nicht sagen wollte, das hier die Punkwelle vorweg genommen wird. Sondern das jeder Musiker (vermutlich unter Drogeneinfluss) einfach seinen Assoziationen freien lauf liess. Egal ob er sein Instrument beherschte oder nicht. :-)

Das Ergebniss überascht nicht. Der psychedelische Einfluss Ende der 60er. Wie er insbesondere von Pink Floyd geprägt wurde ist hier sichtlich zu hören und noch heute denke ich oft immer ein bischen an Pink Floyd wenn ich diese Aufnahme höre. Natürlich verfügt "Electronic Meditation" nicht über die Qualität die Pink Floyd an den Tag legten. Aber ihr psychedelischer Einfluss ist unverkennbar. Es ist auch bekannt das zumindest Klaus Schulze zu der Zeit auch ein Konzert von Pink Floyd besuchte.

Fazit: Interessante freie Assoziationen experimenteller und psychedelischer Art. Die den Zeitgeist des Entstehungsjahres (1970) gut wieder spiegeln. Eine interessante Zeitreise auf die man sich aber natürlich einlassen muss. Wer mit der Musik aus der Hippigeneration nicht viel anfangen kann der wird zwangsläufig verwirrt sein.
Wer aber aufgeschlossen für experimentelle Musik ist und psychedelische Gittaren und sphärische Orgelklänge liebt der wird auf eine interessante Reise gehen. Eine Reise Zurück an den Anfang der kosmischen Musik.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. April 2004
Electronic Meditation ist Tangerine Dreams Erstlingswerk. Nicht elektronisch, nicht meditativ, dafür radikal in seiner Mischung aus Free Rock und zeitgenössischer Musik. Keine Musik für Elektronikfans, das ist sicher, aber interessant für alle, die wissen wollen, wie der Tangerine Dream begann.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. November 2002
Nun denn ! Das Erstlingswerk der Elektronik-Künstler ist nun wirklich nicht jedermans Sache. Von eingängigen Melodien und schönen Sphärentönen ist hier nichts zu spüren. Es wurde noch fast ohne Elektronik gearbeitet. Deutlich sind die Experimentalversuche der Band; ob ein muskalisches Konzept dahinter steht, ist sicherlich für den Laien nicht zu erkennen. Trotzdem: Man bedenke, die Aufnahmen wurden 1969 in einer alten Fabrikhalle gemacht; und dafür ist der Sound wirklich ok ! Wer auf Experimentalrock steht, kann sich die Scheibe wirklich antun; alle anderen werden sich nach Anhören der CD sicherlich fragen: Was war das denn ? Also: Eben nicht für jeden !
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. April 2013
Das erste TD Album aus 1970, war eine Ohr Produktion.
Wer ein wirklich spannendes "Tangerine Dream" Album braucht, sollte diese kaufen. Eine psychedelische Herausforderung im typischen Krautrock Stil , ähnlich wie ein Film-Soundtrack, und nicht nur ein banales Gedudel wie viele Alben von TD.
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2 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Das soll Tangerine Dream sein??
Das Werk ist schräg und schwer genießbar. Vor allem fehlt der typisch ausufernde Keyboard und Synth.--Sound, der die Gruppe ein Jahr später in Europa zu avandgardistischen Ehren kommen lies, und bis heute ihr Markenzeichen blieb.
- Die tollen kosmisch-ausufernden Sounds gab es erst mit den Folgewerken "Alpha Centauri"! und "Atem", die wie eine geheime Reise durch die Schöpfungsgeschichte der Erde zu Urzeiten klingen. Auch "Zeit" (etwas dumpfer und freudloser) geht weiter als sich Pink Floyd mit "Echoes" jemals wagte.
- Doch "Electronic Medidation" empfehle ich Liebhabern solcher Klänge nicht, es ist zu schräg, nicht einmal spacig (außer evtl "Reise durch ein brennendes Gehirn"). Der Apfelsinen-Traum war wohl noch in seiner frühen Orientierungsphase, da kann man (ähnlich "Monster Movie" oder "Psychedelic Underground") so eine LP verstehen - aber nicht unbedingt kaufen.
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