Kurzbeschreibung
Für den Reisemittler das letzte Glied in der touristischen Wertkette stellt das Aufkommen des Electronic Commerce eine Herausforderung dar: Zum einen kann der Reisemittler durch Akteure vorangehender Wertschöpfungsstufen, die über das Internet direkt mit den Kunden in Kontakt treten, aus dem Markt verdrängt werden. Zum anderen bilden sich im Online-Vertrieb neue Geschäftsmodelle heraus, die dem Kunden einen höheren Nutzen bieten und die Ausgestaltung des herkömmlichen Geschäftsmodells verändern.
In der vorliegenden Arbeit wird in einem ersten theoretischen Teil die Rolle beleuchtet, welche die Informationstechnologie bei den Veränderungen im Reisemarkt einnimmt. Im Anschluß zeigt der Verfasser auf, wie der Reisemittler mit einer sinnvollen Kombination zwischen zwei Extremen die Funktionen und Dienstleistungen im hybriden Verkaufskanal anbieten kann und listet im Sinne eines gedanklichen Baukastens eine Vielzahl von Elementen auf, mit denen sich das Geschäftsmodell des Reisemittlers ausgestalten läßt. Eine Beschreibung von fünf durchgeführten Fallstudien im deutschen Reisemarkt beleuchtet, wie Reisemittler unterschiedlicher Größe ihre Brick-and-Click-Präsenz ausgestaltet haben.
Durch zahlreiche Handlungsempfehlungen ist die Arbeit nicht nur für Wissenschaftler, sondern auch für Praktiker interessant.
Über den Autor
Emanuel Marti, Jahrgang 1964, studierte von 1983-1987 Betriebswirtschaft an der Universität Bern. 1987-1996 Tätigkeit in der schweizerischen Uhrenbranche im In- und Ausland, mitunter in verschiedenen Führungspositionen. 1996-2001 Finanzverantwortlicher bei einem schweizerischen Reiseveranstalter und Reisemittler und dort mit den Veränderungen im Umfeld des Electronic Commerce direkt konfrontiert. Parallel zu dieser Tätigkeit von 1999-2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Dr. Joachim Griese am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Bern, Abteilung für Informationsmanagement, mit Promotion zum Dr. rer. pol im November 2001.