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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Black & White: Gut und schlecht, 18. September 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Black & White (Computerspiel)
Wer Black & White spielen will, der muss vorallem eins haben: vieeel Zeit. Man _kann_ zwar die Singleplayer Level in weniger als 30-40 Stunden durchspielen, aber dann verpasst man ca. 90% den Spiels. Nicht weil es so viele Geheimlevel gibt, wie man das von anderen Spielen kennt, sondern weil es so viele Kleinigkeiten und Details gibt, die das Spiel erst so reizvoll machen. Das erklärt auch die so unterschiedlichen Meinungen über dieses Spiel: Wer sich nämelich nur auf das "Wesentliche" konzentriert, nämelich Dorf aufbauen, andere Dörfer einnehmen, Kreatur halbwegs so erziehen das man mal weggucken kann ohne das dann gleich das Dorf in Schutt und Asche liegt, der wird sehr schnell sagen, dass das Spiel eintönig und viel zu langatmig ist. Wer sich aber viel Zeit nimmt und auch die Geduld hat, alles mal auszuprobieren, der wird feststellen das das unwichtigste im Spiel das Gewinnen ist. Noch nie gab es ein Spiel mit so viel Tiefe und Detail wie Black & White. Um ein paar Beispiele zu nennen: Man kann z.B. Steine mit genügend Hitze (2-3 Feuerbälle reichen meist) zum Brennen bringen und dann diesen in die Hand nehmen um ander Dinge oder Kreaturen anzuzünden. Man kann seiner Kreatur unglaublich viele Sache (leider nicht alles) beibringen, sei es mit Steinen auf den gegnerischen Tempel zu werfen, den Dorfbewohnern zu helfen bzw. ihnen Angst und Schrecken einzujagen, bis hin zu speziellen Kampftechniken und Schlagfolgen im Zweikampf mit anderen Kreaturen. Die Dorfbewohner, so oft als unendlich dumm bezeichnet sind es eigentlich gar nicht. Es wird zwar oft beklagt, das sie sich nicht mal selbst mit Essen versorgen können, was zwar auch stimmt, aber das liegt nicht an der schlechten KI, sondern an der guten KI. Wenn die Dorfis nämelich merken, das der liebe Gott dort oben alles für sie tut, dann setzen sie sich hin und schauen ihm zu. Wenn er dann plötzlich nicht mehr da ist und die Nahrung knapp wird, denken sie sich "Ach der Gott wird schon kommen..." Bringt man ihnen bei für sich selbst zu sorgen, sieht das schon ganz anders aus. Ähnliches gilt für die Kreatur. Die Steuerung ist zwar extrem gewöhnungsbedürftig (vorallem das Scrollen, zoomen und bewegen ist mit der Maus einfach nur Unsinn, glücklicherweise kann man das statdessen hervoragend mit der Tastatur machen), aber passt ins Spiel. Man kann nicht einfach mal einen Stein werfen indem man auf ein Ziel klickt und los gehts, nein, man muss selber mit der Maus ausholen, und dann bei richtigem Winkel und Geschwindigkeit loslassen, notfalls noch mal einen Drall nach Rechts/Links geben indem man die Maus schnell am Ende noch mal rumzieht und dann fliegt der Stein hoffentlich da hin wo man ihn haben wollte. Genauso gewöhnungsbedürftig sind die Zauberauswahlen (von denen es übrigens weit über 40 verschiedene gibt nur 75% davon sind versteckt). Statt sich durch Menüs durchzuklicken wie man das von Spielen wie Baldurs Gate gewöhnt ist, muss man mit der Maus bestimmte Bewegungen vollführen (zum Beispiel mehrmals rauf und runter für den Feuerball) um den entsprechenden Zauber auszuwählen. Letzendlich ist die Steuerung aber das was ich mir immer unter einer intuitiven Bedienung vorgestellt habe. Denn was ich selbst eigentlich mit der Hand machen würde mache ich statdesse per Maus und so gut wie immer passiert dann auch das was ich wollte. Es gibt zwar keine Minimap aber dafür kann man Sprungpunkte angeben, zu denen man dann per Tastendruck sofort hinübergleitet. Dadurch erspart man sich viel "Laufarbeit" und wer dazu noch die Tastatur zum Bewegen benutz anstatt der Maus, der wird kaum Probleme haben. Die Grafik ist gut, zwar in der Detailliertheit nicht zu vergleichen mit Halflife oder ähnlichem, aber das wäre auch Perlen vor die Säue, denn was hat man davon das die Dorfbewohner super detailliert sind, wenn man die meiste Zeit eh so weit über ihnen schwebt, das man es nicht sehen würde ? Der Sound ist hervoragend und passt sich vorallem immer dem Geschehen an: Ist man ein Gute Gott, dann hört man angenehme und schöne Musik, ist man böse, dann fühlt man sich dank der Musik wie in den tiefsten Abgründen. Eine Sache macht dieses Spiel allerdings manchmal sehr frustrierend und zwar die Bugs. Der 1.1 Patch ist zwar jetzt draußen und behebt jede Menge, allerdings gibt es immer noch einiges was recht nervig ist. Das geht von Kleinigkeiten wie z.B. das die Kreatur "einfriert" wenn sie versucht anderen Kreaturen das Tanzen beizubringen, bis man ihr ein Kommando gibt, bis hin zu durchaus anstrengenden Bugs wie z.B. das die Kreatur zwar ansich Nahrung vom Feld fressen kann, allerdings statt dem Getreide das Feld versucht zu fressen. Das verschwindet zwar nicht, aber die Kreatur muss sich heftigst übergeben, was letzendlich dazu führt, das sie kein Getreide mehr frisst, weil sie sich ja danach scheinbar immer übergeben muss und so passiert es manchmal, das sie aus Essensmangel verhungert(es gibt zwar noch eine Menge andere Nahrungsquellen aber die sind (von Dorfbewohnern einmal abgesehen) manchmal so weit weg, das die Kreatur auf dem Weg dahin verhungert). Hoffen wir das der nächste Patch auch das behebt. Fazit: Wer schnelle bzw. Aktionspiele mag, der sollte auf jeden Fall die Finger von BW lassen. Wer allerdings sehr viel Zeit und Geduld hat, der wird mit diesem Spiel sehr viel Freunde haben und wahrscheinlich mehrere Monate beschäftigt sein.
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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Vorfreude ist die schönste Freude..., 31. August 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Black & White (Computerspiel)
... denn wenn man das Objekt der Begierde endlich in Händen hält, holt einen die Realität oftmals nur allzu schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. So ging es mir mit Black & White. Nachdem das Spiel von einigen Spielemagazinen schon im Vorfeld (und nach der Veröffentlichung auch) hoch bejubelt wurde, erweckte das natürlich immens meine Neugierde, und ich kaufte mir Black & White schon bald nach der Veröffentlichung. Bisherige Spiele von Peter Molyneux (Dungeon Keeper, Populous,...) hatten mir immer sehr gut gefallen, und der Gedanke war einfach zu reizvoll, einmal in einem PC-Spiel ein allmächtiger Gott mit eigenem Haustierchen zu sein... Nach einigen Anlaufschwierigkeiten (mehrmalige Installation, bis das Spiel überhaupt einmal starten wollte) saß ich ein paar Stunden staunend und ergriffen da: Es machte riesigen Spaß, sich eine Kreatur auszusuchen, es war putzig, wie sie lernte (und ich einen gewissen Anflug von Stolz nicht unterdrücken konnte) und die Grafik war einfach zauberhaft! Aber nach dieser ersten Phase der Begeisterung stellte sich bald Ernüchterung ein: Denn über der netten Idee und der Grafik haben die Entwickler anscheinend das eigentliche Spiel vergessen. Und bald konnte ich die deutlichen Schwachpunkte des Spiels nicht mehr ignorieren. Beispiele gefällig? - Das Spiel ist lähmend unabwechslungsreich und vermag nicht länger als ein paar Stunden zu fesseln. Die Quests sind größtenteils lächerlich langweilig und eintönig: Bruder suchen, Steine suchen, Schafe suchen,... (Obgleich letzteres vielleicht einen gewissen Reiz für Theologen beinhaltet...) - Die Dorfbewohner nerven die ganze Zeit so sehr mit Forderungen, dass ich kaum Zeit habe, mich um meine Kreatur zu kümmern. Und selbst wenn ich mich wirklich rührend mit ihnen beschäftige und auf jeden ihrer Wünsche sofort eingehe - irgendwie bin ich doch immer ein böser Gott... - Es ist hinderlich und störend, dass ich meiner Kreatur keine direkten Befehle geben kann. (Bsp.: Ich bringe ihr bei, wie man einen Wald erschafft und mache es noch ein paar Mal vor, damit sie es auch macht. Was macht Kreatur daraufhin? Lässt es über Wald regnen! Auch ganz nett und nützlich, aber nicht, was ich wollte...) - Das Erobern gegnerischer Dörfer ist immer dasselbe und dauert zu lange, um spannend zu bleiben. - So allmächtig wie gedacht bin ich gar nicht (ich kann nicht mal Wasser aus dem Meer holen!) Und zu guter Letzt: - Ich werde das Gefühl nicht los, dass einige Spielemagazine Black&White nur deswegen so gute Bewertungen gegeben haben, um ihre übermäßigen Vorschusslorbeeren zu rechtfertigen und zu bestätigen. Nein, Black&White hat meine Erwartungen an ein interessantes und motivierendes Spiel nicht erfüllt, und auch die tollste Grafik ist eben nur Fassade und kann inhaltliche Mängel nur im geringsten Maße ausgleichen. Und das ist in diesem Fall um so bedauerlicher, da die Idee hinter Black&White eigentlich grandios ist. Schade.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Viele Tolle Ideen, aber nicht 100%ig überzeugend., 24. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: Black & White (Computerspiel)
Dieses Spiel ist - wenn man es sagen darf - ein typischer Peter Molyneux. Seitdem er mit Populous bekannt geworden ist gilt er als Kultdesigner von Computerspielen. Dabei hat die Populous Serie sogar ein paar Ähnlichkeiten mit dem neuen Hit Black & White. Irgendwie genial wie in diesem Spiel alles stimmt und aufeinander abgestimmt ist. Allerdings fehlen mir bei diesem Spiel noch etwas die taktischen Elemente. Meist dauert es eine Weile, bis man seine Dörfer soweit hat, dass sie genug Energie für einen Angriff abwerfen. Da die Kreatur für einen Sieg eine entscheidende Rolle spielt, kann man einen erfolgreichen Kampf vergessen, wenn der Gegner eine weitaus stärkere Kreatur hat. Bestenfalls lernt die eigene Kreatur ein paar Zauber dazu. Dennoch durchaus einen Kauf wert, vor allem mit einer Internetverbindung. Nur sollte man schonmal einige Zeit einplanen, die nötig ist die Kreatur zu erziehen und genug wachsen zu lassen, denn es ist nicht leicht ein Gott zu sein.
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2115|R2UH36VJAQTJEQ;2115|R34ZV80RKOCLKH;2115|R1GXYC5P91H8OD;
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