Dreht die Anlage auf holt die Bierdosen und das Springmesser herbei und macht euch bereit für einen unglaublichen Trip, in die Tiefen des Heavy Metal.
Brütal Legend ist endlich da, der neue Geniestreich von Tim Schafer, in der Hauptrolle Jack Black als legendärer Roadie Eddie Riggs.
Das Spiel ist eine Mischung aus Open-World Game und Echtzeitstrategie und lässt sich, wohl am besten, mit Overlord vergleichen, allerdings liegt der Fokus bei Brütal Legend eher auf der Erkundung der Spielwelt, als auf dem Strategie Part.
Story: Ihr seid Eddie Riggs, ein Roadie der jede Stage bauen kann, jede Gitarre und auch sonst alles reparieren kann und sei es noch so zerstört und unbrauchbar. Ihr habt nur ein Problem , ihr seid einfach zu spät geboren. Die glorreichen Zeiten, als die Musik noch hart und ehrlich war und die Männer noch Männer wahren, sind lange vorbei. Stattdessen arbeitet ihr für eine Band, die genauso viel Ahnung von Heavy Metal hat, wie Ozzy Osbourne von gutem Benehmen. Nachdem bei einem Gig etwas schief läuft und ihr unter der Stage begraben werdet, fließt etwas Blut in eure Gürtelschnalle. Dieses Blutopfer ruft das Feuerbiest Ormagöden auf den Plan, welches euch in eine Welt bestehend aus Feuer, Metal, Blut und Ehre schickt und hier beginnt euer Abenteuer. Gemeinsam mit Lars Halford dem Anführer der Rebellen und genug Headbangern, um die größte Mosh-Pit aller Zeiten zu starten, geht es jetzt den Unterdrückern an den Kragen.
Gameplay: Ihr erkundet mit Eddie die Metal-Welt und erfüllt diverse Aufträge, Hinterhalte auf gegnerische Trupps, Jagen der ansässigen Tierwelt, Wettrennen mit einem Dämonen usw. Leider ist hierbei nicht ganz soviel Abwechslung geboten, da es nur ca. 5 verschiedene Aktivitäten gibt, abgesehen von den Hauptquests. Das ist für mich das größte Manko des Spiels.
Allerdings gibt es abseits der Quests einiges zu entdecken, z.b. 120 Statuen die befreit werden müssen, 13 Legenden die die Entstehung der Welt erzählen und noch vieles mehr. Zwingend notwendig für den Abschluss des Spiels ist das natürlich nicht, aber einem entgeht schon etwas, wenn man die Legenden nicht findet.
Zentraler Punkt des Gameplays sind allerdings die Schlachten gegen die anderen Fraktionen. Diese finden in einem Echtzeitstrategiemodus statt, wobei hier allerdings alles wie in Overlord aus der 3rd-Person Ansicht gesteuert wird, ihr habt jedoch viel mehr möglichkeiten. Ihr müsst euch nämlich gleichzeitig um Aufbau der Armee, deren Nachschub und den Vormarsch kümmern. Das kann am Anfang ganz schön viel sein und man braucht etwas Eingewöhnungszeit um damit klar zu kommen, vor allem um individuellen Einheiten Befehle zu geben.
Die Einheitenvielfalt reicht von den Headbangern, die aure Standard Infanterieeinheit darstellen, über Schützen und heilende Bassisten auf Choppern bis zu mit riesigen Verstärkern bepackten Roadies und Belagerungsmaschinen, um nur ein paar zu nennen.
Ausserdem seid ihr mit einer riesigen Streitaxt und eurer Gitarre Clementine bewaffnet. Während ihr mit eurer Axt links und rechts die Köpfe eurer Feinde vom Rumpf trennt, heizt ihr ihnen nebenbei noch mit unglaublichen Riffs ein.
Ausserdem hat Eddie einige Solos in seinem Rockerrepertoire wie den Facemelter welcher genau das tut was man erwartet er bringt die Gesichter eurer Feinde zum Schmelzen. Ausserdem könnt ihr die Moral eurer Truppen erhöhen, oder später auch einen brennenden Zeppelin herbei beschwören der neben euch auf den Boden kracht. Diese Solos sind Genau wie die Legenden über die Spielwelt verteilt und müssen gefunden werden.
Grafik: Sicher Brütal Legend reisst grafiktechnisch keine Bäume aus, aber dafür rockt der Artstyle extrem hart. Baüme mit Auspuffsrohren, anstatt Ästen, eine riesige Mauer aus Verstärkern, Headbanger deren Nacken so dick sind wie ein Baumstamm, Bierbäume und noch vieles mehr. Diese Welt ist Metal pur und man spürt es an jeder Ecke.
Sound: Mit einem Wort unglaublich. In meinen Augen die beste Soundtrackzusammenstellung aller Zeiten, da können sich Guitar Hero und Rock-Band mal gehörig eine Scheibe abschneiden. Ob Black Sabbath, Mötley Crüe, Mötorhead, Manowar, Judas Priest oder Megadeth, hier ist alles enthalten was das Metal-Herz höher schlagen lässt. Die einzigen die fehlen, und was ich nicht verstehen kann, sind Iron Maiden.
Auch die Synchronsprecher müssen sich nicht im Schatten des Soundtracks verstecken, allen voran natürlich Jack Black und Ozzy, welche eine fabelhafte Performance abliefern. Aber auch Lemmy, Lita Ford und Robert Halford können überzeugen.
Also wer auf Metal und auf Videospiele steht, nicht länger zögern kaufen. Alle die nichts mit dieser Musik anfangen können sollten vielleicht lieber vorher probespielen.
Grafik: 84%
Sound: 99%
Multiplayer: ?
Spielspass: 91%
(Ich kam noch nicht dazu den Multiplayer zu testen, wird später nachgereicht)