Ist vielleicht Jimis ehrgeizigstes und progressivstes Werk, die Soundqualität ist etwas besser als auf dem Debüt, die Stereokanäle sind weiter, der Sound voller. Die Musiker harmonieren gut mit Hendrix, besonders der Klasse-Drummer Buddy Miles, was nichts gegen Mitchells eher ungestümen Stil sagen soll. Ein Highlight ist das orgiastische Hammond-Organ Steve Winwoods, was dem ersten Teil von "Voodo Chile" einen 3 fachen musikalischen Orgasmus bereichert, toll auch das explosive Ende des Tracks von Jimis Gitarre.
- Rainy Day... ist jazzartig, ein Saxophon spielt, der Gesang und Refrain liefert eine ansehnliche Melodie.
- Still Raining..., klingt nachdenklich
- the Gods made love - noch nie hatte eine Gitarre so anders und ausdrucksstark geklungen, sie imitiert hier Stimmen.
Das Album hat mehr längere Tracks und Improvisationen als "As Bold as Love" oder "are you experienced", was nicht heißen soll, daß es in Endlos-Improvisationen à la Santana oder Grateful-Dead ausartet. Jeder Takt hat seine Berechtigung, es kommt keine Langeweile auf, fast jeder Track hat auf einer "Best of" auch ohne Single-Erfolge seine Berechtigung.
- The Burning of the midnight lamb - trotz der Kürze klingt der Track (Single?) wie von einem anderen Stern mit seinen Chorälen.
- All along the watchtower - die Version gefiel dem Original Bob Dylan so gut, daß er ihn nach Jimis Tod in dieser Weise selbst spielte. Die Tracks zum Anspielen, die mir am besten gefallen:
Laut: " Gypsy Eyes" , "Crosstown Traffic", "Long Hot Summer night"
Besinnlicher: "Gently away" und "Rainy Day"! und als Höhepunkt
"Voodoo Chile" in der besten Version in der der Track jemals eingespielt wurde!
Das ganze Album entführt den Hörer in eine andere Sphäre. Ein Klassiker der Gitarrenkunst und der psychedelischen Musik der späten Sechsziger. Kaufen!