Lange hatte ich geglaubt, niemand der Verantwortlichen aus der Plattenindustrie fühlte sich dazu aufgefordert, die außerordentlich schlechten CD's wenigstens in den technischen Zustand zu versetzen, den die Schallplatten aufzuweisen hatten, aber - es ist geschehen. Wer auch immer, meinte wohl, dass man einen Gitarrengott nicht in diesem erbärmlichen Zustand der Nachwelt übergeben könnte, und begab sich ans Mischpult. Gott sei Dank! Über die Reihenfolge der Stücke kann man sich streiten, ob dieses Stück da hin ... oder lieber woanders ...
Eines jedoch, ist unumstritten: diese Ausgabe würdigt diesen Mann endlich angemessen, denn dass Jimi Hendrix unverkennbare Soli geschaffen hat, erkennt inzwischen jeder an, sogar seine Verächter. Der Sound seiner Balladen zeugt von tief empfundener Abscheu gegen alles Grobe. Das macht ihn mir so kostbar. In seinen bluesigen Balladen höre ich den Weltschmerz eines Hölderlin, und kann es kaum glauben, dass es in den Sechziger Jahren solche Töne gab, die sich so wohltuend von den übrigen Popschnulzen abhoben.