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Geboren in der HipHop-Branche und Elektro-Metropole Chicago als Lonnie Rashied Lynn tauchte er 1992 erstmals mit Can I Borrow A Dollar auf, damals noch als Common Sense. Schon damals waren die Texte des ehemaligen Balljungen der Chicago Bulls intelligent, seine jazzige und soulige Musik feinfühlig. 1997 zog er nach New York um, nannte sich nach der Klage einer Ska-Band schlicht Common und schaffte mit Like Water For Chocolate den endgültigen Durchbruch. Die stetige Qualitätssteigerung erfährt mit Electric Circus einen neuerlichen Höhepunkt. Wie nur wenige Platten vorher, dehnt dieses Meisterwerk die Grenzen des HipHops aus. Die im Rap obligatorische Gästeliste liest sich diesmal besonders exquisit: Zap Mama, Bilal, P.O.D., Mary G. Blige, Stereolab, Cee-Lo, Jill Scott, Erykah Badu, Omar, The Neptunes und ein Keyboarder namens Prince! Die Produzenten heißen Roots-Drummer ?uestlove sowie Common himself.
Von den vielen Reisen durch die Welt brachte Common nicht nur Wissen, Erfahrungen, neue Musik und unterschiedliche Gefühle mit, er hat sie in Electric Circus auch verarbeitet. Bis auf das etwas schwache R&B-Duett "Come Close" mit Frau Blige ist jeder der 13 Tracks ein Volltreffer. Himmlische, wummernde Beats, versponnene Sounds, dramatische Piano-Klänge heben "New Wave" in den Pop-Himmel. Psychedelische Keyboards und brillante Gitarren-Riffs lassen das aus E. Badus Feder stammende "Aquarius" tief in die 70er-Jahre eintauchen. Der Song wurde wie einige mehr in den legendären New Yorker Electric Lady Studios von Jimi Hendrix aufgenommen. Nicht zufällig befindet sich mit "Jimi Was A Rock Star" eine Hommage an die Gitarren-Legende auf Electric Circus. Jeder Song wäre eine Rezension wert, zusammen ergeben sie einen schier unglaublichen "Mindblower"! --Sven Niechziol
"Electric Circus" wurde im "Electric Lady" aufgenommen. Das ist ein Studio in downtown Manhattan, in dem auch schon Jimmy Hendrix zu gange war. Es könnte sich also ein bisschen seines Geistes auf Commons Album gelegt haben. Die schrägen fast schon experimentellen Sounds gehen aber wahrscheinlich auf das Konto der vielen kreativen Produzenten, die an "Electric Circus" mitgearbeitet haben. Unter ihnen die allgegenwärtigen Neptunes und Roots-Mastermind und -drummer ?stlove. Der ist verantwortlich für "Jimi was a Rockstar" mit Commons Lebensgefährtin Erykah Badu.
Zu viele Features verderben, ja verfälschen ein Album manchmal. Commons hat die Gäste für "Electric Circus" so sorgfältig ausgesucht, dass jeder zu dem Song, auf dem er zu hören ist, perfekt passt. Mit dabei Omar, Cee-Lo von Goodie Mob, Bilal, Jill Scott, Mary J. Blige, Erykah Badu und Lonnie Lynn. Alle zusammen singen den Track "Heaven Somewhere".
"Electric Circus" ist nicht jiggy: es geht nicht um Frauen, kein Wort von Autos, Geld oder Bling Bling, also Schmuck. Und trotzdem strahlt das Album wie bunte Farben in einem Kaleidoskop. Common hat mit seinem 5. Album ein mutiges und ungewöhnliches Stück Hip Hop abgeliefert, dass jeden irgendwie berühren wird.
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