Dieses Album ist kein Ausrutscher! Es ist Paul McCartneys voller Ernst - und das ist gut so!
Seit nunmehr vier Alben hat Macca - oder diesmal besser: The Fireman - die Silly Love Songs in den Mülleimer der Musikgeschichte verbandt und beschreitet neue Wege. So auch diesmal: Laut und krachig ("Nothing to much just out of sight", "Highway"), depressiv nachdenklich ("Is this Love"), ambitioniert verspielt ("Don't stop running").
Von Langeweile keine Spur, das Album klingt frisch und nicht wie bei früheren Werken McCartneys irgendwie schon mal dagewesen. Im Gegensatz zu früheren "Fireman"-Veröffentlichungen singt McCartney auch alle Songs, so serviert er uns diesmal glücklicherweise kein seelenloses Trance-/Ambieten-Gedaddel wie Mitte der 90er-Jahre mehr.
Stattdessen kann sich der Hörer auf eingängige, pfiffig arrangierte Macca-Songs wie "Sing the Changes" oder "Travelling Light" freuen. Wer McCartneys letzte drei Alben ("Driving Rain", "Chaos and Creation in the Backyard" und "Memory Almost Full") mochte, den wird auch "Electric Arguments" begeistern. Wer den guten alten Paule bevorzugt ("Band on the Run", "Hope of Deliverance"), sollte lieber die Finger von dieser CD lassen.
Kritik zum Schluss: Warum, Paul, versteckst Du Dich für so ein gelungenes Album hinter einem Pseudonym? Hier gibt es keinen Grund zum Verstecken!