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Nick Cheung , Louis Koo , Johnny To , Alexander Payne    Freigegeben ab 18 Jahren   Blu-ray
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Nick Cheung, Louis Koo, Andy On, Colleen Camp, Matthew Broderick
  • Regisseur(e): Johnny To, Alexander Payne
  • Format: Widescreen
  • Sprache: Koreanisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: Rough Trade Distribution GmbH
  • Erscheinungstermin: 26. November 2009
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 96 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002TW383S
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 54.671 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

OFDb.de

Die Wahl zum neuen Chairman der Triadengruppierung Wo Sing Society steht an. Es wird um zwei mögliche Kandidaten diskutiert; nach kleineren Streitereien wird letztlich die Harmonie von Lok [ Simon Yam ] gegenüber der einschüchternden Ein - Mann - Show von Big D [ Tony Leung Ka-fai ] bevorzugt. Dieser ist allerdings gar nicht dazu bereit, die Niederlage so einfach zu registrieren und beschwört einen Machtkampf hervor, der sich schnell zum Krieg unter den Kriminellen ausbreitet.

Election kennzeichnet den Kontrast der mehr als 1000jährige Geschichte chinesischer Geheimgesellschaften mit dem angefangenen 21. Jahrhundert; der Bruch der alten Traditionen und Regeln wird zugunsten kurzweiliger Machtgewinnung ohne grosses Zögern hingenommen. Die rasante Veränderung der Umstände, wo eigentlich fest bestehende Verbindungen von einer Sekunde zur anderen aufgegeben und ins konträre Gegenteil gesetzt werden, umfasst hier vor allem die separaten Personenkonstellationen. Charakteristisch ist dabei die Trennung und Distanzierung von Einzelpersonen innerhalb auch der gleichen Gesamtgesellschaft; nur die beiden ganz oben gesetzten Gegenpole Lok und Big D verfolgen von Anfang an bis zuletzt ihr primäres Ziel und sind auch recht klar definiert.
Big D ist der Böse, leicht comichaft aggressiv auch. Bringt alle gegen sich auf und kommt auch nur mit unlauteren Taten weiter. Lok ist der Ruhige, der seinen kleinen Sohn aufzieht und die Anspannungen aus der Triade hinauszulösen versucht; dem präfixierten Schriftzeichen "Wo" (Frieden) vor demTriadennamen entsprechend.

Das Motiv selber scheint angesichts der aufgeworfenen Streitigkeiten und des folgenden Aufwandes relativ banal zu sein; geht es doch nur um eine Amtsperiode von gerade mal zwei Jahren und steht finanzieller Gewinn noch gar nicht mal im Vordergrund. Lok bietet seinem Kontrahenten sogar eine 50/50 Gewinnbeteiligung an und geht eindeutig auf diesen zu; der will aber nicht teilen, sondern alleinig die hierarchische Struktur anführen.
Dafür nutzt er auch jedes Mittel; von anfänglicher Bestechung und Drohung bis hin zu offen ausgeführten Gewaltmassnahmen sind ihm alle Möglichkeiten recht, seinem Ziel näher zu kommen. Die demokratische Wahl der altehrwürdigen Oberhäupter interessiert ihn dabei ebenso wenig wie die später abgehaltene rituelle Initiationszeremonie, deren Schwur in der urbanisierten, kommerziell - kapitalisierten Welt dann nicht lange anhält.

Sowieso ist hier vieles ein Gestus; das Erzählte [ Loyalität und Ehrenkodex immer nur dann angebracht, wenn es demjenigen auch zum Nutzen reicht ] als auch das Erzählende [ viele imaginäre Plotknoten ].
Symptomatisch dafür wird dem Geschehen ein McGuffin geschaffen, der zum Mittelpunkt des Filmes wird und den speziellen gesellschaftlichen Kontext in all seinen Feinheiten, aber auch Simplizitäten aufzeigt: Zur Wahl und Führerschaft gehört ein Baton, eine Art geschnitzter Stab mit verschiedenen Einkerbungen, hinter dem jetzt beide Parteien her sind und was auch erstmal die höchste Priorität hat. Zuerst wird Big Head [ Lam Suet ] dazu nach China geschickt. In einer umgekehrte Exportierung - die Triaden hatten sich ursprünglich auf dem Festland und dann erst über die Migration nach HK entwickelt - folgen ihm Kun [ Gordon Lam ], Jimmy [ Louis Koo ] und Jet [ Nick Cheung ]. Jeder für sich alleine und gegen die anderen arbeitend; aber für den gleichen Auftraggeber.

Die jeweiligen Ansinnen für die zwischenzeitliche Konkurrenz der eigentliche Mitstreiter sind dabei unklar; deren spezifische Rolle und Identität wird nur sehr zögerlich zugewiesen und gehört zu den künstlichen Geheimnissen des Drehbuchs. Grossflächig strikt in Zweiteilung strukturiert und unter der Oberfläche gewisse verborgene Tatsachen und Bedeutungen aufweisend. Die Wechselbeziehungen von beiden kann das Autorenpaar Yau Nai Hoi und Yip Tin Shing [ Running on Karma, Throwdown ] aber nicht wirklich aufzeigen, da durch das lose aufgestellte Handlungskartell zahlreicher autonomer Gemeinschaften keine gesamte Stabilität vorhanden ist und ganze Handlungsabschnitte im Nachhinein auch als unlogisch erscheinen.
So zeichnet den Mitteil des Filmes dann auch eine leicht absurde und letztlich sinnlose Variante des Staffellaufes aus, in der der Baton in einem unfreiwilligen Katz- und Mausspiel von einem zum anderen weitergereicht wird. Um letztlich dort anzukommen, wo er von Anfang an hin sollte und was auch jeder von ihnen einzeln vorhatte.

Der Strang hebt sich also rückwirkend selber auf; das Gemauschel ist zwar bis dahin koscher und auch unterhaltsam gefilmt, aber materiell durch die schwache Konsistenz natürlich nur für den Moment. Ein erforderliches Maß an Tiefgründigkeit und Brisanz wird nicht erreicht; eher wirkt das Geschehen dann auch leicht kurios und gar nicht mehr so richtig ernstzunehmend. Was auch durch die Besetzung mit Koo als akademischer Sonnyboy und Cheung als Einzelkämpfer auf Befehl verstärkt wird.
Durch die vermehrte Aufmerksamkeit auf die kleineren Handlanger verliert man in der Zwischenzeit auch die Grossen aus dem Blickwinkel und degradiert sie für eine Weile zum Spielball der anfangs erstaunlich forschen Polizei: Superintendent Hui [ David Chiang ] sperrt die streitenden Parteien zur Ernüchterung in Gefängniszellen und setzt den ehemaligen Chairman Teng [ Wong Tin Lam ] als Verhandlungsführer und Schlichter dazu.

Regisseur To erreicht dabei trotz einiger schillernder Figuren keine innere, personelle Anspannung und verlegt sich aufs handwerkliche Inszenieren und der Kraft des Äusserlichen, was er dann natürlich beherrscht. Es fehlen nur die ganz speziellen Momente, wofür durch die Brüche in der Narration auch keine passende Form geschaffen wurde; aber das Geschehen schreitet schnurstracks vorwärts und kann bis zu den inhaltlichen enttäuschenden Auflösungen zumindest von den Bildern her überzeugen.
Die eingesetzten Gewaltszenen sind in ihrer Darstellung immer etwas obskur - Jimmy tritt einen Mann buchstäblich in die Mülltonne - und wirken dadurch weder verherrlichend noch abschreckend, aber bringen auf ihre eigene Art Würze der Skurrilität hinein.

Ansonsten bleibt es nämlich Standard, zwar gehobener, aber keineswegs überragender. To kann dann doch weitaus mehr.

--- n/a (Rain Jao)

MovieGod.de

Der Film: Die Wo Shing, die älteste Triade in Hongkong, steht vor der Wahl eines neuen Anführers. Die aussichtsreichsten Kandidaten sind der besonnene Lok (Simon Yam) und der laute, rücksichtslose Big D (Tony Leung Ka Fai), der den Vorsitz um jeden Preis für sich beanspruchen will.

Als die Ältesten sich auf Lok einigen, bricht ein erbitterter Machtkampf aus, der nicht nur die Gesetze Hongkongs, sondern auch die ehrwürdigen Sitten und Gebräuche der Triaden mit Füßen tritt.

Die DVD: Der schwarze Amaray-Case kommt ohne Booklet daher, steckt dafür aber in einem schicken Blechschuber, der ein alternatives Cover bietet.

Der kurze Verleihvorspann führt direkt ins schlichte, mit stimmiger Musik aus dem Film unterlegte Menü.

Das Bild: Technisch kann Election kaum punkten. In dunklen Bildbereichen wird es ab und zu etwas verrauscht, gelegentlich machen sich Doppelkonturen bemerkbar. Die größtenteils matten Farben gehen aufs Konto der Regie, ergeben jedoch im Zusammenspiel mit dem steilen Kontrast und der wenig überzeugenden Schärfe ein nicht gerade aufregendes Bild.

Der Ton: Die akkustische Seite bleibt ähnlich unspektakulär wie die visuelle. Surrounds und Subwoofer werden lediglich von der Musik in Anspruch genommen, die undifferenziert als allen Kanälen schallt.

Die Extras: Die Bonussektion besteht im Großen und Ganzen aus dem deutsch untertitelten Making Of (7:17 Minuten), das Filmausschnitte und Aufnahmen von den Dreharbeiten mit Interviews durchsetzt, die sich überwiegend mit inhaltlichen Aspekten der Geschichte beschäftigen.

Durch die Thematik des Films sind diese Gesprächsfetzen zwar überdurchschnittlich interessant, auf Grund der kurzen Laufzeit aber alles andere als tiefgehend.

Des weiteren gibt es den deutschen Trailer, zwei Originaltrailer, zwei TV-Spots, sowie Bio- und Filmographien in Textform von Johnny To, Simon Yam und Tony Leung Ka Fai.

Fazit: Die Thematik ist originell, die Ausführung mal etwas wirr, mal etwas zäh, insgesamt aber recht spannend.

Freunde des asiatischen Kinos sollten trotz der durchschnittlichen DVD einen Blick riskieren.

Felix “Flex” Dencker


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Langatmig. 20. Mai 2009
Von Pierre sur Mer VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Alle zwei Jahre wird der Anführer der ältesten Triadenvereinigung Hongkongs, der Wo Shing Society gewählt. Wie es der Brauch ist, dürfen die ältesten Mitglieder der Triade den neuen Chef per Stimmabgabe ermitteln. Es gibt zwei Anwärter. Für Lok, den einen scheint die Mehrzahl der Entscheider zu sein, doch Big D verschafft sich mit unlauteren Methoden jede Menge Respekt. Zwischen den beiden Kandidaten bricht ein brutaler Krieg um den Chefsessel aus.

In seiner Inszenierung bleibt Johnny To dem Genre des Triadenfilms verhaftet. Die Dialoge klingen allesamt, als hätte man sie schon dutzende Mal gehört, und auch die Gewaltszenen wissen nicht zu überraschen. Die Kamera von Cheng Siu Keung arbeitet actionorientiert, und ist dabei nicht besonders auffällig.
Das einzige wirklich Erwähnenswerte ist das Ende dieses Films, das aber selbstverständlich hier nicht verraten wird. Nur soviel: Es ist natürlich höchst brutal.Seinen Höhepunkt erreicht Election damit zu spät. Angesichts des überlegenen Nachfolgers wird der Vorgänger allenfalls zum hochwertigen Prolog degradiert, der qualitativ nicht viel besser ist, als die Summe seiner Teile.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Election, Wahlen unter den Triaden Hongkongs. Da wird viel gequatscht und
gestritten, aber irgendwie ist der Film nicht wie sonstige Johnnie To-Filme.
Zu wenig cool, der Film hat keinen richtigen Höhepunkt, selbst die Wahl der
Kleider lässt zu wünschen übrig. Das Finale könnte aus einem japanischen Film
stammen, sagen wir Miike-Filme neuerer Generation. Tja, da scheint sich Ta-
rantino einen anderen Film angeschaut zu haben, wenn dieser auf dem Cover
behauptet "Der beste Fim des Jahres"! Ich hoffe, Johnnie To findet wieder
zu alter Form zurück. Dieser Film enttäuscht schon sehr.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Die Wo Sing Triaden Hong Kongs müssen einen neuen Vorsitzenden wählen. Das Rennen um dieses Amt machen der etwas unüberlegte, harsche und temperamentvolle Big D (Tony Leung Ka-Fai) und der ruhige, kühl überlegende Lok (Simon Yam). Gemäß den Traditionen wählen die 'Alten', hochrangige Mitglieder der Triaden mit langjähriger Erfahrung den neuen Anführer.
Big D versucht seine Wahl mit Bestechung durchzusetzen, doch am Ende siegt Lok. Doch noch ist er nicht Anführer, erst nach der symbolischen Übergabe des 'Drachenkopf Zepters' ist der Gewählte auch tatsächlich das Oberhaupt.
Big D ist mit der Wahl jedoch keinesfalls einverstanden und versucht sich gegen die Entscheidung der 'Schattengesellschaft' zu stellen. Er versucht nun seinerseits das Zepter in die Hände zu bekommen, worauf hin eine Hetzjagd um das größte Relikt der Triaden beginnt, in der auch die Polizei, vor allem Inspektor Hui (David Chiang) seine Finger im Spiel hat.

'Election ' ist der wohl ungewöhnlichste Film von Johnnie To. Nicht stilisierte Action, sondern eine tief greifende und fast dokumentarisch anmutende Story über das Hongkong der Gegenwart bekommt der Zuschauer präsentiert.
Das Ganze ist eine kaum zu definierende Mixtur aus Thriller, Drama, modernem Gesellschaftsbild und Milieustudie, das leider vor allem an mangelnder Spannung krankt.
To ist um größtmöglichen Realismus bemüht, er will das Business, die Menschen hinter den Triaden, die Rädchen der Macht und das moderne Hongkong so realistisch wie möglich darstellen. Dies gelingt ihm zweifellos, nur leider auf Kosten einer für den Zuschauer greifbaren Spannung. Zu Beginn ist das Geschehen zu unübersichtlich, unzählige Namen werden in den Raum geworfen. Man verliert schnell den Überblick und fragt sich wer wen jetzt eigentlich wo weswegen jagt. Die Handlung wechselt zwischen dem Festland und Hongkong, und trotz sehr gemächlichem Erzähltempo ist die Handlung der Jagd nach dem Drachenkopf Zepter schnell verwirrend und ziellos.
Hinzu kommt die Tatsache, dass die Triaden selbst nicht zu wissen scheinen, wer eigentlich mit wem zusammenarbeitet, bildlich dargestellt in einer Szene in der Lam Suet von seinem Peiniger verprügelt wird, ehe dieser feststellt das dies eigentlich sein Kontaktmann ist.
Überhaupt wirkt die anfängliche Hetzerei um das Zepter etwas befremdlich und passt nicht recht ins Bild. Danach wird in aller Ausführlichkeit das Geschäft, die Traditionen und das Erscheinungsbild der Triaden vorgestellt, was zwar interessant, jedoch nicht packend ist. Richtig Fahrt nimmt der Film erst zum Schluss auf und steigert sich einen Showdown, der gehörig sitzt und einiges von der vorangegangenen Langatmigkeit wieder wett macht.
Ansonsten sind es besonders die Schauwerte, die den Film ob seiner nicht ganz so tollen Handlung sehenswert machen. Simon Yuen und Tony Leung Ka-Fai sind zwei herausragende Darsteller, was sich sehr positiv auf ihre Figuren auswirkt. Beide sind glaubwürdig, schwimmen in demselben Haifischbecken, in dem man niemandem trauen kann. Der eigentliche Anti-Höhepunkt am Ende des Films beweißt dies eindrucksvoll.
Johnnie To vermag nur in einem Punkt voll und ganz zu überzeugen, nämlich der Optik des Films. In unaufdringlichen, meist halbdunkeln Zimmern handelnd prägt er den Gesamteindruck von 'Election' mit den für ihn typischen Markenzeichen, setzt auf klare und stilvolle Bilder, die dem Ganzen dann auch die große Glaubwürdigkeit verleihen, die diesen Film auszeichnet.

Fazit: Ein Film der zuviel will und dafür zuwenig ist. Zu ambitioniert will To eine realistische Gangsterstory erzählen und gleichzeitig den Zuschauer fesseln, wobei letzterer Punkt größtenteils auf der Strecke bleibt. Damit soll nicht behauptet werden 'Election' ist langweilig, doch stellenweise herrscht zuviel Verwirrung und Unklarheit auf dem Bildschirm. So bleibt abschließend zu sagen, das man sich mit dem Erstling der als Trilogie geplanten 'Election'- Serie einen ruhigen und nur stellenweise spannenden Gegenwartsthriller aus Hongkong ins Haus holt, der das Walten und Schalten der Mafia sowie deren Hintergründe ausführlich beleuchtet und großen Wert auf Realismus legt, dafür aber weitestgehend den Unterhaltungsfaktor vergisst.
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