Dieser Artikel kann nicht per 1-Click® bestellt werden.
Alle Angebote
Movie-Star In den Einkaufswagen
EUR 5,75
Catvertrieb In den Einkaufswagen
EUR 5,76
Amazon.de In den Einkaufswagen
EUR 10,83
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Election 2 [Blu-ray]
 
Größeres Bild
 

Election 2 [Blu-ray]

Mark Cheng , Nick Cheung , Johnny To    Freigegeben ab 18 Jahren   Blu-ray
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 5,75
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf durch media-merlin und Versand durch Amazon.de.  Für weitere Informationen klicken Sie bitte auf den Verkäufernamen.
Noch 1 Stück auf Lager.
Achtung: ab 18! Eine Lieferung an Minderjährige ist nicht möglich. Klicken Sie bitte hier für weitere Informationen.

Hinweise und Aktionen


Wird oft zusammen gekauft

Election 2 [Blu-ray] + Election [Blu-ray] + Exiled
Preis für alle drei: EUR 22,49

Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigen

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
  • Auf Lager.
    Verkauf durch media-merlin, Versand durch Amazon.

  • Election [Blu-ray] EUR 6,75

    Auf Lager.
    Verkauf durch Movie-Star, Versand durch Amazon.

  • Exiled EUR 9,99

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.


Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Produktinformation

  • Darsteller: Mark Cheng, Nick Cheung, Louis Koo, Ka-Tung Lam, Suet Lam
  • Regisseur(e): Johnny To
  • Format: Widescreen
  • Sprache: Koreanisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: Rough Trade Distribution GmbH
  • Erscheinungstermin: 26. November 2009
  • Produktionsjahr: 2006
  • Spieldauer: 101 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002TW384C
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 49.462 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Wer schon den ersten Teil mochte, der darf sich auch auf dieses Sequel freuen, denn Johnnie To bleibt seiner Linie treu und präsentiert ein nicht auf Action, sondern Dramatik setzendes Werk, das im Milieu des organisierten Verbrechens direkt auf den Punkt kommt. "Election 2" ist kein Film, den man mal schnell so nebenbei ansieht. Vielmehr erwartet er vom Zuschauer, voll bei der Sache zu sein. Und das entlohnt er durch eine sich exzellent aufbauende Geschichte. Fazit: Feiner Thriller

Moviemans Kommentar zur DVD: Wie bei aisatischen Filmen nicht unüblich fällt auch hier auf, dass die Farben etwas matt daherkommen. Selbst Rottöne strahlen nicht so, wie sie es eigentlich sollten. Rauschen fällt nicht weiter ins Gewicht und die Kompression bleibt unauffällig. Dafür ist der Kontrast etwas stark ausgefallen, was sich vor allem bei hellen Flächen durch Überstrahlen zeigt (weiße Kleidung bei 00:06:34). Die Schärfe ist gut. Der Ton ist ordentlich, allerdings darf man nicht vergessen, dass dies ein Dialoglastiger Film mit nur wenig Action ist. Die Dialoge sind auf den Center konzentriert und durchwegs gut verständlich. Die DTS-Spur klingt etwas voller, was sich auch in den Umgebungsgeräuschen zeigt, die zwar nicht besonders üppig, dafür aber effektiv eingesetzt werden. Das Bonusmaterial ist ziemlich überschaubar ausgefallen und zu werbelastig. Der Informationsgehalt ist hier eher schmal. --movieman.de

OFDb.de

"Der Vorgänger Election wurde schon weitgehend positiv aufgenommen; aber lange nicht mit den Begeisterungsstürmen überrollt, die noch Johnnie Tos ehedemen Arbeiten The Mission, Running Out of Time oder A Hero never Dies entgegenschwappten. Sowieso hat sich mit PTU und Breaking News einiges getan; der vorher einhellige Lobestenor verschwand und machte vermehrter Kritik Platz. Es wurde halt nicht mehr automatisch das allumfeierte Meisterwerk abgeliefert, sondern "nur" noch ein ziemlich guter Film. Ein Abstieg, zumindest in den Augen derjenigen, die vorher zu verwöhnt wurden.
Election hatte das Problem, dass er mörderisch gut aussah - was für die Produktionen des Filmemachers To generell gilt - aber Inhaltlich nicht mehr mitgehalten hat. Er konzentrierte sich auf das rein symbolische Element der Hatz nach dem Statussymbol des Dragon Head Batons, welcher metaphorisch für den Machtkampf in der Wo Sing Society durch viele Hände ging.

Nun war das nicht unspannend, sondern schon abwechslungsreich, für den Moment sogar interessant, visuell sehr gut gefilmt; aber es ergab sich nichts daraus. Der ganze Film bestand anscheinend nur aus dem kurzen Abschnitt der Jagd quer durchs Land nach dem Baton; war fast wie Die Zwölf Stühle, nur im Triadengenre und hatte deswegen auch nicht so sonderlich viel auszusagen. Charaktere blieben unter der Oberfläche, weil sie nur handelten, aber nicht erklärt wurden, noch nicht einmal auf die Motive konnte man sich einigen.
Jeder beschiss jeden, aber letztlich wollten alle das Gleiche erreichen und hätten in einer Zusammenarbeit es auch viel schneller erreicht. Standen sich ja nur selber im Weg und der Zuschauer deswegen letzten Endes auch mit leeren Händen da.
Hätte man damals gewusst, dass sich ein Jahr darauf die Fortsetzung anschliesst, hätte man den Film auch sicherlich als das betrachtet, was er ist: Der Prolog.
Nun geht es los. Dort wo es aufgehört hat.

Zwei Jahre sind vergangen, die nächste Wahl zum Chairman der Society steht an. Der Punkt, an dem sich die Interessen und Absichten der Mitglieder kreuzen und entweder miteinander vermischen oder gegeneinander konkurrieren. Lin Lok [ Simon Yam ] darf nicht mehr gewählt werden, weil es sonst die Tradition brechen würde.
Kun [ Gordon Lam ] bewirbt sich, fragt auch nach Unterstützung, bekommt aber keine.
Jimmy Lee [ Louis Koo ] will nicht, da er offizielle, legale Geschäfte in China anstrebt, Businessmann statt Gangster sein will und keine Aufmerksamkeit von Seiten der Polizei braucht.
Jet [ Nick Cheung ] ist zwar die rechte Hand von Lok, aber agiert nur im Verborgenen und darf dort auch nur die Drecksarbeit erledigen; sprich die Mordaufträge.
Er ist überhaupt nicht auf der Liste; und als er nach einigen "Rücktritten" darauf gelangen soll, weiss niemand mit seinem Namen etwas anzufangen.

Wie im Erstling hat man also das gleiche Thema, nur aus einer anderen, durch die vergangene Zeit erweiterten Sichtweise. Die Umstände sind analog zu den Personen modifiziert. Manche haben sich weiterentwickelt und sind aufgestiegen. Und andere haben ihre Chancen verpasst und sind nicht nur stehengeblieben; sondern sogar noch gesunken, da sie eben gar keinen Fortschritt erreicht haben.
Anders als zwei Jahre zuvor arbeitet man nun auch nicht mehr für das gleiche Ziel, Lok zum Chairman zu bringen, sondern will das Ziel selber erreichen; hat im Gegensatz zu früher deswegen auch wirklich Gründe, gegeneinander zu agieren. Und das tut man dann auch, trotz gemeinsam durchstandender Gefahren ist weder was von Vertrauen und schon gar nicht von Harmonie zu spüren; der Titelzusatz "Harmony is a Virtue" wird zwar angesprochen, aber von keinem beachtet.

Regisseur To beginnt hierbei stärker als im Vorgänger mit einem historischen Hintergrund; die Castangaben verschwinden fast in der Einleitung über die vorangestellten Tugenden und die Philosophie der ursprünglichen Triaden.
Man kam von China nach Hong Kong wegen eines besseren Lebens, während Krisen sollte man Verhandlungen anstreben und die Probleme in Gesprächen zu lösen versuchen. Wenn dies misslang, gab es ein Duell; alles abseits der Augen der Obrigkeit.
Davon wird nichts mehr beachtet, der kommerzielle Aspekt steht ebenso im Vordergrund wie Schein über Sein. Eigene Bereicherung durch kriminelle Machenschaften ist wichtiger geworden als einstmals intendierte politische Ziele; die ursprünglichen Geheimbünde haben die Mandschu-Dynastie bekämpft und das Kulturerbe gepflegt. Und die Obrigkeit beobachtet nicht nur, sondern zieht die Fäden.

To konzentriert sich schnell auf das heutige Verhältnis von Macht - Begehren - Widerstand, dass er durch die unterschiedlichen Individuen personifiziert. Dabei schadet es auf gar keinen Fall, die bisherigen Entwicklungen zu kennen; da man zwar nicht ausdrücklich auf bereits Geschehenes verweist, aber schon mit dem Wissen aufbaut. Dort viele Tendenzen angefangen hat und die Figuren dadurch hier auch viel plastischer wirken. Ausserdem sind die Konstellationen so schneller gesetzt, aus wenigen Dialogen miteinander ergibt sich bereits das logische Konfliktpotential. Der Aufbau der Handlung wird kaum durch neue Personen ergänzt, - die wenn dann auch weniger eine bedeutsame Rolle spielen -; sondern beschränkt sich auf die bisher Eingeführten, die diesmal auch nachvollziehbar gezeichnet sind. Trotzdem ist die Eröffnung des Filmes länger als im wesentlich schnelleren, unterhaltsameren Election. Da man sich hier schon direkt an der Spitze befindet sind die Überlegungen und Aktionen bedeutsamer und bedürfen mehr Betrachung und Reflexion als die kleineren Aufträge, zu denen man vorher befehligt wurde und die dann auch rasches Handeln erforderten.
Nun setzt man gewichtigere Dinge in Gang, ist immer nur ein paar Züge vorm Schachmatt. Szenen sind folglich ruhiger, aber deswegen nicht gleich belanglos und fokussieren sich auch stärker auf die Antriebe hinter allem.

Dabei steht Jimmy eindeutig im Mittelpunkt des Ganzen: Er wollte zwar nicht zur Kandidatur antreten, wird aber vom Leiter des Chinese Security Bureaus quasi dazu gezwungen; weil dieser ihm erst dann Geschäfte auf dem Festland erlaubt, wenn er auch mit dem Chairman direkt verhandelt.
Und Jimmy will hoch hinaus, sei es über diesem Weg und sei es später noch mit ganz anderen Mitteln.
Lok - der insgeheim mit einer zweiten Wahl liebäugelt - und Kun fühlen sich von der späten Bewerbung ausgetrickst, zumal Jimmy nicht nur aufgrund seiner nicht unerheblichen Finanzen die besten Chancen besitzt.

Dabei ist keine einzige Person anwesend, dem der Zuschauer Sympathien entgegenbringen kann; da hierbei jeder sein Ding mit allen möglichen Konsequenzen durchzieht. Und es diesmal auch nicht um ein spielerisches Kesseltreiben um ein Stück Holz geht, sondern im grossen Stil um Leben und Tod; wo sich auch die Instrumente und Massnahmen entsprechend steigern.
Der Ausbruch der durch ihre präsente Spürbarkeit lange angekündigten Gewalt findet bei einer aus dem Ruder laufenden Folteraktion statt, in der Jimmy und sein Bodyguard Bo [ Mark Cheng ] Loks Leute dazu bringen wollen, ein Attentat auf ihren Boss durchzuführen. Nimmt dies zuerst noch skurrile Züge an, so wird schnell in aller Deutlichkeit blutiger Ernst daraus; an deren Ende die anfangs überhaupt nicht kooperativen Handlanger heilfroh sind, dass sie mit dem Leben davonkommen. Und nicht wie das erste Opfer zu Brei geschlagen, zerteilt und durch den Fleischwolf gedreht wurden.

Abseits davon verzichtet man in der Regie auf zuviel Anschaulichkeiten hinsichtlich von Exzessen und lässt auch absurde Momente davon sein. Stattdessen begibt man sich auf eine andere, höhere Ebene, bezieht den Staat und seine Regierungs- und Gesetzesvertreter als Beobachtende und Leitende mit ein und fügt der Wahl seine politische Dimension auch ausserhalb der Triade mit bei.
Die Inszenierung wirkt angesichts dieses Formates angebracht erwachsen und reif. Sehr gezügelt, aber nicht gleichmütig. Behäbig, aber nicht gelassen. Sicherlich hätte man mehr Tempo einbringen können, mehr Druck anlegen, der Film bezieht seinen Effekt rein aus der Langsamkeit, was beileibe nicht Jedermanns Sache ist.
Die Bilder sind wie typisch für To jedes eine Ansichtskarte für sich, viel Spiel mit [ weniger ] Licht und [ mehr ] Schatten, die Akteure dabei immer etwas in der Landschaft zurückgestellt.

Action erfolgt gar keine, dennoch ist am Ende des Filmes nichts mehr so, wie es am Anfang war. Man gibt dem Vorgänger noch nachträglich mehr Bedeutung, da man die Quellen beachtet und die Entwicklungen aufzeigt. Wiederum schaltet man einen Gang zurück und wirkt bleierner.
Das Gefüge selber hat sich nicht nur geändert, sondern geradezu horizontal gedreht. Nur Jet läuft immer noch mit blutigem Kopf durch die Strassen von Hong Kong, verfolgt von Kleingangstern.

--- n/a (Rain Jao)"

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 

 

Kundenrezensionen

4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
"Election 2" setzt nahtlos dort an, wo der tolle Vorgänger endete.
Lok (Simon Yam) hat sich an die Spitze der Triade gekämpft, doch den Posten des Anführers hat er nur zwei Jahre inne. Zu Beginn des Films sind diese zwei Jahre gerade verstrichen, und die nächste Wahl steht an. Entgegen aller Traditionen will sich Lok zur Wiederwahl stellen, was bisher keiner der Anführer je wagte. Nur der ehrgeizige Jimmy (Louis Koo) kandidiert neben ihm. Bald schon ist Lok bereit, diesen mit allen Mitteln daran zu hindern. Ein Krieg innerhalb der Triade beginnt...

Der zweite Teil der von Johnnie To als Trilogie angelegten Gangster Story setzt auf den ohnehin schon guten Vorgänger noch kräftig einen drauf. Erinnerungen an das Opus Magnum des Gangster Thrillers "Der Pate" werden nicht nur durch die Dreiteiligkeit seiner Erzählung geweckt, auch die Art und Weise der Fortsetzung der Handlung weist so manche Parallelen auf.
"Election 2" vermittelt ganz offen den Eindruck, das der erste Teil lediglich als hochwertiges Prequel dient, den Sinn hatte, die Figuren einzuleiten und vorzustellen, damit nun die "richtige" Geschichte beginnen kann. Und so nimmt die Story ihren Lauf, in gemächlichen und für den Zuschauer angenehmen hetzlosen Tempo entspinnt sich der Privatkrieg der beiden Triadenmitglieder. Das Gute daran ist, das im Gegensatz zum fast dokumentarisch anmutenden Erstling nun die Strukturen klaren sind, sprich: ein Haupthandlungsfaden leitet die Erzählung von Anfang bis Ende, die Spannung ist besser hervorgehoben und das Endprodukt ist in sich schlüssiger und sinnvoller.
To geht in nahezu jedem Punkt des Filmes einen Schritt weiter, sei es bei der Charakterzeichnung, die viel feinfülliger und kräftiger daherkommt, oder bei der Spannung, die mit minimalistischer, aber wundervoller Musik unterlegt deutlicher zum Tragen kommt.
Auch im Hinblick auf die Konsequenz der Gewaltanwendung setzt To einen drauf, das dreckige und raue Business der Triaden wird hart und brutal gezeigt. Wer dabei viel Action oder Leichenberge erwartet, wird enttäuscht, auch in der Fortsetzung ist "Election" kein Actionfilm (im ganzen Film fällt kein einziger Schuss), sondern immer noch ein intelligenter Hongkong Thriller.
Wer David Chiang als Polizist vermisst: Der ganze Film dreht sich im Gegensatz zum ersten nicht mehr um den Kampf der Triaden mit der Polizei, er behandelt lediglich die internen Belange der Mafia.

Die DVD von ems ist sehr schön gemacht, Bild und Ton wissen zu überzeugen. Der Metallschuber den man um den ersten Teil bekam fehlt nun, aber neben diesem im Regal ergeben sie einen sehr schicken Anblick.

Fazit: Düster, hart und spannend gefällt "Election 2" durch seine klarere Struktur und den besseren Gesamteindruck, der alle Ansätze des Vorgängers übertrifft. In einer korrupten Welt in der Jeder jeden hintergeht erzählt Johnnie To eine fesselnde Gangster Story, dessen Ende geradezu nach dem dritten Teil schreit. Für Thriller Fans, HK- Kenner und Kenner des ersten Teils ein Pflichtkauf, doch auch der geneigte Krimiliebhaber kommt angesichts eines solch spannenden Stücks Films auf seine Kosten.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Meisterwerk 2. Juni 2010
Von Senguel
Format:DVD
Hätte man Johnnie To noch als Martin Scorsese des asiatischen Kinos beschreiben können, beweist Scorseses schwaches Remake zu To's "Internal Affairs", dass Johnnie To mittlerweile ein zeitlos einzigartiges Filmschaffen für sich beanspruchen kann. Über To's Filme werden noch einige Bücher bzw. Filmanalysen geschrieben werden. Dessen bin ich sicher.
Johnnie To's Filme handeln nicht (nur) von Gangstern und Machtkämpfen, sondern sind Studien menschlicher Abgründe. Fast immer geben die Schattierungen und Farbtöne den inneren Zustand der Protagonisten wieder. Es ist eine düstere Welt innerhalb der Triaden, die To genialerweise mit Aufnahmen von idyllischen Landschaftsbild vortäuscht. Nichts erscheint wie es zu sein scheint. Das System der Wahl des Tiradenbosses soll Harmonie innerhalb der Gangs bringen und ist nichts als Zerfleischerei der eigenen Reihen, wie es sehr drastisch mit der Verarbeitung eines Tiradenmitglieds zu Hundefutter versinnbildlicht wird [sic!].
Der Kampf der Tiraden um die Vorherrschaft mag zum Ende des Films zu der Wahl eines Oberhauptes und zur damit Befriedung der Gangs führen, aber versinkt vollkommen im ausgeklügelten mafiösen System des kommunistischen Chinas, dass die Tiraden sehr wohl zu seinen Zwecken zu nutzen weiß. Johnnie To's Bild von China ist pessimistisch geprägt. Herrschte innerhalb der Tiraden noch eine Ordnung, ein Wertesystem, so beherrschen gegenwärtig Business-fokussierte Machtmenschen die Organisationen. Und nicht nur die kriminellen Organisationen werden von solchen Menschen beherrscht, sondern offensichtlich auch das Staatssystem, dass keine werteordnung mehr zu kennen scheint, sondern nur persönliche Bereicherung ...
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eiskalt und hart 19. April 2010
Format:DVD
ELECTION 2 ist noch härter/besser als sein Vorgänger. Johnny To setzt dabei nicht auf ausufernde Action und
blutige Splattereinlagen, sondern auf die tödliche Eiseskälte, die als zunehmender Prozeß des Zerfalls
den Protagonisten erreicht und ihn in die Abgründe der Leute zieht, für die er eigentlich nur als frisch gebackener BWLer die finanzielle Seite der Triaden regeln möchte. Doch die Triade macht ihm nach und nach klar, das sie von ihm mehr erwartet und so zeigt Johnny To, wie ein Mensch unter die Räder einer gnadenlosen, sich selbst zerfleischenden Welt gerät und dabei seine Menschlichkeit verliert. Eindrucksvoll inszeniert und gespielt, kann man richtig spüren, wie der Protagonist sich resignierend und in den letzten Winkel seiner Persönlichkeit zurückzieht, um dann ohne Gnade den Mechanismus der unmenschlichen Triaden-Gesetze zu bedienen. Die beiden ELECTION-Filme sind Kino für Erwachsene.
War diese Rezension für Sie hilfreich?

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:







Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.

Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von media-merlin Versandbedingungen von media-merlin Umtausch- & Rücknahme bei media-merlin