Marinekommandant Piracci ist müde: Nacht für Nacht ist er mit seiner Mannschaft vor der Küste Siziliens unterwegs, um dort illegale Einwanderer aus den tobenden Wellen zu fischen. Er rettet Menschenleben, nur um den Männern, Frauen und Kindern danach ihre Illusionen zu rauben und sie dorthin zu schicken, wo sie hergekommen sind. Schließlich gilt es, die Festung Europa zu schützen. Er schaut in ihre Augen, sieht ihr Flehen, ihre Not, fängt nach all den Jahren an, an der Sinnhaftigkeit seines Tuns zu zweifeln - und gibt schließlich seinen Beruf auf. Piracci kauft sich ein Boot und begibt sich ohne Papiere auf See: Eine wirklich schöne Wendung in diesem aus verschiedenen Perspektiven erzählten Roman. Er landet an einem nordafrikanischen Strand, lässt sich von den dortigen Behörden verhören, sucht sein eigens Eldorado. Und kreuzt den Weg der Menschen, die Gaudé in den Zwischenkapiteln vorstellt. Es sind Stellvertreter für den nie abreißenden Strom von Menschen, die ihr ganzes Hab und Gut geopfert haben, um der Armut, dem Hunger und dem Krieg in ihren jeweiligen Heimatländern zu entgehen. (bl)
»›Eldorado‹ ist die Geschichte des Meeres, der Sehnsucht, der Entbehrung, von Suche, Trauer und Glück. Und es lässt all diese Gefühle spüren.«
Maria Huber, Die Rheinpfalz 27.09.2008»Gaudé schildert bezwingend in einem einfühlsamen Drama aus zwei verschiedenen Perspektiven die Suche nach einem besseren Leben – eine Prosa, die den Leser magisch in den Bann zieht und ihn fragen lässt, was letztendlich im Leben zählt.«
Annerose Kirchner, Ostthüringer Zeitung 13.09.2008»Das Ganze ist in einfacher, klarer Sprache verfasst, ohne versteckte Kommentare und eindimensionale Verurteilungen. Die Szenen erzählten nicht nur von der Grausamkeit, sondern auch von der Ohrfeige der Armut, die jene geben, die die Suche nach dem Eldorado mit Kraft, Würde und Schönheit ausgestattet hat.«
Main-Echo 19.07.2008»Packend ist dieser Roman des 35-jährigen Gaudé, der für seinen Zweitling 2002 den Prix Goncourt, den bedeutendsten französischen Literaturpreis für Schüler, bekam.«
Stadtkind August 2008»›Eldorado‹ ist nur ein Roman. Wohlstandmenschen, die Populisten wie dem italienischen Rechtsaußen Umberto Bossi applaudieren, sollten den Roman lesen müssen.«
Neue Presse 20.06.2008»Es ist ein trauriges, aber sehr schönes und vor allem ein zutiefst menschliches Buch ohne Sentimentalität. ›Eldorado‹ gestaltet ein Thema, dem sich die zeitgenössische Literatur Europas viel zu wenig stellt.«
Schweriner Volkszeitung 30.05.2008»Autor Laurent Gaudé erzählt in seinem Buch ›Eldorado‹ von Wagemut, Ausbeutung, Rache und dem Traum von Glück und Freiheit. Hierbei steht nicht die große Politik, sondern der Mensch im Vordergrund.«
Glücks-Revue 21.05.2008»In der Annäherung an die Gefühlswelt von Bootsflüchtlingen in Zeiten von Asyl-Bürokratisierung und Grenzschutzagentur liegt das Verdienst dieses Buches.«
sandammeer.at Mai 2008»Ein dichtes, eindringliches Buch ohne Sentimentalität.«
Ruhr Nachrichten 08.05.2008»Laurent Gaudé braucht nicht viele Worte, um Menschlichkeit zu zeigen. Jedes Wort 'sitzt'; und wärmt.«
Kurier Wien 04.05.2008»Dieser Roman geht tief unter die Haut.«
Stadtkurier Frankfurt 29.04.2008»Bezwingend erzählt Gaudé von Wagemut, Ausbeutung, Rache und von dem nicht zerstörbaren Traum der Menschen, von einem Eldorado.«
Lübecker Stadtzeitung 22.04.2008»›Eldorado‹ gestaltet ein Thema, dem sich die zeitgenössische Literatur Europas zu selten stellt. Einwandererländer brauchen Einwanderliteratur von allen Seiten.«
Wieland Freund, Die Welt»Sprachlich dicht erzählt und ein höchst menschliches Buch.«
Sonntagspost 29.03.2008»Gaudé zieht den Leser hinein in die Welt der Charaktere, die er in seinem Buch zum Leben erweckt. Es ist ein trauriges, aber sehr schönes und vor allem ein zutiefst menschliches Buch.«
B 5 aktuell 09.04.2008