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Elbschwimmer. Die Rückkehr einer Badekultur
 
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Elbschwimmer. Die Rückkehr einer Badekultur [Gebundene Ausgabe]

Hella Kemper
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 153 Seiten
  • Verlag: Murmann Verlag; Auflage: 1., Aufl. (1. März 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938017546
  • ISBN-13: 978-3938017548
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 20,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.010.352 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Szene Hamburg, Juni 2006

Was früher normal war, gilt vielen heute als verrückt: das Baden in der Elbe. Ist sie denn nicht viel zu schmutzig? Ist sie nicht. Dann: Und der Schiffsverkehr, die Strömungen? Klar, man sollte nicht unvorbereitet in den Fluss hüpfen. Temperamentvoll ist es durchaus. Aber genau das ist natürlich eine der Eigenschaften, die die Kulturjournalistin Hella Kemper so sehr an ihm schätzt. Mit "Elbschwimmer - Die Rückkehr einer Badekultur" legt sie nun das Buch zu ihrer Leidenschaft vor. Es erfüllt drei Funktionen: Abriss über die Geschichte des Elbbadens. Persönliche Beschreibung eigener Erfahrungen (Tagebuchaufzeichnungen der Autorin und fünf Portraits von aktiven Elbschwimmern) sowie einen Ausblick, wie der Genuss, dem etwas Verruchtes, Verbotenes anhängt, in institutionelle Bahnen gelenkt werden könnte: Öffnet Badeanstalten, wie vor hundert Jahren! Geschmückt wird der Band mit vielen Bildern, die Lust aufs kühle -und fließende - Nass machen.

Die Welt, 5. Juli 2006

Elbschwimmer" erinnert an diese Badekultur und liefert zugleich Anstöße, wie die Badekultur an der Elbe wiederbelebt werden könnte. Die Zukunftsvisionen verbindet die Autorin Hella Kemper mit Erzählungen, die vom Glück des Fluss-Schwimmens handeln, von den richtigen Badeplätzen an der Elbe und von der Sehnsucht nach dem großen Strom. Mit leiser Wehmut zwischen den Zeilen erinnert die Autorin an vergangene Zeiten, als das Schwimmen in der Elbe noch eine Selbstverständlichkeit war. Damals, vor knapp 100 Jahren, als Blankenese noch die "Riviera der Unterelbe" genannt wurde. Als Männer und Knaben im Wilhelminenbad am Steinwerder Ufer ins Nass stiegen, Kinder in den Prielen nahe der Köhlbrandmündung planschten und Frauen, die aufgrund der strengen Sitten nur dann ein Bad am Strandband Neumühlen nehmen durften, wenn sie direkt von so genannten Badekarren ins Wasser stiegen. ... Mit ihrem Elbtagebuch begleitet Kemper den Leser Seite für Seite und schildert, wo es sich bei Vollmond, bei Nebel oder untergehender Sonne am besten schwimmen lässt. Stimmungsvolle Fotos runden das Lesevergnügen ab.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ebbe und Flut 12. Juli 2006
Von KE
Dieses Buch macht wehmütig, weil es an die guten alten Zeiten erinnert, in denen die Elbe Garant für Strandvergnügen und Schwimm-Spaß war. Und es macht nachdenklich und hoffnungsvoll. Vielleicht gibt es sie wirklich, die neue Badekultur in und an der Elbe?

Es gibt also mutige Menschen, die im Morgengrauen in die Elbe steigen und ein Bad nehmen. Das gibt zu denken. Was ist man nur für ein Weichei, das in hohen Flötentönen von der Elbe schwärmt aber nie auf die Idee kommen würde, selbst hineinzusteigen? Auch wenn es verboten ist, muss es immer wieder unvergleichlich sein.

Elbschwimmer muss man lesen! Und anschauen! Und wirken lassen. Ich habe schon meinen Badeanzug gesucht. Deutlicher kann man dieses Buch nicht loben. Finde ich.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Panta rei 12. Juli 2006
Von Lone
Dass die Autorin ein Quiddje ist, schmälert den Wert dieses Buches nicht. Die Leidenschaft für das Schwimmen im Strom spricht aus jeder Zeile, besonders persönlich aus dem Elbtagebuch. Hella Kemper erinnert daran, dass es einmal völlig selbstverständlich war, in der Elbe zu baden. Ich kenne das aus eigener Erinnerung, in den 50er Jahren war man nicht zimperlich und duckerte unter, auch wenn das Wasser schmuddelig aussah. Und schmuddelig war! Heute brüstet man sich mit trinkwasserreiner Qualität des Stroms, das Badeverbot ist dennoch nicht aufgehoben. Die Fahrrinne und die Tide sind Gefahrenmomente, die überwiegen.

"Elbschwimmer" ist ein Plädoyer für das Bad in der Elbe, es verweist auf die Geschichte, wartet mit tollen alten Fotos auf die zeigen, was Hamburg mal hatte: Badeanstalten an der Elbe! Die wünscht sich Hella Kemper wieder und zeigt in ihrem Buch, wie das heutzutage (besser gesagt: Morgen) wieder aussehen könnte. Mehrere Architektenteams haben Badeanstalten am Strom entworfen, ob sie Wirklichkeit werden, wird man sehen.

Die Elbschwimmer finden immer einen Weg in den Fluss, so steht es im Buch und so ist es auch im Leben. Die Portraits der hartgesottenen Fluss-Geniesser, die sich durch nichts vom Flusschwimmen abbringen lassen, sind interessant. Wer in der Elbe schwimmt, nimmt sich und das Wasser mit allen Sinnen wahr. Und das bezieht sich vermutlich nicht nur auf das Schwimmen in der Elbe.

Flussschwimmen ist Lebensart. Das zeigt sehr persönlich das Tagebuch von Hella Kemper. Es ist Liebe zum wilden Wasser, das scheinbar gezähmt durch die Hansestadt fliesst. Wie schön die Elbe ist,...jeder Hamburger denkt, dass er genau das weiss. Nach der Lektüre des Buches ist klar, dass er Entscheidendes noch nicht einmal geahnt hat.

Die Rückkehr einer Badekultur? Hoffentlich!!
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