Helmut W. Pesch, Deutschlands wohl anerkanntester Experte fuer Tolkiens Elbensprachen, hat mit diesem Buch sein Ziel erreicht und geschrieben, was sich wohl alle Fans des Elbischen gewuenscht haben: ein Buch, das verspricht, Elbisch lernen zu koennen.
Wer hier allerdings ein Lehrbuch nach bekannter Art erwartet, liegt falsch. Bei den Lektionen handelt es sich keinesfalls um aus dem Fremdsprachenunterricht bekannte Dialoge oder Texte, tatsaechlich findet sich im ganzen Buch kein zusammenhaengender, neuer Text. Pesch bezieht sich vielmehr auf die aus Tolkiens Werken bekannten Quenya- und Sindarin-Texte, die schrittweise uebersetzt werden.
Davor steht jedoch in jeweils zwoelf Lektionen das Pauken der beiden Grammatiken. Wer das vorhergehende Werk von Pesch gelesen hat, wird sich stark erinnert fuehlen. Der alte Grammatikstoff ist neu aufbereitet und geordnet worden, so dass ein Lerneffekt moeglich ist. Das neue Element sind die begleitenden Uebungen mit Selbstkontrolle, die zeigen, ob man das einzelne Thema verstanden hat.
Daneben bietet das Buch eine Einfuehrung in die elbischen Alphabete, eine Einfuehrung in die "elbische Kalligraphie" und das im Vorband so schmerzlich vermisste Deutsch-Elbsich-Woerterbuch, das die Haelfte des gesamten Buches ausmacht und wirklich umfangreich ist.