Das hosentaschen-freundliche Format macht das Buch zu einem Reisebegleiter. Auf über 400 Seiten wird Elba recht umfassend vorgestellt.
Etwas kurz geraten sind die Informationen zur lokalen Küche. Hier verschwendet die Autorin reichlich Platz durch den überflüssigen Abdruck einer Werbeaktion der italienischen Gastronomie, die sich - oh Wunder - gegen Fastfood einsetzt. Werbung ist ohnehin ein Beigeschmack dieses Werks. Die Tipps zur Buchung bestimmter Leistungen in ausgewählten Reisebüros klingen doch zu sehr nach platzieten Botschaften.
Die umfassenden Darstellungen zu "Land und Leute" sind von einem Sendungsbewusstsein zur Integration geprägt. Urlauber wollen und sollen aber gewiss auch in den 1 bis 3 Wochen ihrer Reise ihre eigene Persönlichkeit und Kultur behalten dürfen. Die laut Autorin erwartete Kleidung in "Ristaurantes" hat wenig mit der Realität zu tun. Mit Jeans und Hemd war ich selbst in von ihr empfohlenen Restaurants beinahe "over-dressed". Mag sein, dass sich Italiener im Urlaub - und den Verbringen viele von ihnen auf Elba - anders geben, als es die Autorin aus ihrem Leben in Bologna kennt.
Etwas weniger Reiseleitermentalität und dafür mehr Hinweise auf Angebote vor Ort - z.B. Bootstouren u.ä. - würde den einen oder anderen zusätzlichen Stern ermöglichen.