Zuerst war ich skeptisch als ich von einem S/W-Film aus Mexiko hörte. Wegen der ganzen Auszeichnungen als bester Film Lateinamerikas 2006 und dem Preis für Angel Tavira als bester Schauspieler in Cannes 2006 habe ich mir den Film dann doch angeschaut. Es ist ein langsamer Film, der mit einer schockierenden Szene anfängt und dann eine Geschichte aufbaut die immer mehr an Spannung zunimmt und dann bis ins Unerträgliche steigert. Dabei stehen sich die Bauern aus dem Hochland und das Militär gegenüber und stellvertretend dafür, der alte Geiger und der Hauptmann. Die kleinen Gesten und die Mimik der Schauspieler, die mexikanische Geigenmusik und die Dialoge wirken so nach, dass man drei Tage später noch an dem Film denkt. Es ist kein Film für die MTV-Generation, aber allen Cineasten und Filmliebhaber sei der Film unbedingt empfohlen.