Hans Werner Henzes "El Cimarron" ist der Welt unglücklicherweise nur wenig bekannt, auch ich bekam erst durch den Musikunterricht davon Kenntnis. Ich muss allerdings zugeben dass ich von der Geschichte des Sklaven Esteban Montejo restlos begeistert bin - nicht, weil die "Musik" so toll wäre, sondern weil man ob der, nun, eigenartigen tonalen Umsetzung mit Metallplatten, Ketten etc. etc. und des "Sängers" nach maximal 10 Sekunden brüllend vor Lachen auf dem Boden herumrollt - einfach göttlich, diese pseudo-philisophischen Textstellen ("Isch werde sterben morgen..... viellaaaaischt"), vorgetragen, als hätte der "Sänger" die Zunge narkotisiert bekommen, untermalt vom Krach der Instrumente", in deren Liste einzig und allein unausgewuchtete Waschmaschinen fehlen, sonst ist alles vorhanden, was Lärm macht und nicht zum Musizieren geeignet ist. Wer nicht bei "Die Hääääääärrren nahmen die Kiiiiinder mit ins Haaaaaaaaaaaaaaauuuuus... dort muuuuuuuuuuussten sie --- *Pause* --- KLAVIERRRRRR SPIEEEELEN!!!!! *ZISCH PÄNG BUMM K R A C H* einen Schreikrampf vor Lachen bekommt, dem ist nicht mehr zu helfen. Nachteil an der CD ist allerdings, dass man nach spätestens einer Viertelstunde den Hör-"genuss" abbrechen muss, will man nicht bleibende psychische Schäden in Kombination mit einem Zwerchfellriss davontragen. Ansonsten perfekt für alle, die sich mittles Lachen einen Waschbrettbauch antrainieren wollen - mit "El Cimarron" sollte Arnie nach 2 Wochen wie ein Waisenkind gegen den Hörer aussehen! Ich hege allerdings die Befürchtung, dass der gute Herr Henze sein Werk todernst gemeint hat....